FAZ 26.07.2026
08:19 Uhr

(+) Scheidung mit Kind: „Eine Trennung ist traurig, sie muss aber nicht traumatisch sein“


Trennen sich Paare, ist Abstand oft hilfreich. Sind aber Kinder im Spiel, ist das kaum möglich: Menschen, die manchmal schon die Anwesenheit des anderen belastend finden, müssen eng zusammenarbeiten. Wie kann das gelingen?

(+) Scheidung mit Kind: „Eine Trennung ist traurig, sie muss aber nicht traumatisch sein“

Die Trennung hat Anuk Caspari sprachlos gemacht. Ihrem Ex-Partner hatte sie nichts mehr zu sagen. Sie schwieg. Aus reinem Selbstschutz. Denn wenn die Worte aus ihr herausbrachen, gab es kein Halten mehr. Anschuldigungen. Beleidigungen. Schimpfwörter. Damals, sagt sie, war es die pure Verzweiflung, die tiefe Verletzung, die aus ihr sprach. Caspari, die eigentlich anders heißt, hat vier gemeinsame Kinder mit dem Mann, den sie nicht mehr liebt. Das jüngste war bei der Trennung gerade erst ein Jahr alt, das älteste sechs. In den Gesprächen zwischen den Elternteilen hätte es eigentlich um Absprachen, Betreuungszeiten und um die Frage, wie man gemeinsam erziehen, nicht aber Paar sein kann, gehen sollen. Stattdessen ging es um die eigene Wut, um Enttäuschung, darum, „den anderen niederzumachen“, wie Anuk Caspari sagt.

25 Jahre Ehe sind eine lange Zeit: Hier erzählen drei Paare, wie sie sich kennengelernt haben, was ihre Ehe ausmacht und welche Eigenschaften sie bis heute aneinander schätzen.

Unsere Rechtsordnung verdammt die Leihmutterschaft im Inland – und schaut weg, wenn Paare dafür ins Ausland fahren. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, wäre eine ehrliche Debatte nötig.

„Lebende Therapien“ kommen eigentlich aus der Krebsbehandlung. Im Einsatz gegen Autoimmunerkrankungen entfachen sie nun neue Bereitschaft, an Medizinwunder zu glauben.

Stellvertretende Ressortleiterin der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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