FAZ 14.03.2026
20:09 Uhr

(+) Zukunft der Oper: Oper muss Stadtgespräch sein!


Nicht die Regie, sondern die fehlende Balance von Bauten, Tarifen und Stoffen ist eine Gefahr für das Musiktheater. Eine Analyse des Stuttgarter Opernintendanten.

(+) Zukunft der Oper: Oper muss Stadtgespräch sein!

Eines vornweg: Um die Zukunftsfähigkeit der Oper als Kunstform ist mir nicht bange – die condition humaine wird mit gesungenen Geschichten erträglicher. Aber um einen gelungenen Opernabend zu realisieren, benötigt es die harmonische Balance von dreierlei: von der Oper als Kunstform, den dahinterstehenden Beteiligten und schließlich den Räumen, in denen Opern stattfinden. Um die fragile Konstellation dieser drei Aspekte mache ich mir durchaus ernste Sorgen. Der Zustand der Gebäude „brennt“ fast überall: Im Festspielbezirk in Salzburg, im Nationaltheater München, in Frankfurt, in Stuttgart. Die Unterstützung der Institutionen in den öffentlichen Haushalten sinkt, und diejenigen Häuser, die die Attraktivität der Kunstform mit traditionellen Mitteln wie den immer gleichen Werken des Standard­repertoires oder sogenannten Stars erhalten wollen, leiden unter Auslastungsschwund. Welche kulturpolitischen Entscheidungen bauen auf welche Erkenntnisse und agieren mit welchen Strategien?

Nicholas Potter beschreibt den autoritären Drift der Linken: Warum Gaza für viele zum Radikalisierungsmoment wurde, wie Nuancen verschwinden – und warum am Ende auch Pressefreiheit und Debattenkultur unter Druck geraten.

Wie haben es ausgerechnet Witzfiguren wie Elon Musk und Mark Zuckerberg zu derart großem Einfluss gebracht? Und wie üben sie ihn aus? Der Literaturwissenschaftler Adrian Daub analysiert die Formen der Herrschaft im Silicon Valley.

Vor hundert Jahren wurde die armenische Hauptstadt grundlegend umgestaltet. Mkrtitsch Armens verspielter und hochliterarischer Roman „Jerewan“ von 1931 fängt das Dilemma eines jungen Architekten ein, der seine Heimat vernichten soll, um die Stadt der Zukunft zu bauen.

Schlagworte: