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19.03.2026
14:37 Uhr
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Samsung kündigt Rekord-Investitionen in KI-Ausbau an +++ Lanxess verschärft Sparkurs +++ Urheberrechtsklage gegen Anthropic wegen Songs von Rolling Stones und Co +++ Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.

Ölfeldausrüster SBO blickt auf VenezuelaDer österreichische Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) blickt angesichts des eskalierenden Krieges im Nahen Osten mit Sorge auf die globalen Lieferketten. Trotz eines Gewinnknicks im abgelaufenen Jahr sieht der Vorstandsvorsitzende Klaus Mader das Unternehmen aber gerüstet. Durch eine breite Diversifizierungsstrategie will sich die SBO künftig vom reinen Ölfeldausrüster zum Hochpräzisionstechnologie-Konzern wandeln. Der Krieg im Nahen Osten trifft eine für die SBO wichtige Region. Das größte Geschäftsrisiko sei aktuell die Störung der Transport- und Logistikwege, heißt es. Der sprunghafte Anstieg der Energiepreise sei gar nicht im Sinne des Unternehmens, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Der ideale Ölpreis für unser Geschäft wäre zwischen 70 und 90 Dollar\", erklärte er am Donnerstag anlässlich der Bilanzvorlage. Ein höherer Preis sei gefährlich, da er die Inflation antreibe und das Wirtschaftswachstum abwürge. Sollte der Konflikt im Nahen Osten zu nachhaltigen globalen Engpässen führen, rechnet Mader mit verstärkten Investitionen in anderen Förderländern wie den USA oder Südamerika. Speziell mit Blick auf Venezuela sieht er die SBO gut positioniert. Eine Wiederbelebung der dortigen Erdölindustrie passiere jedoch sofort, da die lokalen Verfahren veraltet seien und das Land einen massiven „Brain Drain\" erlitten habe. SBO sei jedoch durch Niederlassungen im texanischen Houston und in Mexiko geografisch nah am Markt und produziere exakt jene Ausrüstung, welche die großen Service-Unternehmen dort nun für den Wiederaufbau der Infrastruktur benötigen würden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr schrumpfte der Umsatz um 18,8 Prozent auf 455,3 Millionen Euro. Der Nettogewinn halbierte sich auf 23,6 Millionen Euro. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vor.
Samsung kündigt Rekord-Investitionen in KI-Ausbau an Der Technologiekonzern Samsung will im Zusammenhang mit dem KI-Boom in diesem Jahr umgerechnet rund 63,7 Milliarden Euro in den Ausbau der Chip-Produktionskapazitäten und Forschung investieren. Das Geld soll in den Ausbau des Geschäfts mit Halbleitern für Künstliche Intelligenz (KI) fließen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Seoul mit. Im laufenden Jahr sollen die Ausgaben um 22 Prozent gesteigert werden; damit will Samsung die Marktführerschaft von SK Hynix bei KI-Chips zurückerobern. Dieser hat sich zum dominanten Anbieter von Speichermodulen mit hoher Bandbreite für Nvidia entwickelt.Die Entscheidung von Samsung spiegelt eine strategische Neuausrichtung hin zu KI-getriebener Nachfrage wider. Samsung, SK Hynix und der US-Anbieter Micron Technology verzeichnen einen beispiellosen Nachfrageanstieg nach High-End-Speichern für KI-Anwendungen. Diese Produktionsverlagerung führt jedoch zu einem historischen Mangel an herkömmlichen Speicherchips, die in den meisten modernen Geräten - von Autos bis zu Smartphones - verbaut werden.Viele erwarten, dass sich die Lage zunächst verschärft, bevor sie sich bessert. SK Hynix bereite Maßnahmen zur Preisstabilisierung vor, sagte der Vorsitzende der SK Group, Chey Tae-won, diese Woche, ohne weitere Details zu nennen. Chey geht davon aus, dass der weltweite Mangel aufgrund der systembedingten Engpässe in der Halbleiterproduktion noch vier bis fünf Jahre andauern wird.
