FAZ 23.09.2026
10:35 Uhr

(+) DEmokratie in gefahr: Wenn Staatsbürger zu Trollen werden


Wir errichten einen Künstlichen Staat. Der ist gefährlich und untergräbt unsere Demokratie, warnt die Harvard-Historikerin Jill Lepore in ihrem neuen Buch „Die Regierung der Maschinen“, aus dem dieser Text stammt.

(+) DEmokratie in gefahr: Wenn Staatsbürger zu Trollen werden

Was ist ein Staat? Der Staat ist „nur ein künstlicher Mensch“ („but an Artificial Man“), schrieb Thomas Hobbes 1651 in Leviathan. Damit, erklärte Hobbes, meine er einen „Automaten“, einen kunstfertigen Apparat in der Gestalt eines Menschen, dessen Teile „sich durch Federn und Räder bewegen, wie es eine Uhr tut“ – eine Art Spielzeug zum Aufziehen, bei dem jedes einzelne Organ des Körpers durch einen Mechanismus ersetzt ist, einen nach Hobbes leicht zu bewerkstelligenden Ersatz. „Denn was ist das Herz anderes als eine Feder, was sind die Nerven anderes als lauter Stränge und die Gelenke anderes als lauter Räder.“ Später, Jahrhunderte später, sollte man eine solche Maschine in Menschengestalt nicht mehr als einen Automaten oder künstlichen Menschen, sondern als einen „Roboter“ bezeichnen.

Mehr Daten, mehr Mathematik und mehr Vernetzung führen zu mehr Freiheit und Wohlstand – darauf haben wir uns lange verlassen. Das erhoffen wir eigentlich auch von der Künstlichen Intelligenz. Und nun?

Der deutsche Rüstungsboom ist ein wirtschaftliches Problem. Oder haben wir da etwas übersehen?

Künstliche Intelligenz hat Maßnahmen ergriffen, die als Verbrechen gelten würden, wenn ein Mensch sie beginge. Die Erklärung ist höchst besorgniserregend. Was dahintersteckt und nun zu tun ist.

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