FAZ 10.08.2026
17:08 Uhr

Leichenteile im Müll: Tod während „satanischen Rituals“


Gegen eine 40 Jahre alte Frau wird ein Sicherungsverfahren eingeleitet. Sie soll bei einem „satanischen Ritual“ im Februar einen Mann getötet und zerstückelt haben.

Leichenteile im Müll: Tod während „satanischen Rituals“

Weil sie möglicherweise während eines „satanischen Rituals“ einen Mann getötet und die Leiche zerstückelt hat, leitet die Staatsanwaltschaft Darmstadt gegen eine 40 Jahre alte Frau wegen des Verdachts des Mordes ein Sicherungsverfahren ein. Wie die Behörde auf Anfrage der F.A.Z. erläuterte, könnte die Frau psychisch krank sein, so dass auch die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik in Frage komme. Am 25. Februar waren Leichenteile in mehreren Mülltonnen in Heusenstamm im Kreis Offenbach gefunden worden. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft hatte die Frau, die als Prostituierte tätig war, ihr Opfer in  einem Gewerbegebiet zufällig ausgewählt. Die Staatsanwaltschaft schließt aus, dass das Opfer freiwillig an dem Ritual teilgenommen hat. Details zur Identität des Toten hatten die Ermittler damals nicht genannt, mit Verweis auf das bevorstehende Verfahren geben die Staatsanwälte auch jetzt keine Einzelheiten zu dem „satanischen Ritual“ bekannt. Die Frau war zwei Tage nach der Tat festgenommen worden, als sie zu Fuß die Grenze zu Polen im brandenburgischen Schwedt zu überqueren versuchte.