Lanxess verschärft Sparkurs Der unter der Branchenkrise ächzende Spezialchemiekonzern Lanxess reagiert mit einem weiteren Stellenabbau auf einen Gewinneinbruch und eine historisch niedrige Auslastung. 550 Jobs sollen nun wegfallen, rund zwei Drittel davon in Deutschland, wie Konzernchef Matthias Zachert am Donnerstag ankündigte. Dies solle sozial verträglich geschehen, doch könne er betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen. Bereits 2023 hatte Lanxess wegen des anhaltend schweren Fahrwassers den Abbau von 870 Stellen beschlossen, 460 davon in Deutschland, mit dem Ziel, ab 2025 dauerhaft rund 150 Millionen Euro einzusparen.Um die Kosten nun weiter zu senken, will Lanxess bis Ende 2028 weitere rund 100 Millionen Euro pro Jahr dauerhaft einsparen. Der Stellenabbau solle vor allem Verwaltungsfunktionen betreffen. Obwohl der Konzern einen sozialverträglichen Abbau anstrebt, schloss Zachert betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Über die bereits angekündigten Maßnahmen hinaus seien aber derzeit keine weiteren Stellenstreichungen und Standortschließungen geplant. Zusätzlich gelte für Tarifbeschäftigte zunächst eine 35-Stunden-Woche, für das Management gebe es eine Nullrunde bei den Gehältern.Für die Zukunft zeigte sich der Vorstandschef verhalten optimistisch. „Seit März ist eine erste Geschäftsbelebung spürbar“, sagte Zachert. „Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.“ Eine Belebung des Geschäfts erwarte er frühestens im zweiten Halbjahr, etwa durch das Infrastrukturpaket der Bundesregierung. Als Risiko nannte er den Krieg im Nahen Osten, der wahrscheinlich einen negativen Einfluss auf die Rohstoffkosten haben werde. Bei einem Fortbestand des Konflikts werde es in der Industrie zu weiteren Preisanstiegen kommen. Lieferkettenunterbrechungen seien derzeit jedoch nicht absehbar.Für das laufende Jahr 2026 stellte der Vorstand ein operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 450 und 550 Millionen Euro in Aussicht. Im Vorjahr war das um Sondereinflüsse bereinigte Ebitda um 16,9 Prozent auf 510 Millionen Euro gefallen, während der Umsatz um 10,9 Prozent auf 5,673 Milliarden sank. Die Aktionäre sollen eine stabile Dividende von zehn Cent je Anteilsschein erhalten.
Klagen gegen Tauschgeschäft von RWE und Eon scheitern Die Klagen von neun deutschen Stadtwerken gegen die Übernahme der RWE-Ökostromtochter Innogy durch Eon sind vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gescheitert. Der EuGH bestätigte am Donnerstag in Luxemburg die von der EU-Kommission 2019 erteilte Genehmigung. Die beiden Energieriesen hatten im März 2018 ein großes Tauschgeschäft angekündigt.Eon wurde so in erster Linie zum Strom- und Gaslieferanten und RWE vor allem zum Stromproduzenten und Großhändler. Genehmigt wurden drei Transaktionen. RWE übernahm Kraftwerke von Eon, Eon seinerseits die RWE-Ökostromtochter Innogy. RWE erwarb eine Beteiligung von 16,67 Prozent an Eon.Elf deutsche Stadtwerke befürchteten Nachteile für den Wettbewerb. Sie fochten die erste und zweite Genehmigung vor dem Gericht der Europäischen Union an, das die Klagen aber abwies. Neun der Kläger wandten sich daraufhin an den EuGH als nächsthöhere Instanz. Auch dort hatten sie aber keinen Erfolg. Vor einem Jahr bestätigte der EuGH bereits die erste Transaktion, nun auch die zweite, schreibt die Nachrichtenagentur AFP.
