|
17.03.2026
16:52 Uhr
|
In „So haben wir dich nicht erzogen“ gerät die Welt eines lesbischen Paares ins Wanken, als die Tochter einen Mann heiraten will. Daraus wird eine giftige Komödie.

Haben wir da etwas falsch gemacht und „Das Abendmahl“ von Leonardo da Vinci immer zu flüchtig betrachtet? Sind nicht dreizehn Männer darauf zu sehen, sondern dreizehn Frauen? Im 15. Jahrhundert?! Zwölf Apostelinnen und eine Gottestochter? Alles Quatsch, klar, aber nicht in dem Film „So haben wir dich nicht erzogen“. In dieser Koproduktion von BR und ORF lehnt nämlich eine gerahmte Reproduktion des weiblich umcodierten Gemäldes auf dem Klavier in der Wiener Villa zweier lesbischer Radikalfeministinnen. In diesem Sinne hat eine von ihnen schon Mozarts „Zauberflöte“ umgeschrieben und gendert jetzt die Bibel. Folglich heißt es statt „Oh, Gott“ nunmehr „Oh, Göttin“.
Wer reden darf und wer nicht: Thomas Bedorf entwickelt eine politische Phänomenologie, die starre Forderungen nach Repräsentation hinter sich lässt.
Entdeckung, Erweckung bei der Tanzplattform 2026 in Dresden: „This resting, piece“ ist fabelhafte Performancekunst der beiden Tänzerinnen Ewa Dziarnowska und Leah Marojević.
Über den Meister der Moderne ist alles schon gesagt? Die Kathedrale von Burgos in Spanien beweist mit dem Freilegen der christlichen Wurzeln seiner Bilder das Gegenteil.
Schlagworte: