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11.05.2026
12:11 Uhr
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Einbruch von 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr +++ Bund verlängert Garantie für Raffinerie Schwedt +++ Kühne kauft Aktien der Lufthansa zu +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Bericht: Softbank soll Milliarden in Frankreich investierenDer japanische Technologie-Investor Softbank liebäugelt einem Medienbericht zufolge mit einer milliardenschweren Investition in Frankreich. Die Beteiligungsfirma des Unternehmers Masayoshi Son wolle bis zu 100 Milliarden Dollar ausgeben, unter anderem für den Bau von KI-Rechenzentren, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf Insider. Die Projekte würden voraussichtlich in den kommenden Wochen offiziell vorgestellt. Details stünden jedoch nicht fest, daher könnte sich das Investitionsvolumen noch verändern. Softbank war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.Weltweit bauen Staaten und Unternehmen für mehrstellige Milliardenbeträge neue Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Softbank ist gemeinsam mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI und dem SAP-Rivalen Oracle am US-Projekt „Stargate“ beteiligt, in dessen Rahmen KI-Infrastruktur im Volumen von 500 Milliarden Dollar gebaut werden soll. Daneben hat sich der japanische Investor für 30 Milliarden Dollar bei OpenAI eingekauft.
Kühne stockt bei Lufthansa aufEinen Tag vor der Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa hat deren Großaktionär, der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne, weitere Aktien des Konzerns erworben. Wie aus den Angaben auf der Konzernseite zur Aktionärsstruktur hervorgeht, hält die Gesellschaft Kühne Aviation GmbH nun leicht mehr als 20 Prozent der Lufthansa-Anteile. Schon zuvor war Kühne größter Aktionär des Flugkonzerns, allerdings mit einem Anteil von 15,01 Prozent, der in dieser Höhe seit dem Sommer 2022 bestand. Das Lufthansa-Management muss an diesem Dienstag auf der Konzernhauptversammlung den Anteilseignern Rede und Antwort stehen. Die Herausforderungen durch den wegen des Irankriegs gestiegenen Kerosinpreis, die andauernde Sanierung der zwischenzeitlich defizitären Kernmarke Lufthansa, Verzögerungen in der Flottenmodernisierung und bei Einführung der neuen Allegris-Einrichtung, um Passagieren auf Langstreckenflügen mehr Komfort zu bieten, werden Themen sein.
Bundeswirtschaftsministerin Reiche: „Gute Gespräche mit Polen“ zur PCK RaffinerieBundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sich bei einem Besuch der PCK Raffinerie in Schwedt zuversichtlich zur Versorgung der Raffinerie mit zusätzlichen Rohölmengen über den Hafen Danzig geäußert. „Wir sind in guten Gesprächen mit der polnischen Regierung“, sagte Reiche über die laufenden Verhandlungen mit Warschau, die auch am Wochenende fortgesetzt wurden. Die zusätzlichen Mengen für die PCK Raffinerie über Danzig werden gebraucht, weil Russland Anfang Mai den Transit von Öl aus Kasachstan über die Pipeline Druschba nach Schwedt gestoppt hat. Die PCK gehört mit einer Verarbeitungskapazität von knapp zwölf Millionen Tonnen Rohöl zu den größten Raffinerien in Deutschland und versorgt weite Teile von Ostdeutschland, Berlin und den Hauptstadtflughafen BER mit Kraftstoff. Rosneft Deutschland, der Mehrheitseigentümer der Raffinerie, sucht nach einer Alternative für den Transport von jährlich zwei Millionen Tonnen Rohöl, die über die Druschba Pipeline angeliefert wurden. Im Hafen Danzig gibt es dafür Kapazität. Eine Belieferung der deutschen Tochtergesellschaft des russischen Ölkonzerns Rosneft hat Polen bisher aber ausgeschlossen, auch wenn Rosneft Deutschland seit mehr als drei Jahren unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur steht. „Wenn Marktkräfte vorhanden sind, wird das Öl seinen Weg dahin finden, wo es gebraucht wird“, sagte PCK-Geschäftsführer Ralf Schairer beim Antrittsbesuch der Bundeswirtschaftsministerin in der Raffinerie. In den Gesprächen zwischen Berlin und Warschau wirken allerdings auch politische Kräfte. Über Details aus den Verhandlungen und zum weiteren Fahrplan äußerte sich Reiche am Montag nicht. Man könne nur „dankbar sein für die europäische Solidarität“, sagte sie zum bisherigen Verlauf der Gespräche. Den rund 1200 Beschäftigten der PCK Raffinerie sicherte Reiche eine Verlängerung der bestehenden Beschäftigungsgarantie zu.