Aufräumen in der Elektromobilität drückt ZF tief ins Minus Die viel zu optimistische Einschätzung der Elektromobilität in den vergangenen Jahren kommt ZF teuer zu stehen. Der Zulieferer hat 2025 mehrere unprofitable Projekte beendet, für die das Unternehmen Aufträge im Glauben angenommen hatte, dass sich elektrische Autos viel schneller durchsetzen werden. Durch die dafür notwendigen Abschreibungen hat sich der Nettoverlust mehr als verdoppelt, wie ZF am Donnerstag bei der Jahresbilanzpressekonferenz in Friedrichshafen mitteilte. Er stieg von 1,059 Milliarden Euro 2024 auf nun 2,147 Milliarden Euro. „Die Bilanz zeigt die Last der Vergangenheit, das operative Geschäft weist in die Zukunft“, sagte ZF-Chef Mathias Miedreich. „Die Abschreibungen unprofitabler Projekte haben einen Einmaleffekt auf unsere Bilanz. Aber so nehmen wir Steine aus dem Rucksack für den Aufstieg in den kommenden Jahren.“ Die unprofitablen Projekte stammen zum großen Teil aus der Ära von Miedreichs Vorvorgänger Wolf-Henning Scheider, der von Herstellern Aufträge für elektrische Komponenten mit einem Volumen von mehr als 30 Milliarden Euro eingesammelt, dafür aber hohe Rabatte für konventionelle Getriebe für Verbrennungsmotoren gewährt hatte. Die in den vergangenen zwei Jahren auf den Weg gebrachten Sparprogramme haben das Unternehmen im Hinblick auf das Zukunftsgeschäft allerdings etwas stabilisiert. Der operative Gewinn (Ebit) stieg 2025 um 19 Prozent auf 1,748 Milliarden Euro, was bei einem um 6,3 gesunkenen Umsatz einer operativen Umsatzrendite von 4,5 Prozent entspricht. Im Vorjahr erwirtschaftete ZF noch eine Marge von 3,5 Prozent. „Dass unser Programm zu mehr Effizienz greift, nehmen wir als Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen“, sagte Miedreich weiter. „Performance und Profitabilität gehen vor Umsatz und Größe.“
Songs von Rolling Stones und Co: Urheberrechtsklage gegen AnthropicDie Bertelsmann-Musiksparte BMG hat Klage gegen das amerikanische KI-Unternehmen Anthropic eingereicht. BMG wirft Anthropic vor, für das Training seines KI-Programms Claude Songtexte genutzt zu haben, ohne dafür eine Erlaubnis einzuholen oder für die Verwendung zu bezahlen, sodass Claude die Lyrics in seinen Antworten reproduziert. In der im US-Bundesstaat Kalifornien anhängigen Klage werden insgesamt 493 Songs genannt, darunter beispielsweise \"What a Wonderful World\" (ursprünglich aufgenommen von Louis Armstrong), \"Kryptonite\" (3 Doors Down) und \"You Can’t Always Get What You Want\" (Rolling Stones). Von Anthropic lag zunächst keine Stellungnahme vor. Vor Gerichten sind zahlreiche Klagen von Verlagen, Verbänden, einzelnen Autoren oder Medienhäusern gegen KI-Unternehmen anhängig. Schon im Herbst 2023 hatten drei Musikverlage so auch Klage gegen Anthropic eingereicht. Die Verwertungsgesellschaft GEMA wiederum hatte vor dem Landgericht München zuletzt in erster Instanz gegen Open AI Recht bekommen. Auch in diesem Fall geht es um die Verwendung von Songtexten.
Bund will Fregatten bei TKMS kaufenDeutschland wird absehbar vier Fregatten bei TKMS kaufen, die als U-Boot-Jäger ab dem Jahr 2029 eingesetzt werden sollen. Damit sollen die Verabredungen mit der NATO erfüllt werden. TKMS, die neuerdings börsennotierte Tochtergesellschaft von Thyssenkrupp, hatte angeboten, für diesen Zweck die in vielen Ländern schon erprobte Mehrzweckfregatte Meko A-200 für die Bedürfnisse der Bundeswehr aufzurüsten und innerhalb von drei Jahren nach Vertragsabschluss das erste Schiff fertigzustellen. Um das Verfahren zu beschleunigen, hatte der Bund mit TKMS im Februar einen Vorvertrag geschlossen und für vorbereitende Arbeiten 50 Millionen Euro bezahlt. Dieser Vorvertrag ist jetzt durch einen Beschluss des Haushaltsausschusses um 240 Millionen Euro aufgestockt worden. Über konkrete Preise für die Meko-Fregatten ist noch nichts bekannt. Früheren Angaben zufolge rechnet man für knapp eine Milliarde Euro pro Schiff. Konkret bestellt werden sollen nun vier Schiffe. Nach Informationen der F.A.Z. wurde aber auch eine Option für vier weitere Schiffe vereinbart. Unabhängig davon will das Verteidigungsministerium offenbar am Bau der Fregatten F126 festhalten, die im Jahr 2020 in Auftrag gegeben wurden. Die ersten dieser Kampfschiffe sollten eigentlich im Jahr 2028 fertig sein, mittlerweile hat sich dieses Ziel aber auf das Jahr 2032 verschoben. Die niederländische Werft Damen, die den Zuschlag erhalten hatte, hat längst das Vertrauen der Bundeswehr verloren. Im Herbst 2025 wurde der Auftrag entzogen. Jetzt dürfte der Auftrag unter der Federführung der bisherigen Marine-Sparte der Lürssen-Gruppe (NVL) abgewickelt werden. NVL gehört neuerdings zu Rheinmetall.
