Dies hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Großbritannien.
Auch der Nahost-Experte und Chefredakteur des Fachmagazins Zenith, Daniel Gerlach, warnt vor den Folgen einer Bodenoffensive. Gerlach sagte im Deutschlandfunk, die Militäroperation der Israelis werde für den Libanon nachhaltige Konsequenzen haben. Es sei möglich, dass die schiitische Bevölkerung im Süden des Landes gar nicht mehr in ihrer Dörfer zurückkehren könne. Das werde die Demographie und die Wirtschaft des Libanon verändern.
Israelische Armee spricht von "begrenztem Bodeneinsatz"
Die israelische Armee hatte gestern den Beginn des Bodeneinsatzes bekannt gegeben. Dieser sei begrenzt und richte sich gezielt gegen Stellungen der Hisbollah-Miliz. Ziel sei mehr Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels. Am Abend kündigte ein Militärsprecher an, den Einsatz auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten.
Durch die israelischen Angriffe sind im Libanon seit Anfang März Behördenangaben zufolge mehr als eine Million Menschen vertrieben und rund 850 weitere bei den Angriffen getötet worden.
Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
