Der deutsche Leitindex hat am Montag seine Anfang Juli aufgestellte Bestmarke von 25.900,10 Punkten übertroffen und stieg am Montag in der Spitze um 1,5 Prozent auf 26.010,56 Punkte. Schon in der vergangenen Woche hatte der Dax dank einer Erholung im Technologiesektor eine dreiwöchige Schwächephase beendet und um gut zwei Prozent zugelegt. Aktien-Stratege Mislav Matejka von JP Morgan hob die bisher gut laufende Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks positiv hervor. Das Gewinnwachstum sei besser als am Markt erwartet. Alle Sektoren in den Vereinigten Staaten und fast alle in Europa zeigten ein im Vergleich zum Vorjahresquartal höheres Wachstum beim Ergebnis je Aktie. Technikaktien im Blick Wie in den USA und Asien legten auch hierzulande vor allem Technologieaktien wieder spürbar zu, wobei vor allem auf starke Vorgaben von US-Technologiegiganten verwiesen wurde. Dort hatten jüngst erst Microsoft und dann auch Amazon mit ihren Quartalsberichten überzeugt. Der M-Dax der mittelgroßen Werte gewann 1,4 Prozent auf 32.413 Punkte. Für den Euro Stoxx 50, Leitindex der Eurozone, ging es um 0,7 Prozent nach oben. Nachdem US-Präsident Donald Trump am Wochenende neue Gespräche mit Iran angekündigt und gleichzeitig einen Großangriff abgesagt hatte, gaben die Ölpreise zum Wochenauftakt kräftig nach. Dadurch schwinden Inflationsängste und auch Sorgen vor steigenden Leitzinsen. Bei den Einzelwerten rückten die Aktien der Deutschen Telekom um zwei Prozent vor. Dem US-Nachrichtendienst „Semafor“ zufolge gibt es bei T-Mobile US-Aktionären und US-Regulierern Widerstand gegen mögliche Pläne für eine milliardenschwere Fusion mit der Muttergesellschaft. Gefragt waren die Titel des Industrie- und Autozulieferers Stabilus, der endgültige Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegte. Die im S-Dax gelisteten Aktien stiegen rund 2,5 Prozent. Ölpreis fällt deutlich Der Preis der Ölsorte Brent zur Lieferung im Oktober fiel um zeitweise 7,3 Prozent, womit das Nordseeöl 81,55 Dollar je Barrel (Fass zu 159 Liter) kostete. Trump hat einen geplanten Angriff auf Iran nach eigenen Angaben teilweise als Reaktion auf Bitten von US-Verbündeten im Nahen Osten abgesagt. „Es wäre der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen“, sagte Trump am Sonntag vor Reportern an Bord der Air Force One. „Wir werden jetzt einfach sehen, ob wir eine Einigung erzielen können.“ Er fügte hinzu: „Ich habe nicht vor, Menschen zu töten.“ Da der Ölpreis-Einbruch die Sorgen zum Inflationsausblick abschwächte, legten amerikanische Staatsanleihen über die gesamte Laufzeitenkurve zu. Die Rendite zehnjähriger Treasuries sank um vier Basispunkte auf 4,69 Prozent, nachdem sie in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit Januar 2025 gestiegen war. Goldpreis legt zu Der Goldpreis zog um bis zu 0,9 Prozent an auf rund 4.080 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) Unze. „Der Rückgang spiegelt die Erleichterung darüber wider, dass eine weitere Eskalation vermieden wurde“, sagte Takahiro Asaoka, Rohstoffanalyst beim Itochu Research Institute.
