FAZ 16.03.2026
16:20 Uhr

(+) „The Madison“ bei Paramount+: Ist es wirklich eine gute Idee, aufs Land zu ziehen?


In der Serie „The Madison“ prallen Gegensatzklischees aufeinander. Bodenständige Typen vom Land treffen auf hochnäsige Städter. Dank der Hauptdarsteller Michelle Pfeiffer und Kurt Russell geht das gut.

(+) „The Madison“ bei Paramount+: Ist es wirklich eine gute Idee, aufs Land zu ziehen?

Ein weitläufiges Tal, durch das vor einer atemberaubenden Bergkulisse ein Fluss mäandert. Goldenes Licht. Kernige Männer, die kunstvoll ihre Angelschnüre zum Fliegenfischen schwingen. Dass diese Idylle der Vorstellungskraft von Taylor Sheridan entstammt, Macher der Cowboy-Seifenoper „Yellowstone“ und einer der meistbeschäftigten Fernsehmacher Amerikas, ist leicht zu erkennen. Und wie fast immer in den Werken („1883“, „1923“, „Tulsa King“, „Landman“) des ehemaligen Schauspielers, der aus Frust über mittelmäßige Drehbücher vor 15 Jahren selbst den Stift in die Hand nahm, stehen diesem Paradies und seinen bodenständigen Bewohnern die Stadt, die Zivilisation, die vermeintlich „Kultivierten“ als Antagonisten gegenüber.

Eine Technik, die will, dass wir denken: Der Schock namens „Künstliche Intelligenz“ ist noch nicht verdaut, da naht der nächste – die Quantenära. Sie wird noch stärker in unsere Denkprozesse eingreifen als die KI.

Sogar mit Michel Foucault hätte er sich nach eigenen Worten anfreunden können. Über die erstaunlichen Einsichten Starnberger Kneipengespräche mit meinem Nachbarn Jürgen Habermas.

Riesige Begeisterung im Saal: Die Oper Dortmund zeigt in Verbindung mit dem Palazzetto Bru Zane die Oper „Mazeppa“ der Chopin-Schülerin Clémence de Grandval.

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