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16.03.2026
00:07 Uhr
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Revolutionsgarde: Viele neuere ballistische Raketen noch nicht zum Einsatz gekommen +++ Irans Außenminister: „Wir werden weitermachen“ +++ Direkte Kämpfe zwischen Israel und Hizbullah in Südlibanon +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Trump verschärft Druck auf US-MedienUS-Präsident Donald Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Irankrieg erneuert. Der Republikaner warf ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten - „in enger Abstimmung“ mit Iran.Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und „Die linksradikale Presse weiß das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN“, schrieb der Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser „korrupten und hochgradig unpatriotischen „Nachrichten“-Organisationen“ nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.
Fünf Verletzte durch Raketenangriff auf Flughafen von BagdadBei einem Raketenangriff auf den internationalen Flughafen von Bagdad sind am Sonntag fünf Menschen verletzt worden. Es seien insgesamt fünf Raketen in Richtung des Flughafens abgefeuert worden, erklärten die irakischen Sicherheitskräfte. Raketengeschosse seien vor allem auf dem Gelände des zivilen Flughafens eingeschlagen, auf dem wegen der Irankrieges derzeit aber keine Maschinen starten und landen. Auf dem riesigen Flughafen-Gelände befindet sich auch eine diplomatische Vertretung der USA.Geschosse schlugen den Angaben zufolge auch nahe des Flughafens bei einer Wasseraufbereitungsanlage und einem Gefängnis ein, in dem Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) inhaftiert sind. Die irakische Regierung hatte sich erst kurz zuvor besorgt über Angriffe in der Nähe des Gefängnisses geäußert. Einschläge nahe dem Gefängnis Al-Karch weckten „Befürchtungen um die Sicherheit des Gefängnisses, in dem terroristische Hochrisiko-Häftlinge einsitzen“.
Brand am Flughafen DubaiBei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens beschädigt worden und in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte bemühten sich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, erklärten die Behörden des Emirats auf der Plattform X. Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall - und dem Ausmaß des Brandes - wurden zunächst nicht genannt. Daten der Webseite „Flightradar“ ließen darauf schließen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.
Israelische Armee startet „groß angelegte“ Angriffswelle auf TeheranDie israelische Armee hat am Montagmorgen nach eigenen Angaben eine „groß angelegte“ Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Dabei werde die Infrastruktur „des iranischen Terrorregimes in Teheran“ ins Visier genommen, teilte die Armee im Onlinedienst Telegram mit.
Trump und Starmer beraten über Blockade der Straße von HormusUS-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer haben über die Blockade der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus beraten. Starmer und Trump hätten „die anhaltende Lage im Nahen Osten und die Bedeutung einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus besprochen, um die Störung der globalen Schifffahrt zu beenden“, erklärte eine Sprecherin des Büros des britischen Premiers am Sonntag.Trump hatte am Samstag gefordert, andere Staaten sollten im Irankrieg die Schifffahrt durch die für die internationale Ölversorgung wichtige Straße von Hormus absichern. Dabei stieß er bei den Verbündeten aber auf zurückhaltende Reaktionen.Trump schrieb, „viele Länder“ würden sich beteiligen, und nannte China, Frankreich, Japan, Südkorea und Großbritannien. Die Bundesregierung hatte eine deutsche Beteiligung bereits am Freitag ausgeschlossen.
Macron telefoniert mit Irans Präsident PeseschkianFrankreichs Präsident Emmanuel Macron hat an seinen iranischen Kollegen Massud Peseschkian appelliert, dass Angriffe auf Länder in der Region sofort aufhören müssen. „Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen Angriffe, die Iran gegen die Länder der Region führt – sei es direkt oder über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak –, unverzüglich einzustellen“, schrieb Macron nach einem Telefonat mit Peseschkian auf der Plattform X. Er warnte Peseschkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschließlich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Mit Blick auf den Krieg sprach er von einer „unkontrollierten Eskalation“, die die gesamte Region in Chaos stürze, mit schwerwiegenden Folgen für heute und die kommenden Jahre. Opfer sei die Zivilbevölkerung – in Iran und überall in der Region.
Iran: 700 Raketen und 3600 Kampfdrohnen seit Kriegsbeginn abgefeuertIrans Luftstreitkräfte haben eigenen Angaben zufolge seit Kriegsbeginn 700 Raketen auf Ziele in Israel und US-Stützpunkte der Golfregion gefeuert. Daneben seien rund 3600 Kampfdrohnen für den Kamikazeeinsatz gestartet worden, berichteten die iranischen Onlineportale „Tabnak“ und „Avash“ unter Berufung auf einen Militärsprecher der Revolutionsgarden.General Ali Mohammed Naini, Sprecher der Revolutionsgarden, hatte dem iranischen Staatsfernsehen am Sonntag ein Interview gegeben. Auch die Nachrichtenagentur Fars, die der Elitestreitmacht nahesteht, zitierte daraus. Naini sagte demnach, dass viele der abgefeuerten Raketen aus alten Beständen stammten. Viele der ballistischen Raketen aus neuer Produktion seien noch nicht zum Einsatz gekommen, sagte der Sprecher.
