FAZ 12.05.2026
08:23 Uhr

Bis zwei Zentimeter: Die Eisheiligen bringen Schnee in den Bergen


Pünktlich zu den Eisheiligen ist in den Hochlagen Schnee gefallen. Im Bergland taut die dünne Schneeschicht tagsüber auf.

Bis zwei Zentimeter: Die Eisheiligen bringen Schnee in den Bergen

Winterliches Bild in den Bergen: In den Hochlagen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist Schnee gefallen. Eine matschige Schneedecke aus ein bis zwei Zentimetern ist am Morgen oberhalb von 600 Metern vorzufinden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Auf den Straßen blieben die Flocken eher nicht liegen, hieß es. Heute sind laut DWD im Flachland Höchsttemperaturen von acht bis dreizehn Grad zu erwarten. In den drei Bundesländern soll es stark bewölkt werden und immer wieder Schauer und Gewitter sowie Graupel geben. Im Bergland taut die dünne Schneeschicht tagsüber auf. Die Tiefstwerte fallen in der Nacht zum Mittwoch auf sechs bis drei Grad. In den Hochebenen liegen die Temperaturen um null Grad. Am Mittwoch ist weiterhin mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Temperaturen steigen auf maximal 13 bis 16 Grad. Im Bergland kann es teilweise stürmisch werden. Am Donnerstag bleibt es den Angaben zufolge ähnlich wechselhaft. Ein wenig Sonnenschein ist jedoch auch möglich. Der Schneefall kommt pünktlich zu den Eisheiligen. Nach einer alten Bauernregel gelten als Eisheilige die Tage vom elften bis fünfzehnten Mai. Demnach soll dann der letzte Nachtfrost des Jahres auftreten. Viele Hobbygärtner verfolgen die Entwicklung derzeit besonders aufmerksam. Die Eisheiligen gelten seit Jahrhunderten als mögliche Phase für späte Kälterückschläge im Mai, die jungen Pflanzen schaden können. Meteorologisch sind sie allerdings kein festes Naturgesetz, sondern eine überlieferte Bauernregel – ähnlich wie Schafskälte oder Altweibersommer. Dennoch warten viele traditionell ab, bevor sie empfindliche Pflanzen dauerhaft ins Freie setzen.