In der französischen Hauptstadt gab es Zusammenstöße mit der Polizei. Diese setzte nach eigenen Angaben Tränengas gegen Demonstrierende ein. Rund hundert Personen hätten den Sitz des Senders CNews angegriffen, der zum Konzern des rechtspopulistischen Milliardärs Bolloré gehört. Demzufolge gab es 21 Festnahmen. Auch aus Marseille werden Auseinandersetzungen gemeldet. Demonstranten hätten Mülltonnen angezündet und Straßen blockiert, hieß es.
Zu den Protesten aufgerufen hatten unter anderem Schülervertreter sowie die Protestbewegung der Gelbwesten. Die Behörden rechnen landesweit mit mehr als 500 Kundgebungen. Premierminister Lecornu kündigte an, dass die Polizei bei Unruhen hart durchgreifen werde.
In Frankreich protestieren Schülerinnen und Schüler seit Wochen für mehr Lehrkräfte, kleinere Klassen und eine bessere Ausstattung. Vor dem Hintergrund steigender Verbraucherpreise haben sich die Gelbwesten den Demonstrationen angeschlossen.
In Frankreich wird im Mai nächsten Jahres ein neues Staatsoberhaupt gewählt.
Diese Nachricht wurde am 17.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
