FAZ 11.09.2026
22:20 Uhr

Leichtathletik-Premiere: Hammerwerfer Hummel ist Ultimate Champion


Merlin Hummel gewinnt bei dem erstmals ausgetragenen Leichtathletik-Wettbewerb nicht nur einen neuen Titel, sondern auch ein ordentliches Preisgeld.

Leichtathletik-Premiere: Hammerwerfer Hummel ist Ultimate Champion

Hammerwerfer Merlin Hummel hat den lukrativen Sieg bei einer Leichtathletik-Premiere gefeiert. Der 24-Jährige gewann bei der erstmals ausgetragenen Ultimate Championship in Budapest. Für den Erfolg mit einer Weite von 81,46 Metern kassierte Hummel 150.000 US-Dollar (rund 129.000 Euro) Preisgeld. „Jetzt mal Gold zu holen, ist natürlich erfrischend und ich kann mich dran gewöhnen, definitiv“, sagte der EM- und WM-Zweite, der diesmal nicht zu schlagen war. Hummel siegte souverän vor dem ungarischen Europameister Bence Halasz, der den Hammer auf 80,30 Meter schleuderte. Siege für Mahutschich, Duplantis und Ingebrigtsen Bis zum Sonntag geht es im Nationalen Leichtathletikzentrum von Budapest in insgesamt 26 Einzel- und zwei Mixed-Staffel-Wettbewerben jeweils um den Titel des „Ultimate Champion“. Mit dem erstmals ausgetragenen Wettbewerb will der Weltverband die Leichtathletik neu in Szene setzen. Insgesamt schüttet der Weltverband zehn Millionen US-Dollar (rund 8,6 Millionen Euro) aus – nach Angaben des Verbands das höchste Preisgeld, das jemals bei einer einzelnen Leichtathletik-Veranstaltung angeboten wurde. Vor 20.557 Zuschauern kürten sich auch einige Stars der Szene bei den Duellen zwischen Weltmeistern und Olympiasiegern und anderen Topathleten zu einem sogenannten „Ultimate Champion“: Die Ukrainerin Jaroslawa Mahutschich gewann den Hochsprung und der Norweger Jakob Ingebrigtsen siegte über 5.000 Meter. Armand Duplantis (6,20 Meter) ließ einmal mehr den Griechen Emmanouil Karalis (6,15) im Stabhochsprung hinter sich. Die Weltrekordhöhe von 6,32 Metern meisterte der Schwede aber nicht. Deutsche Mixed-Staffel auf Platz sechs Der erste Sieg des neuen Wettbewerbs ging an die 4x100-Meter-Staffel aus den USA in 39,64 Sekunden. Zweiter wurde Jamaika (39,72) vor Großbritannien (40,26). Das deutsche Quartett mit Kevin Kranz (Wetzlar), Jolina Ernst (Wattenscheid), Robin Ganter (Mannheim) und Sina Kammerschmitt (Mannheim) musste sich in 40,85 Sekunden mit Rang sechs zufriedengeben. Lange Vorkämpfe gibt es nicht bei diesem Wettbewerb. Dazu werden neue Showelemente ausprobiert. „Ich glaube, es ist mal gut, einen Anstoß zu haben und mal sich neu zu erfinden“, sagte Hummel. Auch innerhalb der Disziplinen gab es Varianten, so nur vier statt sechs Durchgänge im Hammerwurf. Hummel kam mit dem neuen Format gut zurecht, bei dem das Feld schrittweise von acht auf sechs und dann auf vier Teilnehmer reduziert wurde. Weltmeister und Olympiasieger Ethan Katzberg aus Kanada schied dagegen nach zwei Fehlversuchen schon nach zwei Durchgängen aus. „Ich hatte eh bei sechs Versuchen immer mal zwei, die scheiße sind, deswegen muss man die dann halt hier weglassen“, scherzte Hummel. Was er mit dem stolzen Preisgeld macht? „Erst mal Steuern zahlen und dann clever anlegen.“