Kirkland & Ellis durchbricht die Schwelle von 10 Milliarden DollarDie bisher schon umsatzstärkste Kanzlei der Welt, Kirkland & Ellis aus Chicago, hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet: 2025 steigerte Kirkland den Umsatz an ihren 23 Standorten weltweit um fast 20 Prozent auf 10,53 Milliarden Dollar. Damit ist Kirkland die erste internationale Großkanzlei überhaupt, die diese Marke erreicht.Die Treiber dürften weiterhin die Bereiche Übernahmen und Fusionen (M&A), Private Equity, Restrukturierung und Prozessführung sein. Das berichtet das Branchenmagazin „American Lawyer\" am Mittwoch, üblicherweise kommentiert die US-Kanzlei selbst diese Zahlen nicht. Laut verschiedenen M&A-Dienstleistern waren die Anwälte von Kirkland im vergangenen Jahr an Transaktionen im Wert von knapp 800 Milliarden Dollar beteiligt.Als weiterer Grund für das Wachstum wird die stetig wachsende Partnerschaft von Kirkland vermutet, da die Partner im Gegensatz zu angestellten Anwälten deutlich höhere Stundensätze verlangen können. In den letzten Jahren soll Kirkland, das in Deutschland mit Büros in München und Frankfurt vertreten ist, viele neue Partner intern ernannt haben. So geht das Beratungshaus Pirical nach einer Schätzung davon aus, dass die Sozietät allein im vergangenen Jahr weltweit 225 neue Partner ernannt hat. Laut eigenen Angaben arbeiten für Kirkland & Ellis auf der ganzen Welt mehr als 4.000 Anwälte.
Cum-Ex-Skandal: Deutsche Bank zahlt 29 Millionen Euro Die Deutsche Bank zahlt Millionen an den Fiskus, um einen Teil ihrer Verstrickungen im Cum-Ex-Steuerskandal loszuwerden. Im Streit um Steuerrückzahlungen für mehrere Cum-Ex-Fonds hat sich der Dax-Konzern mit dem Staat und anderen Banken geeinigt, heißt in einer dpa-Meldung.Bei zwei Fonds übernahm die Deutsche Bank 29 Millionen Euro der Steuerschuld und zahlte die Summe an das Bundeszentralamt für Steuern, wie aus ihrem Geschäftsbericht hervorgeht. Insgesamt ging es um eine Steuerschuld von 85 Millionen Euro. „Die Bank hat sich an einer einvernehmlichen „Pool-Lösung\" beteiligt, um Rechtsfrieden herzustellen\", sagte ein Deutsche-Bank-Sprecher. Zuvor hatte das „Handelsblatt\" berichtet. Demnach betrifft die Lösung die Spezialfonds Baca und JS Futures. Für sie sei die Deutsche Bank als Dienstleisterin aufgetreten und habe eine Finanzierung bereitgestellt. Damit ist der Cum-Ex-Komplex für die Deutsche Bank, bei der es 2022 eine Durchsuchung wegen der illegalen Aktiengeschäfte gegeben hatte, aber nicht erledigt. Im Geschäftsbericht der Bank sind weitere Cum-Ex-Ermittlungen aufgeführt. Das Geldhaus kooperiere mit den Strafverfolgungsbehörden, heißt es.
Bawag schielt nach IrlandDie Wiener Bank Bawag strebt die Übernahme der irischen PTSB (Permanent TSB) an. Ob ein verbindliches Angebot abgegeben werde, sei aber noch unklar, teilte Österreichs viertgrößtes Geldhaus mit. Auch auf einen möglichen Kaufpreis habe man sich noch nicht festgelegt. Zuvor hatte die Tageszeitung „Presse“ über die Kaufabsicht berichtet.Nach deren Darstellung ist die Bank bereit, 1,6 Milliarden Euro für das mehrheitlich im Staatsbesitz stehende irische Institut zu zahlen. An der Bank seien auch andere Institute wie die amerikanischen Beteiligungsgesellschaften Centerbridge Partners und Lone Star interessiert. Im ersten Halbjahr 2025 habe PTSB einen operativen Ertrag von 149 Millionen Euro erzielt.Mit der Übernahme würde Bawag die Kauftour der vergangenen Jahre fortsetzen. Zuletzt wurde das deutsche Privatkundengeschäft von Barclays und die niederländische Knab Bank erworben.
