Ein ehemaliger Büroleiter Hannings beim BND steht im Verdacht der Beihilfe.
Den Angaben zufolge soll Hanning von dem Mitarbeiter von 2010 an bis mindestens 2022 gegen Geld mit rund 2.000 teils streng geheimen Informationen aus dem Dienst versorgt worden sein. Hanning habe damit im Rahmen einer Beratertätigkeit vermutlich in mindestens in einem Fall eine Sicherheitsanalyse für den Nachrichtendienst eines anderen Landes erstellt. Für welchen wurde nicht mitgeteilt.
Wie es weiter heißt, geht das Verfahren auf Durchsuchungen bei Hanning im Zusammenhang mit dem Entführungsfall in der Unternehmerfamilie Block zurück. Der heute 80-Jährige war von 1998 bis 2005 Präsident des BND.
Parteiübergreifende Forderungen nach Konsequenzen
Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, der CDU-Politiker Henrichmann, sagte dem Portal "The Pioneer", einen Geheimnisverrat werde man nicht dulden. Der Grünen-Politiker von Notz sprach von ungeheuerlichen Vorwürfen. Er forderte eine zügige und vollständige Aufklärung. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Bünger, sagte, die Ermittlungen zeigten, dass die Geheimdienste selbst ein Sicherheitsrisiko seien. Ein Regierungssprecher erklärte unterdessen, man werde laufende Ermittlungen nicht kommentieren.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
