In einer Sparkassen-Filiale in Mönchengladbach haben Täter mutmaßlich rund 30 Schließfächer aufgebrochen. Zu dem Vorfall soll es während der Öffnungszeiten des Kreditinstituts gekommen sein. Zum möglichen Schaden machte die Bank zunächst keine Angaben. Nach Angaben der Polizei konnten die Täter mit Beute flüchten. Die Ermittler gingen von zwei Tätern aus. Sie hätten insgesamt 29 Schließfächer aufgebrochen und sich etwa eine halbe Stunde lang in dem Schließfachraum aufgehalten. An weiteren 14 Fächern stellten die Ermittler Hebelspuren fest. Insgesamt befänden sich dort 1700 Schließfächer. Nach Angaben der Sparkasse wurden die Unbekannten während der Tat von Kunden und Mitarbeitern gestört. Der genaue Ablauf war zunächst unklar. Die Polizei veröffentlichte Beschreibungen der beiden Tatverdächtigen und richtete eine Ermittlungskommission ein. Man arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen, erklärte die Sparkasse. „Über weitergehende Erkenntnisse werden wir informieren, wenn solche gesichert vorliegen“, erklärte das Kreditinstitut. Der WDR zitierte den Vorsitzenden der Stadtsparkasse Mönchengladbach, Antonius Bergmann, mit den Worten, dass seine Mitarbeiter schnell reagiert und damit Schlimmeres verhindert hätten. Trotzdem bleibt die Frage, wie es überhaupt dazu kommen konnte. „Es ist ein wirklich ärgerlicher Vorfall. Und Vertrauen ist in so einer Situation schwierig wieder aufzubringen. Genau deswegen recherchieren wir sehr genau: Was ist passiert?“, sagte Bergmann. Die beiden Tatverdächtigen, die durch Kameras aufgenommen wurden, trugen auffällige Kleidung, heißt es bei dem Sender. Einer der Männer trug demnach eine violettblaue Jacke, eine zweifarbige Hose in Braun und Lachsrot, Wander- oder Arbeitsschuhe sowie einen violettblauen, tief ins Gesicht gezogenen Anglerhut. Außerdem führte er einen schwarzen Koffer-Trolley mit sich und trug beim Verlassen der Filiale einen dunklen Rucksack. Der zweite Tatverdächtige war den Angaben zufolge mit einer braunen Jacke, einem dunkelgrauen T-Shirt, hellblauer Jeans, Wander- oder Arbeitsschuhen sowie einer beige-dunkelgrauen Kappe bekleidet. Auch seine Kappe war ihm tief ins Gesicht gezogen. Er hatte einen dunklen Einkaufstrolley dabei. Ende 2025 hatte ein großangelegter Einbruch in einer Sparkasse in Gelsenkirchen für Aufsehen gesorgt. Unbekannte brachen dabei mehr als 3000 Schließfächer auf. Sie waren zuvor über die Tiefgarage in einen Archivraum der Bank und von dort aus mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank eingedrungen.