Unicredit baut bis zu 400 IT-Stellen in Deutschland abDie Mailänder Großbank Unicredit will Hunderte Stellen bei IT-Diensten in Deutschland streichen. Bis Ende 2027 sollen 300 bis 400 Jobs abgebaut werden, wie ein Konzernsprecher mitteilte. Der Prozess werde sozialverträglich ablaufen, im engen Austausch mit dem Betriebsrat. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ berichtet. Demnach sollen die Stellen, die bisher größtenteils in München angesiedelt seien, teils nach Rumänien verlagert werden.Bei den Jobs gehe es um eine separate Einheit von IT-Diensten für die Unicredit-Gruppe an verschiedenen deutschen Standorten, nicht um Arbeitsplätze bei der Hypovereinsbank (HVB), wie der Sprecher betonte. Ziel seien Kosteneinsparungen und eine stärker integrierte und einheitlichere Präsenz. Mit der HVB ist die Unicredit seit Jahren stark in Deutschland vertreten. Insgesamt hat die Mailänder Bank mehr als 8.000 Stellen in Deutschland, die allermeisten bei der HVB.Unicredit-Chef Andrea Orcel, der die Commerzbank übernehmen will und jüngst ein milliardenschweres Angebot ankündigte, betont immer wieder die hohe Profitabilität und Kostendisziplin in seinem Haus. Orcel sieht Chancen in einem kombinierten Geschäft von Commerzbank und HVB mit Privat- und Mittelstandskunden. Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter fürchten einen Stellenabbau bei der Commerzbank, sollte es zur Übernahme durch die Unicredit kommen.
Übernahmeangebot für Kautschukspezialist SemperitDer österreichische Gummi- und Kautschukkonzern Semperit hat im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich weniger verdient als zuvor. Unter dem Strich blieben nur 0,4 Millionen Euro übrig, was einem Minus von über 96 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Aktionäre sollen infolgedessen für 2025 keine Dividende erhalten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.Am Mittwochvormittag kam dann ein freiwilliges Übernahmeangebot des Mehrheitsaktionärs B&C Holding Österreich. Dieser möchte sämtliche ausstehende Aktien der Semperit, die rund 41,52 Prozent des Grundkapitals der Semperit entsprechen. Der Angebotspreis beträgt 15,00 Euro je Aktie, dies entspreche einer Prämie von rund 25 Prozent auf den Schlusskurs der Semperit-Aktie vom 17. März 2026, teilte B&C mit. Das Angebot unterliegt keiner Mindestannahmeschwelle. Die B&C-Gruppe hält derzeit rund 58,48 Prozent des Grundkapitals der Semperit.Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch Wertminderungen auf den Kundenstock im Bereich Flüssigsilikon. Zusätzlich drückten negative Währungseffekte infolge eines schwächeren US-Dollars auf das Finanzergebnis. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einer Rückkehr auf den Wachstumskurs.
Gewinnknick für Wasserkraftspezialist VerbundÖsterreichs führender Energieversorger Verbund bilanziert im vergangenen Jahr mit einer Ertragsdelle. Der Überschuss fiel gegenüber dem Vorjahr um 20,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Hauptgründe waren eine deutlich geringere Stromproduktion aus Wasserkraft sowie negative Effekte durch die verlängerte staatliche Gewinnabschöpfung. Den Aktionären der mehrheitlich staatlichen Gesellschaft wird eine Gesamtdividende von 3,15 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Diese setzt sich aus einer ordentlichen Dividende von 2,00 Euro und einer Sonderdividende von 1,15 Euro zusammen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand des zur Riege der großen Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa gehörende Unternehmen einen weiteren Ergebnisrückgang auf 900 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro.
Facebook-Konzern Meta gibt VR-Welt Horizon Worlds aufDer Facebook-Konzern Meta macht seine verlustreiche virtuelle 3D-Welt Horizon Worlds dicht. Sie werde noch bis zum 15. Juni als Version in virtueller Realität über die Quest-Computerbrillen des Unternehmens verfügbar sein, kündigte Meta an. Danach soll es nur eine Variante für Mobilgeräte wie Smartphones geben.Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte über Jahre versucht, virtuelle Realität (VR) als nächste Computer-Plattform zu etablieren. Auch die Umbenennung des Konzerns von Facebook zu Meta im Jahr 2021 hing damit zusammen: Der Name lehnt an die Bezeichnung „Metaverse“ für virtuelle Welten an.Das Interesse der Nutzer blieb jedoch überschaubar: Die Sparte Reality Labs, in der die Quest-Headsets und Horizon Worlds entwickelt wurden, schrieb Quartal für Quartal operative Verluste von mehreren Milliarden Dollar.