Die Vorwürfe gingen in den Bereich des Landesverrats, betonte Henrichmann. Der Bundesnachrichtendienst brauche einen Neustart, der glaubwürdig sein müsse. So müsse man früher ausmachen, wo Einfallstore für Sabotage oder den Abfluss von Informationen lägen.
Der Grünen-Geheimdienstexperte von Notz forderte schärfere Regeln für ehemalige Funktionsträger. Lobbytätigkeiten früherer Spitzenbeamter seien offenkundig ein Einfallstor für gegnerische Geheimdienste, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundesregierung müsse diese illegitimen Praktiken unterbinden.
Hanning soll heute einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dieser soll entscheiden, ob Hanning in Untersuchungshaft kommt. Dem Ex-BND-Chef wird vorgeworfen, nach seiner Amtszeit über Jahre geheime Dokumente für eine private Beratertätigkeit genutzt zu haben.
Nach Information des Magazins "Spiegel" gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass Hanning eine Analyse für den Geheimdienst Aserbaidschans erstellt haben könnte. Die Bundesanwaltschaft äußerte sich nicht dazu.
Diese Nachricht wurde am 07.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
