FAZ 10.03.2026
10:33 Uhr

(+) WM in Zeiten des Chaos: Infantino prägt das Bild des Fußballs


Der Fußball kann nichts für das Bild, das die Welt und der WM-Gastgeber USA abgeben – aber er muss sich dazu verhalten. Bisher ist FIFA-Präsident Gianni Infantino der Einzige, der das tut. Und alle lassen ihn machen.

(+) WM in Zeiten des Chaos: Infantino prägt das Bild des Fußballs

Es gibt Dinge, für die Gianni Infantino herzlich wenig kann. Er kann nichts dafür, dass es in einem der Gastgeberländer seiner WM die Sorge gibt, vom anderen Gastgeber annektiert zu werden. Er kann nichts dafür, dass es im wichtigsten Gastgeberland Menschen gibt, die in Furcht vor bewaffneten Abschiebetrupps leben müssen. Er kann auch nichts für Amerikas Angriff auf Iran (den es gar nicht mehr gebraucht hätte, um die Lage mit Blick auf die WM ziemlich chaotisch erscheinen zu lassen, aber das stört Donald Trump natürlich nicht).

Der Islamwissenschaftler Sebastian Sons erklärt, was der Irankrieg für den Sport im Nahen Osten bedeutet, warum die WM in den USA noch politischer sein wird als die in Qatar – und er sagt, was er dem DFB deshalb rät.

Seit 2024 wollen die Besitzer der Vancouver Whitecaps das Fußballteam verkaufen – und scheitern damit bislang krachend. Ist Thomas Müller nur ein Appetizer, um das Team attraktiver zu machen?

Dominiert der FC Bayern auch in Europa? Kann Paris St. Germain seinen Titel verteidigen? Oder ist es doch das Jahr des FC Arsenal? Die große F.A.Z.-Rangliste vor dem Achtelfinale der Champions League.

Sportredakteur.

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