Bund verlängert Garantie für Raffinerie Schwedt Der Bund verlängert die Beschäftigungsgarantie für die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt um ein halbes Jahr ab Juli. „Mit der Verlängerung der Beschäftigungsgarantie geben wir Perspektive und Sicherheit“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen Schwedt langfristig stärken, industrielle Wertschöpfung sichern und neue Perspektiven für die Region schaffen.“ „Die Beschäftigten der PCK leisten täglich einen entscheidenden Beitrag dazu, die Energieversorgung im Nordosten Deutschlands sicherzustellen - unter Bedingungen, die weiterhin herausfordernd bleiben. Deshalb ist klar: Bund und Land stehen an der Seite des Standorts“, so die Wirtschaftsministerin. Die Sorgen um die Zukunft der Raffinerie bei den rund 1.200 Beschäftigten sind groß. Die Anlage versorgt weite Teile des Nordostens Deutschlands und Berlins mit Sprit, Heizöl und Kerosin.
Eon will mit Übernahme in Großbritannien wachsenDer in Essen ansässige Energieversorger Eon kauft in Großbritannien zu und vergrößert damit sprunghaft seinen britischen Kundenkreis. Das Unternehmen habe eine Vereinbarung zur Übernahme des britischen Energieanbieters Ovo geschlossen, teilte der Konzern am Montag mit und gab bekannt, dass die Zahl der dortigen Kunden damit von jetzt 5,6 Millionen auf 9,6 Millionen steigen werde. So würde einer der größten britischen Versorger entstehen. Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen würde Eon in Großbritannien einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge einen Marktanteil von etwa 27 Prozent im Bereich der privaten Stromversorgung erreichen und damit Octopus Energy überholen.Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Allerdings war schon im Vorfeld bekannt, dass Ovo auf der Suche nach Investoren war, um seine Finanzen zu stärken und regulatorische Mindeststandards einzuhalten. Die amerikanische Bank JPMorgan hatte daher mit einem „relativ günstigen Kaufpreis\" gerechnet. „Großbritannien ist für Eon ein wichtiger Wachstumsmarkt, insbesondere für Flexibilitäts- und kundenorientierte Energielösungen“, ließ sich Eon-Vertriebsvorstand Marc Spieker zitieren. Die britische Wettbewerbsbehörde muss der Transaktion noch zustimmen. Ein Abschluss werde in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres erwartet, teilte Eon weiter mit.
Kritischer Delivery-Hero-Großaktionär Aspex stockt Anteil aufDer kritische Delivery-Hero-Aktionär Aspex Management stockt seine Beteiligung an dem Essenslieferdienst auf rund 15 Prozent auf und verstärkt damit den Druck auf Vorstandschef Niklas Östberg. Der Großaktionär des Berliner Unternehmens, der niederländische Finanzinvestor Prosus, hat ein Aktien-Paket von fünf Prozent für rund 335 Millionen Euro an Aspex verkauft, wie der Prosus-Großaktionär Naspers am Montag mitteilte. Der Vermögensverwalter aus Hongkong zahlt 22 Euro je Aktie, das sind zehn Prozent mehr als der Schlusskurs vom Freitag. Prosus muss wegen der Übernahme des Rivalen Just Eat Takeaway seine Beteiligung an Delivery Hero auf Geheiß der EU-Wettbewerbshüter bis zum Spätsommer auf weniger als zehn Prozent abbauen.In einem ersten Schritt hatte Prosus ein Aktienpaket von 4,5 Prozent für 270 Millionen Euro an den US-Fahrdienst Uber verkauft, der mit „Uber Eats“ ebenfalls große Ambitionen als Essenslieferant hat. Mit dem Paketverkauf an Aspex kommt Prosus noch auf 16,8 Prozent der Anteile, mindestens sieben Prozent müssen also noch losgeschlagen werden.Mit der Aufstockung der Beteiligung bekommt Aspex auch mehr Gewicht auf der Hauptversammlung von Delivery Hero am 23. Juni. Prosus darf dort nicht selbst abstimmen, ihre Anteile werden von einem Treuhänder verwaltet.Aspex hatte sich angesichts des sinkenden Aktienkurses von Delivery Hero auf den Vorstand um Firmengründer Niklas Östberg eingeschossen.
