FAZ 24.09.2026
13:57 Uhr

(+) Reaktionärer Zentrismus: Wie die vermeintliche politische Mitte den Rechtsextremismus stärkt


„Das hilft doch nur den Rechten“: Mit dieser Losung kritisierten liberale politische Theoretiker die vermeintlichen Exzesse des Bürgerrechtsschutzes. Ihr reaktionärer Zentrismus hat selbst nur den Rechten geholfen.

(+) Reaktionärer Zentrismus: Wie die vermeintliche politische Mitte den Rechtsextremismus stärkt

2018, zur Halbzeit der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump, prägte ein Berater der Demokratischen Partei, Aaron Huertas, einen Begriff, der seitdem in amerikanischen Debatten kursiert und inzwischen auch in britischen Medien angekommen ist: reaktionärer Zentrismus. In Deutschland ist er so gut wie unbekannt; manche werden ihn wohl auch gleich als asymmetrischen Kampfbegriff – reaktionär sind immer nur die anderen! – ablehnen. Doch trifft er präzise eine Dynamik, die auch den Umgang mit der AfD, insbesondere nach den Schockwahlen in Sachsen-Anhalt, charakterisiert. In den Vereinigten Staaten haben inzwischen viele verstanden, wie Stimmen aus der vermeintlich per definitionem immer moderaten Mitte de facto den Rechtsextremismus stärken können. Vielleicht lassen sich die in Amerika beobachteten Fehler in Europa noch vermeiden.

Der Mensch ist ein komisches Kompositum: In Ferdinand Bruckners Theaterstück „Krankheit der Jugend“ wird eine Art Manosphere gezeichnet. Vieles in dem Stück erinnert an die derzeitige Erfolgsserie „Euphoria“.

Von FKK bis zum Streit um den Burkini: Bernd Brunner taucht in die Kulturgeschichte des Schwimmens ein, doch er lässt die wichtigsten Fragen außen vor.

Maskulines Dur, feminines Moll, heroische Konsonanz: Lange Zeit wurde Musik in starre Geschlechterkategorien gepresst. Eva Rieger blickt auf fünfzig Jahre Frauen- und Genderforschung in der Musikwissenschaft zurück.

Schlagworte: