Dass Trump eine neue Zoll-Begründung liefert, war erwartet worden. So kann die Regierung das gleiche Handelsgesetz aus dem Jahr 1974 heranziehen, um auf Basis eines anderen Paragrafen neue Zölle zu verhängen. Das Gesetz erlaubt die Erhebung einer Abgabe nur für maximal 150 Tage. Danach müsste das US-Parlament zustimmen.
Für die Europäische Union greift nach Angaben aus dem Weißen Haus künftig ein allgemeiner Satz von 10 Prozent. Gleiches gilt etwa für Großbritannien oder Kanada. Gegen Länder wie China oder Japan verhängen die USA dagegen den höheren Satz von 12,5 Prozent. Für Produkte etwa aus Stahl und Aluminium gelten weiter höhere sektorspezifische Zölle.
Die Regierung Brasiliens kritisierte die neuen Abgaben als völlig willkürlich und unbegründet. Ein Vertreter der australischen Regierung erklärte, die neue Regelung ergebe keinen Sinn.
Reaktion von der EU
Die EU-Außenbeauftragte Kallas kritisierte die Begründung für die angekündigten Zölle. Sie sagte der Nachrichtenagentur Reuters, diese Argumentation ergebe keinen Sinn. Vergleiche man die Arbeitsrechte innerhalb der EU mit jenen der USA, stelle sich Trumps Begründung als wenig fundiert heraus. Die EU-Außenbeauftragte bezeichnete die Zölle aus EU-Sicht als Schock.
Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
