Dlf 07.07.2026
23:26 Uhr

Trotz Verurteilung - Marine Le Pen will bei Präsidentschaftswahl in Frankreich antreten


Nach ihrer Verurteilung durch ein Berufungsgericht hat Frankreichs führende Rechtsnationale Le Pen angekündigt, Revision einzulegen. Sie strebe zudem weiterhin eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr an, sagte sie dem Fernsehsender TF1.

Trotz Verurteilung - Marine Le Pen will bei Präsidentschaftswahl in Frankreich antreten
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Le Pen geht davon aus, dass mit der Revision die von den Berufungsrichtern verhängte Strafe ausgesetzt wird. Die Politikerin des Rassemblement National betonte, sie werde Wahlkampf ohne elektronische Fußfessel machen.
Zuvor hatte ein Berufungsgericht in Paris das Urteil wegen Veruntreuung von EU-Geldern bestätigt, aber das Strafmaß reduziert. Das Gericht verhängte ein Jahr Haft mit Fußfessel und entzog Le Pen das passive Wahlrecht für 15 Monate. Le Pen hatte stets betont, sie werde nicht für das Präsidentenamt kandidieren, sollte das Gericht sie unter elektronische Überwachung stellen. Dies würde den Wahlkampf beeinträchtigen und ihre Glaubwürdigkeit untergraben, erklärte Le Pen.
Der Rassemblement National liegt in den Meinungsumfragen in Frankreich für die Wahl im kommenden April vorn.
Diese Nachricht wurde am 08.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.