Sächsischer Minister liebäugelt mit Chinesen als Partner für VW-Werk in ZwickauDer sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter schlägt chinesische Autobauer als Partner in der Produktion im Volkswagen-Werk in Zwickau vor. \"Es ist besser, industrielle Kompetenz bei VW in Sachsen weiterzuentwickeln und die Produktion abzusichern, als auf verlorenem Posten zu kämpfen und Wertschöpfung zu verlieren. Wir müssen mit der Zeit gehen. Deswegen: China ist eine Chance für Zwickau\", sagte der SPD-Politiker der \"Bild\"-Zeitung.Ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen Volkswagen und einem chinesischen Hersteller sei eine Möglichkeit. Diese könnten eine oder mehrere derzeit nicht ausgelastete Produktionslinien nutzen und Fahrzeuge in Sachsen fertigen. Voraussetzung seien klare europäische Regeln und Standards. \"Unser Maßstab ist nicht Ideologie, sondern industrielle Zukunftsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze bei VW in Sachsen.\" In Zwickau baut VW ausschließlich vollelektrische Autos wie den ID.3 oder den Audi Q4 e-tron. Nach Unternehmensangaben waren in dem Werk Ende 2025 8000 Menschen beschäftigt.
US-Autobranche an Trump: Kein Marktzugang für chinesische RivalenKurz vor der China-Reise des amerikanischen Präsidenten Donald Trump appelliert die US-Autoindustrie, keine Aufweichungen der Handelsbeschränkungen zuzulassen. Trump dürfe China keinen Zugang zum US-Automarkt gewähren, hieß es in Appellen von Branchenverbänden, Gewerkschaften und Abgeordneten. Sie warnen davor, dass chinesische Hersteller mit massiver staatlicher Unterstützung, einem Technologievorsprung bei Elektroautos und extrem niedrigen Preisen die heimische Industrie zerstören könnten.Trump hatte im Januar erklärt, er fände es großartig, wenn chinesische Autobauer Werke in den USA errichten und Amerikaner beschäftigen würden. Trump wird diese Woche Gespräche mit Chinas Präsidenten Xi Jinping in Peking führen und wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.
Aramco-Chef: Auf dem Weltmarkt fehlen rund eine Milliarde Barrel ÖlDem Weltmarkt fehlen nach Einschätzung des saudi-arabischen Ölkonzerns Saudi Aramco wegen des Irankriegs rund eine Milliarde Barrel Öl aus den vergangenen zwei Monaten. Selbst wenn die Lieferungen wieder anliefen, werde es dauern, bis sich die Energiemärkte stabilisierten, sagte Aramco-Chef Amin Nasser am Sonntag. Die weltweite Energieversorgung ist durch die iranische Blockade der Straße von Hormus stark eingeschränkt worden, was das Angebot verknappt und die Preise in die Höhe getrieben hat.„Unser Ziel ist einfach: den Energiefluss aufrechtzuerhalten, auch wenn das System unter Druck steht“, erklärte Nasser. Zuvor hatte Aramco für das erste Quartal einen Anstieg des Nettogewinns um 25 Prozent auf 32,5 Milliarden Dollar gemeldet. Die Wiederöffnung der Routen sei nicht gleichbedeutend mit einer Normalisierung eines Marktes, dem rund eine Milliarde Barrel Öl entzogen worden seien, sagte Nasser. Jahrelange Investitionsdefizite hätten die Belastung der ohnehin niedrigen weltweiten Lagerbestände zudem verschärft.Um die Straße von Hormus zu umgehen, nutzt Aramco verstärkt seine Ost-West-Pipeline und transportiert Rohöl von seiner Ostküste am Persischen Golf zum Roten Meer. „Unsere Ost-West-Pipeline, die ihre maximale Kapazität von sieben Millionen Barrel Öl pro Tag erreicht hat, hat sich als entscheidende Versorgungsader erwiesen und hilft dabei, die Auswirkungen eines weltweiten Energieschocks abzumildern“, erklärte Nasser.
