FAZ 22.09.2026
10:44 Uhr

(+) Hebels 200. Todestag: Statt Hof zu halten, saß er lieber im Wirtshaus


Er ist einer der großen deutschsprachigen Erzähler, und doch widerstrebt es uns, ihn so zu bezeichnen. Seine kleine Literatur hat Epoche gemacht: Heute vor zweihundert Jahren ist der Schriftsteller Johann Peter Hebel gestorben.

(+) Hebels 200. Todestag: Statt Hof zu halten, saß er lieber im Wirtshaus

Die Lebenszeit Johann Peter Hebels, der 1760 geboren wurde und 1826 starb, umspannt etwa diejenige Hegels, die von 1770 bis 1831 reichte. Heinrich Heine hat ihr, in Anknüpfung an Goethes Epoche, den Namen „Kunstperiode“ gegeben. Und doch sind Leben und Werk Johann Peter Hebels durch vieles getrennt von Hegel, Heine und Goethe sowie von jener Kunstperiode. Er war ein Zeitgenosse dessen, was heute Klassik und Romantik heißt, aber seine Literatur hat nichts mit den Werken zu tun, die diesen Begriffen zugeordnet werden.

Niemand schreibt über das Netz so wie er: Tony Tulathimutte entführt in „Fiasko“ in einen Online-Nihilismus. Seine Internetsprache ins Deutsche zu übersetzen, war eine Herausforderung.

Nicht nur zu dritt in die Toskana, sondern mit der Familie des Bruders und den Eltern, das klingt wunderbar. Die gemeinsame Woche zeigt: Erholsam ist es nicht – und die Glücksmomente sehen anders aus als gedacht.

Dass ihn Friedrich der Große nicht mochte, war sein Glück: Vor dreihundert Jahren wurde der Kupferstecher, Maler und Zeichner Daniel Chodowiecki geboren. Zwei Ausstellungen zeigen sein Werk.

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