Die jährlichen Kosten könnten sich bis 2040 fast verdoppeln, teilte das IW mit Verweis auf eine eigene Studie mit. Mit dem neuen sogenannten Heizungsgesetz entfällt die Vorgabe, wonach neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Für neue Öl- und Gasheizungen gilt jedoch, dass sie ab 2029 mit einen wachsenden Anteil klimaneutraler Energieträger betrieben werden müssen. Dazu fallen unter anderem Gasnetzentgelte und CO2-Preise an. Laut IW steigen dadurch die jährlichen Heizkosten für eine typische Altbauwohnung von aktuell rund 1.080 Euro im Jahr auf etwa 1.952 Euro im Jahr 2040.
Beim Einbau einer Wärmepumpe blieben die Heizkosten hingegen über viele Jahre weitgehend stabil, heißt es. In teilsanierten Altbauwohnungen würde dies im Vergleich zur Gasheizung 1.000 Euro oder mehr im Jahr sparen.
Die Politik verkaufe das neue Heizungsgesetz als Freiheit im Heizungskeller - ohne Mehrkosten, erklärten die IW-Forscher. Das sei irreführend. "Wer sich für eine neue Gasheizung entscheidet, zahlt am Ende drauf – Vermieter wie Mieter."
Diese Nachricht wurde am 25.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