Flughafenverband befürchtet Flugausfälle, die Millionen Passagiere betreffen könntenBis zu 20 Millionen Passagiere könnten dem Flughafenverband ADV zufolge an deutschen Flughäfen im Sommer wegen der anhaltenden Kerosinkrise von Flugstreichungen betroffen sein. Dies berichtete die Zeitung „Welt am Sonntag“ in einem Vorabbericht vom Samstag unter Berufung auf den Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), Ralph Beisel. „Das Best-Case-Szenario für 2026 ist eine Stagnation bei der Passagierentwicklung. Im Worst-Case-Szenario droht an manchen Flughäfen ein Kapazitätseinbruch von zehn Prozent. Hochgerechnet auf alle Flughäfen wären 20 Millionen Fluggäste betroffen“, sagte Beisel der Zeitung. Die Kerosinpreise seien seit mehr als zwei Monaten doppelt so hoch wie vor dem Krieg. Selbst wenn Treibstoff verfügbar sei, könnten Fluggesellschaften viele Verbindungen zu diesen Preisen nicht wirtschaftlich anbieten.Weitere Streichungen seien vor allem bei Billigfliegern und touristisch weniger bedeutsamen Zielen zu befürchten, erklärte der ADV-Chef weiter. Einige Ziele würden dann gar nicht mehr angeflogen, andere seltener und zu höheren Preisen. Beisel forderte staatliche Hilfen, um die Folgen der Krise abzumildern. „Kurzfristig braucht es eine Aussetzung der Luftverkehrssteuer, mittelfristig zumindest eine Halbierung“, forderte Beisel gegenüber der „Welt am Sonntag“.
Bahn kündigt Direktverbindung von Berlin nach Oslo an Reisende sollen ab Sommer 2028 mit der Bahn von Berlin direkt bis in die norwegische Hauptstadt Oslo fahren können – über Hamburg, die dänische Hauptstadt Kopenhagen sowie Malmö und Göteborg in Schweden. „Wir bringen gleich drei Hauptstädte über die Schiene zusammen“, sagt Michael Peterson, Fernverkehrsvorstand der Bahn, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Für die Direktverbindung wird die Deutsche Bahn mit den beiden Staatsbahnen in Norwegen und Dänemark zusammenarbeiten. Die Fahrt soll nach Angaben der Deutschen Bahn 14 bis 15 Stunden dauern. Die Verbindung wird rund 1000 Kilometer lang sein und damit eine der längsten Strecken in Europa. Zwei Zugpaare werden die Strecke demnach täglich fahren. Auf der neuen Verbindung soll der neue ICE L eingesetzt werden. Die Direktverbindung gehört zu zehn Pilotprojekten der EU-Kommission, die den grenzüberschreitenden Verkehr ausbauen will.
