FAZ 06.05.2026
16:00 Uhr

(+) Russell Crowe als Göring: Er ist zu gut, um wahr zu sein


In James Vanderbilts „Nürnberg“ spielt der Hollywoodstar den Reichsmarschall und Kriegsverbrecher Hermann Göring. Der Film will ihn entlarven. Aber er entlarvt den Film.

(+) Russell Crowe als Göring: Er ist zu gut, um wahr zu sein

Es gibt wohl keine Figur im Kino, die wir Russell Crowe nicht glauben würden. Er war ein Mathematikgenie, ein römischer Gladiator, ein Fregattenkapitän zur Zeit Napoleons, ein Bandit im Wilden Westen, ein Schwergewichtsboxer, ein Baptistenprediger, der mythische Robin Hood und der biblische Noah, und in jeder dieser Rollen war er das Kraftzentrum des Films, in dem er spielte, der Motor und die Hauptattraktion, sodass die Frage, wie die Geschichte ohne ihn ausgesehen hätte, erst gar nicht aufkam. Die Story, das war Crowe und alles, was ihm passierte, und wenn es neben ihm noch Darsteller von Bedeutung gab, dann bestand ihre Funktion vor allem darin, seine einzigartige Ausstrahlung hervorzuheben: die Aura des Stars.

Nach der deutschen Kapitulation am 8. Mai regierte Hitlers Nachfolger Dönitz in Flensburg unter alliiertem Schutz. Und Churchill plante einen Angriff auf die Rote Armee. Svenja Falk erzählt die Geschichte des Kriegsendes neu.

Beim Eurovision Song Contest geht es auch ums Gewinnen. Was uns aber noch an der größten Musikshow der Welt fasziniert, zeigt die gelungene Jubiläumsdoku „70 Jahre ESC – More than Music“ der ARD.

Es dauert eine Stunde, ein Sachbuch mit KI zu erstellen. Damit kann man reich werden. „Tredition“ zeigt, wie es geht. Zu wem gehört der Verlag? Zum Unternehmensbereich einer Regierungspartei.

Feuilletonkorrespondent in Berlin.

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