Dlf 18.08.2026
10:04 Uhr

Thüringen - Voigt setzt weiter auf Brombeer-Koalition - Richtungsstreit im BSW


Thüringens Ministerpräsident Voigt hält seine Regierungskoalition trotz des Richtungsstreits im BSW für nicht gefährdet. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur, man lasse sich nicht auseinandertreiben und Thüringen zum Spielball parteitaktischer Manöver machen. Die Koalition arbeite verlässlich und vertrauensvoll zusammen.

Thüringen - Voigt setzt weiter auf Brombeer-Koalition - Richtungsstreit im BSW
In Thüringen regieren CDU, BSW und SPD zusammen. Der BSW-Bundesvorstand hatte den Landesverband aufgefordert, die Koalition zu verlassen. Begründet wurde dies mit dem Entzug von Voigts Doktortitel. Die Landtagsfraktion entschied sich aber dafür, in der Koalition zu bleiben. Nur zwei Abgeordnete des BSW kündigten an, die Regierung nicht mehr zu unterstützen. Die Koalition verfügte bisher über 44 von 88 Sitzen im Landtag und war daher bereits auf Unterstützung aus der Linken-Fraktion angewiesen.
Schon seit längerem gibt es einen Richtungsstreit im BSW zwischen Gründerin Wagenknecht und der Thüringer Landeschefin Wolf. Wagenknecht wirbt für das Modell eines überparteilichen Regierungschefs in Thüringen, der auch unter Einbeziehung der AfD mit wechselnden Mehrheiten regieren könnte. Der Thüringer BSW plant nun einen Sonderparteitag.
Diese Nachricht wurde am 18.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.