Berichte über neue Angriffswelle auf TeheranIn der iranischen Hauptstadt Teheran haben Medien eine neue Angriffswelle gemeldet. Im Stadtzentrum nahe der Revolutionsstraße sei die Flugabwehr im Einsatz, berichtete das Onlineportal „Hammihan“ auf Telegram.In den sozialen Medien berichteten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über zahlreiche Explosionen in mehreren Stadtteilen der Millionenmetropole. „Geräusch von vier relativ starken Explosionen. Es regnet stark und es ist nicht klar, wo sie eingeschlagen sind“, hieß es in einem Post. Kampfjets und Drohnen sollen am Himmel zu hören gewesen sein.Die Bevölkerung ist nun seit mehr als zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Nachrichten dringen folglich nur schwer nach außen. Am Sonntag meldete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks zudem den Einbruch von Verbindungen bei einem der letzten Telekommunikationsnetzwerke.
Israelische Armee will „tausende“ weitere Ziele in Iran angreifenGut zwei Wochen nach Beginn des Krieges will die israelische Armee noch „tausende“ weitere Ziele in Iran angreifen. „Wir haben einen präzisen Plan“, sagte Militärsprecher Effie Defrin am Sonntagabend in einer Fernsehansprache. „Wir haben immer noch tausende Ziele in Iran und identifizieren jeden Tag neue Ziele.“ Die iranische Führung sei „geschwächt und wir werden sie noch weiter schwächen“, fügte Defrin hinzu.
Drei separate Vorfälle: UN-Soldaten in Libanon unter BeschussWieder sind im Libanon Friedenstruppen unter Beschuss geraten. Es habe sich um voneinander getrennte Vorfälle an drei verschiedenen Orten gehandelt, teilte die UN-Beobachtermission Unifil mit. Die Blauhelmsoldaten seien auf Patrouille in der Nähe ihrer Stützpunkte im Süden des Landes gewesen, als sie mutmaßlich von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen beschossen worden seien. Verletzt worden sei niemand. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Angreifern machte Unifil nicht.
Verletzte nach Raketenangriff im IrakIm Irak sind bei einem Raketenangriff im Bereich des Hauptstadtflughafens einem Bericht zufolge mindestens fünf Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten waren Angestellte des internationalen Flughafens, Sicherheitskräfte und ein Ingenieur, wie die staatliche Nachrichtenagentur INA berichtete.
Irans Außenminister: „Wir werden weitermachen“Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi will sich sein Land weiter verteidigen, bis es ein Einsehen der Vereinigten Staaten gebe. „Wir sind bereit, uns so lange zu verteidigen, wie es nötig ist“, sagte der iranische Chefdiplomat in der amerikanischen Fernsehsendung „Face the Nation“ bei CBS News. Man werde weitermachen, bis der amerikanische Präsident Donald Trump erkenne, dass es ein „illegaler“ Krieg ohne Aussicht auf Sieg sei. Auf die Frage der Moderatorin, ob der Iran um eine Waffenruhe gebeten habe, antwortete er: „Nein, wir haben nie um eine Waffenruhe gebeten, und wir haben auch nie um Verhandlungen gebeten.“ Der Sender NBC News hatte am Wochenende unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump berichtet, dieser habe gesagt, Iran wolle ein Abkommen schließen. Er wolle das aber nicht, weil die Bedingungen noch nicht gut genug seien.
Wadephul skeptisch gegenüber Ausweitung von EU-Mission AspidesBundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) schließt eine deutsche Beteiligung an einem Marineeinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus zum jetzigen Zeitpunkt aus. Für einen solchen Einsatz sehe er keine „unmittelbare Notwendigkeit – vor allen Dingen auch nicht, dass Deutschland sich beteiligt“, sagte Wadephul am Sonntagabend in der ARD. Der Minister forderte von den USA und Israel mehr Informationen über die Kriegsziele und die weiteren Planungen im Krieg gegen Iran.„Bevor wir über weitere Maßnahmen in der Zukunft reden, wollen wir erst einmal eingebunden werden in den Entscheidungsprozess“, sagte Wadephul. Die USA und Israel müssten „uns informiert halten, uns sagen, welche konkreten Ziele noch verfolgt werden, und dann gemeinsam mit uns darüber zu reden, wie man diesen Krieg beenden kann“.
Kapitänin der iranischen Fußball-Nationalmannschaft zieht Asylantrag zurückNach mehreren Mitspielerinnen hat iranischen Staatsmedien zufolge nun auch die Kapitänin der iranischen Fußball-Nationalmannschaft ihren Asylantrag in Australien zurückgezogen. Sahra Ghanbari werde in den kommenden Stunden über Malaysia zurück nach Iran fliegen, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. Damit änderten bereits fünf Mitglieder des iranischen Teams ihre Meinung und zogen ihre Asyl-Anträge zurück.