Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation in Frankfurt am Main mitteilte, gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gut zwölf Prozent mehr Spenden. Rund 1.400 Organe wurden demnach registriert. Die Zahl der Organspender legte von Januar bis Mai mit 452 Menschen um 6,1 Prozent zu. Zugleich hieß es, die Zahl der Spenderorgane reiche bei weitem nicht aus, um allen auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen. Dort hätten zuletzt rund 8.200 Patienten gestanden.
Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa müssen Verstorbene in Deutschland zu Lebzeiten einer Organentnahme explizit zugestimmt haben - oder Angehörige treffen stellvertretend die Entscheidung. Im Bundestag gibt es seit Längerem Ansätze, diese Regelungen zu reformieren. 2020 verfehlten Reformversuche die erforderlichen Parlamentsmehrheit.
Diese Nachricht wurde am 06.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
