Die georgisch-deutsche Dramatikerin Nino Haratischwili erhält den Heine-Preis 2026 der Landeshauptstadt Düsseldorf. Ganz im Sinne Heinrich Heines trete die Theaterregisseurin und Autorin leidenschaftlich für den europäischen Gedanken, Freiheit und Grundrechte der Menschen ein, erklärte die Preisjury in ihrer Entscheidung am Donnerstag. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis soll rund um Heinrich Heines 229. Geburtstag am 13. Dezember verliehen werden. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) würdigte die 1983 in Tiflis geborene Preisträgerin als „beeindruckende literarische Persönlichkeit, die gesellschaftliche und politische Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet“. Ihre Bücher seien ein Appell für Freiheit und demokratische Grundwerte. Der Heine-Preis wird seit 1972 an Persönlichkeiten verliehen, „die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte des Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnis von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten“.
