FAZ 19.07.2026
14:16 Uhr

(+) Taktik im WM-Finale: Was Argentinien aus Frankreichs Fehler lernen kann


Überlassen die Argentinier den Spaniern den Ball? Oder überraschen sie mit Angriffspressing? Taktisch bieten sich Lionel Messi und Co. im WM-Finale zahlreiche Optionen – solange sie einen Fehler vermeiden.

(+) Taktik im WM-Finale: Was Argentinien aus Frankreichs Fehler lernen kann

Die wohl wichtigste Frage für die beiden WM-Finalteilnehmer Spanien und Argentinien ist die Frage nach dem Ballbesitz. Klar ist: Beiden Mannschaften geht es grundsätzlich besser, wenn sie den Ball oft in den eigenen Reihen halten können. Mehr Ballbesitz hilft schließlich nicht nur bei der Spielkontrolle, sondern sorgt auch dafür, dass es weniger Situationen gibt, in denen man verteidigen muss. Weil beide Mannschaften im Spiel gegen den Ball am ehesten Schwächen haben, haben beide daran voraussichtlich ein hohes Interesse.

Weil den Teams Zeit zum Üben fehlt, ist das Spiel bei der WM simpler geworden. Wieso schießen plötzlich alle aus der Ferne? Und werden große Klubs tief verteidigen, wie es auch Spanien oder England taten?

Ein Trainer ohne Star-Attitüde schmiedet Spaniens „selección“ zur Einheit: Luis de la Fuente wählt den Passendsten statt des Prominentesten – und liegt damit weit vor der Konkurrenz.

Die WM belegt Veränderungen im Status des Fußballs. Den Deutschen stellt sich die Frage, ob sie eine über den Sport hinausgehende Schwierigkeit haben bei der Übernahme von individueller Verantwortung innerhalb gemeinschaftlicher Aufgaben.

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