FAZ 30.07.2026
06:50 Uhr

(+) Nahostkonflikt: Die neuen Achsen im arabischen Raum


Die vom Irankrieg betroffenen Staaten arbeiten an einer neuen regionalen Ordnung für den Nahen Osten. Neues Gravitationszentrum ist die sunnitische Achse der „regionalen Vier“.

(+) Nahostkonflikt: Die neuen Achsen im arabischen Raum

Donald Trumps „epischer Zorn“ hat den Nahen Osten instabiler gemacht und die Welt ärmer. Willkürlich schließen und öffnen Iran und seine Proxys die Meerenge von Hormus und das Bab al-Mandab. Daran wird sich nichts ändern, solange der Krieg, den die USA und Israel am 28. Februar 2026 gegen Iran begonnen haben, in einem Patt festhängt.

China und die EU drehen weiter an der handelspolitischen Eskalationsschraube. Überrollt von der Exportwelle der Volksrepublik suchen die Europäer nach Antworten. Bei nächtlichen Beratungen auf dem EU-Gipfel ging es darum, ob künftig eine härtere Linie nötig ist.

Zukunftstechnologien erfordern immer mehr kritische Rohstoffe. Die aber liegen in den Händen weniger Länder. In Zeiten der geoökonomischen Machtpolitik achten diese mehr und mehr darauf, ihre Vorkommen für sich selber zu nutzen und als Druckmittel einzusetzen.

Deutschland ist mit seiner Bewerbung für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Es hätte gute Argumente dafür gegeben. Doch der Völkerbund steckt in einer tiefen Krise und braucht eine grundlegende Reform.

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