Dlf 21.09.2026
13:45 Uhr

Autobranche - Proteste: Bundesweiter Aktionstag der IG Metall


Die IG Metall hat an ihrem Automobil-Aktionstag neben Forderungen an die Unternehmen auch die Politik in die Pflicht genommen. Die Gewerkschaft sprach von mangelhaften industriepolitischen Rahmenbedingungen für die Hersteller auf deutscher und europäischer Ebene.

Autobranche - Proteste: Bundesweiter Aktionstag der IG Metall
IG-Metall-Chefin Benner erklärte, man brauche einen besseren Schutz vor unfairem Wettbewerb vor allem aus China. VW-Betriebsratschefin Cavallo forderte eine bessere Subventionspolitik der EU. Die IG Metall hatte heute bundesweit Beschäftigte zu Protesten bei Herstellern und Zulieferern der Autoindustrie aufgerufen. Dem folgten etwa 175.000 Menschen.
Die Autoindustrie befindet sich seit etwa drei Jahren in der Krise; allein im vergangenen Jahr wurden rund 50.000 Arbeitsplätze abgebaut.

Erste Warnstreiks ab November möglich

Anfang Oktober steht die nächste Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie für Baden-Württemberg an. Zum 31. Oktober laufen die Entgelttarifverträge aus. Dann endet auch die sogenannte Friedenspflicht, danach könnte die Gewerkschaft zu Warnstreiks aufrufen. 

Aus dem Deutschlandfunk-Programm

Bundesweiter Aktionstag der IG Metall – Bei VW in Wolfsburg
Diese Nachricht wurde am 21.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.