Dlf 25.07.2026
01:47 Uhr

Resolution - Chefankläger am internationalen Strafgerichtshof abgesetzt


Die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofs haben Chefankläger Khan von seinem Posten abgesetzt. Bei einer Abstimmung in New York sei eine Mehrheit für eine entsprechende Resolution zustande gekommen, hieß es in einer Mitteilung der Präsidentin des Leitungsgremiums des Gerichts, Kaukoranta.

Resolution - Chefankläger am internationalen Strafgerichtshof abgesetzt
Die Mehrheit der Mitglieder sei der Ansicht, dass Khan ein schweres Fehlverhalten und eine schwerwiegende Pflichtverletzung begangen habe. Sein Anwalt kündigte an, gegen die Abberufung vorzugehen. Khan war Anfang Juni wegen Vorwürfen des sexuellen Fehlverhaltens suspendiert worden. Dem britischen Juristen wird vorgeworfen, eine Mitarbeiterin seines Büros mehrmals sexuell belästigt zu haben. Khan weist die Vorwürfe zurück. Er hatte sein Amt deswegen bereits seit Mai vergangenen Jahres ruhen lassen.

Haftbefehl gegen Netanjahu und Putin erlassen

Khan hatte unter anderem einen Haftbefehl gegen Israels Ministerpräsidenten Netanjahu und gegen den russischen Präsidenten Putin wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen erlassen. US-Präsident Trump sanktionierte den Chefankläger insbesondere aufgrund seines Vorgehens gegen Netanjahu. Unter anderem wurden US-Vermögenswerte von Khan eingefroren und ein Einreiseverbot gegen ihn in die USA erlassen.

Mehr zum Thema

Internationaler Strafgerichtshof – Chefankläger Khan wird abgesetzt
Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.