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19.03.2026
08:01 Uhr
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So etwas hat man in Leipzig noch nicht erlebt. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wird bei der Eröffnungsfeier der Buchmesse mit Buhrufen empfangen. Dabei liebt er doch alle.

Die Eröffnungsfeier der Leipziger Buchmesse am gestrigen Abend im Gewandhaus war schon relativ weit fortgeschritten, als Barbi Marković, vor zwei Jahren mit ihrem Roman „Minihorror“ Gewinnerin des Preises der Leipziger Buchmesse und diesmal Laudatorin für Miljenko Jergović, den Gewinner des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung, von ihrem Manuskript abwich – und dann doch wieder zurückruderte: „Hier wollte ich noch ganz dezent etwas über die Buchhandlungen einwerfen, aber ich glaube, die Geschichte hat sich erledigt.“ Riesenjubel im Saal, denn jeder verstand, was gemeint war. Aber hatte Marković verstanden, was geschehen war?
Am Mittwochabend wird die Leipziger Buchmesse feierlich eröffnet. Mit dabei als Redner soll Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sein, der gerade weder unter der Buchbranche noch in Leipzig selbst viele Freunde haben wird.
Raupen, die aussehen wie Zweige, und Kakadus, die Mülltonnen öffnen: Norbert Sachser und Niklas Kästner zeigen, wie sich Tiere ans Anthropozän anpassen oder scheitern.
Elf Freunde mussten sie nicht sein, sondern nur zusammenhalten: Wie Deutschland 1990 Fußball-Weltmeister wurde, ist jetzt im Kino zu sehen. Am besten Taschentücher mitnehmen.
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