Die Reformen müssten kommen, sagte er in der CDU-Zentrale in Berlin. Dafür übernehme er die Verantwortung, da er das Land voranbringen wolle. Deutschland müsse wieder ein Land des Aufbruchs werden, das in seine Kraft vertraue, betonte Merz. An den Wahlergebnissen gebe es nichts schönzureden, vor allem das Abschneiden der CDU in Mecklenburg-Vorpommern sei ein Desaster, erklärte der CDU-Chef. Man befinde sich in einer schwierigen Situation. Die geplanten Reformen seien aber das Mittel gegen das autoritäre Gift, das immer tiefer in die Gesellschaft eindringe.
Merz hatte zuvor in der CDU-Zentrale mit der Parteiführung über die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und den weiteren Kurs beraten. Merz steht seit dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen unter Druck.
SPD-Chef Klingbeil kündigt Debatte über Reformpolitik an
SPD-Chef und Vizekanzler Klingbeil will als Konsequenz aus den Wahlergebnissen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin das Regierungshandeln auf den Prüfstand stellen. Man müsse als Bundesregierung analysieren, warum es diese große Unsicherheit im Land gebe, sagte Klingbeil in der ARD. Die Regierung habe es nicht geschafft, ihre Reformen so zu vermitteln, dass die Menschen darin Veränderungen zum Besseren sähen. Stattdessen seien häufig nur Kürzungsdebatten geführt worden.
Mit Blick auf die umstrittene Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren sagte Klingbeil, man müsse die Sorgen der Menschen ernst nehmen. Dafür werde man Lösungen finden, betonte der SPD-Politiker.
Diese Nachricht wurde am 20.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
