In einer Bankfiliale im rheinland-pfälzischen Sinzig ist es nach Angaben der Polizei zu einer Geiselnahme gekommen. Die Einsatzkräfte seien mit einem Großaufgebot vor Ort, hieß es von der Polizei. Es sei von „mehreren Tätern und Geiseln in der Bank auszugehen“, teilte die Polizei weiter mit. Bei einer Geisel handele es sich um den Fahrer eines Geldtransporters. Die Lage sei „statisch“. „Es handelt sich um eine Geiselnahme, das kann dauern“, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben um 9 Uhr über den Vorfall informiert. Die genaue Zahl der Geiseln und Täter nannte die Polizei aus taktischen Gründen nicht. Wie die Polizei am Mittag jedoch mitteilte, seien wohl keine Kunden unter den Geiseln. Es gebe auch keine Erkenntnisse über Tote oder Verletzte. Zum Vorgehen der Einsatzkräfte und zur möglichen Bewaffnung der Täter wollte eine Sprecherin auf Nachfrage der F.A.Z. ebenfalls keine Angaben machen, „damit man den Tätern keinen Vorteil verschafft“. Nach Angaben der Sprecherin handelt es sich bei der Filiale um eine VR-Bank. Die Polizei äußerte sich auch nicht dazu, ob Kontakt zu den Geiselnehmern besteht. Rund um die Bank sei umfangreich abgesperrt worden. „Für Bürgerinnen und Bürger, die sich außerhalb der Absperrung befinden, besteht zum derzeitigen Stand keine Gefahr“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Im Pfarrheim St. Peter wurde am Mittag eine Rettungsstation aufgebaut, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Es wurden rollbare Liegen vorbereitet. Vor dem improvisierten Lager standen Autos des Katastrophenschutzes Ahrweiler und des DRK. Einsatzkräfte bereiteten sich auf den Ernstfall vor. Einem Sprecher zufolge handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Er sprach von einem Verbands- beziehungsweise Behandlungsplatz. Sinzig ist eine verbandsfreie Stadt im Landkreis Ahrweiler. Sie hat rund 17.000 Einwohner.
