Besser hätte es im wahrsten Sinne des Wortes kaum laufen können: Mit Streckenrekorden endete am Sonntag der dritte Mainzer Gutenberg-Halbmarathon. „Unser großer Wunsch, mit der Siegerzeit unter 60 Minuten zu bleiben, hat sich erfüllt“, resümierte ein zufriedener Renndirektor Jo Schindler. Der schnellste der Kenianer auf den ersten neun Plätzen, Dennis Kipkogei, bewältigte die 21,0975 Kilometer lange Strecke durch die Mainzer Innenstadt und den Stadtteil Mombach in 59:14 Minuten. Bei den Frauen setzte sich Beatrice Cheserek, ebenfalls aus Kenia, in 1:08:02 Stunde durch – auch dies eine neue Bestmarke. Dahinter überzeugte als beste Deutsche Blanka Dörfel in 1:08:06 Sekunden. Die Berlinerin schwärmte von der Stimmung an der Strecke, ein Eindruck, den alle befragten Läufer teilten, ob Spitzen- oder Freizeitsportler. Die insgesamt rund 17.000 Athleten, die im Halbmarathon, dem Zehn-Kilometer-Lauf oder mit den Schülerstaffeln unterwegs waren, fühlten sich von den zahlreichen Zuschauern getragen. Auch auf jenen Abschnitten, auf denen so manchen die direkte Sonneneinstrahlung arg zusetzte. Mit mehr als 20 Grad war es selbst dem einen oder anderen Profi etwas zu warm. „Mit ein paar Grad weniger wären wir eventuell schneller gewesen als Berlin“, sagte Schindler. Zur Siegerzeit des im April ausgetragenen Halbmarathons in der Hauptstadt fehlten den Mainzern nur knapp vier Sekunden. International schob sich der Gutenberg-Halbmarathon damit an die elfte Stelle. „Wenn wir es uns hätten aussuchen dürfen“, sagte Nino Haase, Oberbürgermeister der Fastnachtshochburg, „hätten wir genau diesen Platz genommen.“
