Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte in Berlin, unternehmerische Entscheidungen gegen den Standort Deutschland seien zwar bedauerlich. Der deutsche Markt bleibe aber trotzdem attraktiv für die Pharmabranche.
Der US-Konzern Eli Lilly und der deutsche Wettbewerber Boehringer Ingelheim hatten diese Woche erklärt, große Teile ihrer in Rheinland-Pfalz geplanten Investitionen zu stoppen. Zur Begründung verwiesen sie auch auf die Pläne der Bundesregierung im Gesundheitswesen. Zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung sind unter anderem schärfere Sparvorgaben für die Pharmabranche vorgesehen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schnieder will sich im Bundesrat für Änderungen einsetzen. Die Entscheidungen von Eli Lilly und Boehringer Ingelheim bereiteten ihm große Sorgen, sagte der CDU-Politiker dem SWR.
Diese Nachricht wurde am 06.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
