Nach diesem Dienstag werde nichts mehr sein wie zuvor. Das sagten noch am Tag und in der darauffolgenden Woche viele. Am 11. September 2001 waren nicht nur zwei Wolkenkratzer zum Einsturz gebracht worden. Die ganze westliche Welt sei erschüttert, hieß es. Der Terroranschlag hatte sie an die politischen Voraussetzungen ihrer Produktion von Wohlstand erinnert, an die Schutzbedürftigkeit ihrer Zivilisation. Er hatte sie daran erinnert, dass sie nicht nur Konkurrenten und Nachzügler hat, sondern Feinde. Feinde, die nicht um Teilhabe bitten oder um Beihilfe beim Versuch, sich dieser Zivilisation zu assimilieren oder zu ihr aufzuschließen. Der Anschlag galt nicht zufällig einem Gebäudekomplex, der „World Trade Center“ hieß. Er war die Zerstörung eines Symbols, kein gewalttätiger Antrag auf Entwicklungshilfe.