Spritpreise fallen auf tiefsten Stand seit zwei MonatenDie Spritpreise sind auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten gefallen. Ein Liter der Sorte E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Donnerstags 1,984 Euro, wie der ADAC mitteilt. Das waren 1,8 Cent weniger als am Mittwoch. Diesel sank um 3,1 Cent auf 2,025 Euro.Am Vortag war es sogar noch etwas deutlicher nach unten gegangen, sodass sich für beide Spritpreise kräftige Rückgänge ergeben. Für E10 ist es der niedrigste Preis seit dem 8. März, für Diesel der niedrigste seit dem 4. März. E10 hatte seither nur einmal im bundesweiten Tagesschnitt weniger als 2 Euro gekostet – am 1. Mai, dem Start des „Tankrabatts“, danach waren die Preise sukzessive gestiegen, was auch zu Debatten über die Weitergabe des „Tankrabatts“ führte.Zum aktuellen Rückgang dürfte vor allem der sinkende Ölpreis beigetragen haben, der seit einem Hoch am Montag deutlich nachgegeben hat. Dennoch war E10 am Donnerstag nur 14,2 Cent billiger als am 30. April, dem letzten Tag vor Einführung der Steuererleichterung, die pro Liter 16,7 Cent ausmacht. Diesel war 19 Cent billiger.
Porsche gibt Cellforce und zwei weitere Geschäftsbereiche auf – 500 Mitarbeiter verlieren ihren JobDer Sportwagenhersteller Porsche gibt drei nicht zur Autoproduktion gehörende Geschäftsbereiche auf. Es sind die ersten einschneidenden Maßnahmen von Michael Leiters, der die Verantwortung für das Stuttgarter Traditionsunternehmen im Januar übernommen hatte. Betroffen sind rund 500 Mitarbeiter, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das Unternehmen schließt das Batteriegeschäft der Tochtergesellschaft Cellforce komplett, nachdem die Produktion schon im vergangenen Jahr eingestellt worden war. Zuletzt waren noch rund 50 Mitarbeiter in der Entwicklung beschäftigt. Nachdem Porsche im September angekündigt hatte, sich wieder verstärkt auf Verbrennerfahrzeuge zu konzentrieren, gibt es für den Bereich „keine tragfähige Perspektive“ mehr. Porsche beendet zudem die Entwicklung und Herstellung von Antriebssystemen für Elektrofahrräder „aufgrund grundlegend veränderter Marktbedingungen“. Die Betriebsschließung der Tochtergesellschaft Porsche eBike Performance mit Standorten in Ottobrunn und Zagreb betrifft rund 350 Mitarbeiter. Außerdem schließt Porsche die Tochtergesellschaft Cetitec, die spezialisierte Software für Datenkommunikation entwickelt hatte. Hier verlieren 60 Mitarbeiter in Deutschland und 30 Mitarbeiter in Kroatien ihren Arbeitsplatz. Leiters hat angekündigt, den Autohersteller zu verschlanken, da das Unternehmen mit rückläufigen Auslieferungen in den USA und China sowie einer kostspieligen Umgestaltung seiner überambitionierten Elektrofahrzeugstrategie zu kämpfen hat.
Festo will rund 1.300 Stellen in Deutschland streichenDer Industrieanlagenbauer Festo will in Deutschland rund 1.300 Stellen streichen. Marktveränderungen, zunehmender Wettbewerb aus Asien und geopolitische Krisen forderten Festo stark heraus, teilte das Familienunternehmen aus Esslingen mit. Angesichts der verschärften Marktbedingungen setze man auf ein globales Transformationsprogramm zur Steigerung von Wachstum und Effizienz.Um den finanziellen Spielraum zu erreichen, den der Umbau erfordert, werde Festo in Deutschland seine Strukturen verschlanken, hieß es. Die Stellen sollen über verschiedene Bereiche hinweg abgebaut werden. „In den Abstimmungen sprechen das Unternehmen und der Betriebsrat darüber, wie dieser Stellenabbau möglichst verantwortungsvoll und sozialverträglich gestaltet werden kann. Details stehen noch nicht fest.“Deutliche Kritik an dem geplanten Stellenabbau kam von der IG Metall. „Das hat uns und die Beschäftigten eiskalt erwischt“, sagte Funktionär Max Czipf von der Gewerkschaft in Esslingen. Das Ausmaß der geplanten Maßnahmen sei überraschend und mache große Sorgen über die Auswirkungen auf die Arbeits- und Wirtschaftsregion. Die IG Metall Esslingen halte den Schritt für falsch. „Wer in dieser wirtschaftlichen Krise Jobs abbaut, verantwortet den Schaden am Industriestandort“, warnte er.