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05.10.2026
18:08 Uhr
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Jemenitische Truppen melden Einnahme von Meerenge Bab al-Mandab +++ Rückeroberung der Hauptstadt Sanaa gestartet +++ Staatsoberhaupt: „Bis das Land aus dem Griff der Miliz befreit ist“ +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Jemenitische Truppen beginnen mit Rückeroberung der Hauptstadt SanaaNach Beginn der Großoffensive haben die jemenitischen Regierungstruppen nach eigenen Angaben auch eine „strategische Offensive“ in der von den Huthis kontrollierten Hauptstadt Sanaa eingeleitet. Es gibt derzeit allerdings nur wenige Informationen über die Operation zur Rückeroberung der Stadt. Ein Armeesprecher teilte am Montag der dpa mit, die Armee habe insgesamt mehr als 1.100 Angriffe auf Stellungen der Miliz ausgeführt. Dabei seien Kampfflugzeuge, Artillerie, Raketen und Drohnen zum Einsatz gekommen. An der neuen Offensive gegen die Huthis beteiligte sich eigenen Angaben zufolge auch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition. Es bleibt weiterhin unklar, ob internationale Streitkräfte die von Saudi-Arabien geführte Koalition bei ihren Bemühungen unterstützen werden, die Huthis zu vertreiben und den Jemen zu sichern.Nach den jüngsten Geländegewinnen der von Iran unterstützten Huthi-Miliz hatte der von Saudi-Arabien unterstützte Präsidialrat des Jemen am Sonntag eine Offensive zur Rückeroberung aller Gebiete angekündigt. Die Staatsgewalt solle wieder auf das „gesamte Landesgebiet“ ausgedehnt werden, erklärte der jemenitische Präsidialratsvorsitzende Raschad al-Alimi.
Jemenitische Truppen melden Erfolge im Kampf gegen HuthisNach Beginn einer Großoffensive gegen die Huthi-Miliz melden die Streitkräfte der international anerkannten Regierung des Jemens die Einnahme strategisch wichtiger Gebiete an der Meerenge Bab al-Mandab. Ein Militärsprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, Einheiten hätten unter anderem den Flughafen der Küstenstadt Dhubab im Südwesten des Landes unter ihre Kontrolle gebracht.Die von den Huthi-Rebellen kontrollierte Nachrichtenagentur Saba dementierte die Berichte. Sie sprach von einem Versuch, Misserfolge und wiederholte Niederlagen zu vertuschen. Eine unabhängige Prüfung aller Angaben ist derzeit nicht möglich.
Jemenitische Regierungstruppen attackieren Huthi-Stellungen an Meerenge Bab al-MandabIm Jemen haben Regierungstruppen Stellungen der Huthi-Rebellen im Bezirk Dhubab nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab angegriffen. Dies teilten zwei Vertreter des Militärs mit. Die international anerkannte und vom benachbarten Saudi-Arabien unterstützte Regierung hatte am Sonntag eine Offensive zur Rückeroberung von Gebieten gestartet, die von den mit Iran verbündeten Huthis kontrolliert werden.
Explosionen nahe Tankschiff vor JemenEin Tanker hat der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO zufolge mehrere Explosionen in seiner Nähe rund 60 Seemeilen südlich der jemenitischen Hafenstadt Mokka im Golf von Aden gemeldet. Die Besatzung sei unversehrt, teilt die Behörde weiter mit. Es gebe keine Berichte über Umweltschäden.
Iranischer Ölminister Paknedschad zurückgetretenDer iranische Ölminister Mohsen Paknedschad ist nach Angaben des Präsidialamts in Teheran zurückgetreten. Zum Interimsnachfolger wurde per Dekret der Chef des staatseigenen Ölkonzerns National Iranian Oil Company, Hamid Boward, ernannt, wie der staatliche Sender Irib am Sonntag unter Berufung auf eine Erklärung des Büros von Präsident Massud Peseschkian berichtete.
Jemens Regierung kündigt Großoffensive gegen Huthi-Miliz anDie international anerkannte Regierung im Jemen beginnt eine umfassende Militäroperation gegen die Huthi-Miliz. Nach Angaben von Raschad al-Alimi, Vorsitzender des Präsidialen Führungsrates, erstrecken sich die geplanten Einsätze auf alle aktiven Frontlinien im Land. „Heute verkünde ich den Beginn von Militäroperationen, um das restliche Territorium der Republik zurückzugewinnen und der staatlichen Autorität sowie den Institutionen auf dem gesamten Staatsgebiet wieder Geltung zu verschaffen“, sagte al-Alimi in einer Fernsehansprache.Weiter sagte al-Alimi, er habe die Armee, die Sicherheitsbehörden und alle militärischen Verbände angewiesen, mit der Ausführung ihrer Missionen zu beginnen, „bis das Land aus dem Griff der Huthi-Miliz befreit ist“. Er warf den von Iran unterstützten Huthi vor, auf Deeskalationsbemühungen mit weiterer Mobilisierung und Eskalation zu reagieren und gleichzeitig ihre Angriffe und Drohungen gegen Zivilisten, nationale Einrichtungen, Nachbarländer und globale Schifffahrtsrouten auszuweiten.
USA weisen zwei Mitglieder der iranischen UN-Delegation ausDie USA haben zwei Mitglieder der iranischen Delegation ausgewiesen, die an der jüngsten UN-Generalversammlung in New York teilgenommen hatten. Die beiden Iraner hätten eine Aufforderung zum Verlassen des Landes ignoriert, teilte das US-Außenministerium am Samstag (Ortszeit) mit. Zwei Mitglieder der iranischen Delegation seien „lange nach Abschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen“ in New York angetroffen worden, hieß es demnach. „Sie wurden nun aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen“, sagte ein US-Beamter der Nachrichtenagentur AFP. Er betonte, Außenminister Marco Rubio meine es „ernst“.Wie das Nachrichtenportal „Axios“ berichtete, reiste ein Mitglied der iranischen Delegation am Freitagabend ab, während das zweite Mitglied das Land am Samstagmorgen verließ.
Huthi-Miliz im Jemen greift Ölanlagen in Riad anDie von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine Anlage des saudiarabischen Ölriesen Aramco in Riad angegriffen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Samstag von einem Brand in der Anlage in der Hauptstadt. Zuvor hatten die Huthis der Armee Saudi-Arabiens vorgeworfen, 26 Luftangriffe auf die von der Miliz kontrollierte jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen zu haben.Die Huthi-Kämpfer „haben einen groß angelegten Militäreinsatz durchgeführt und dabei mehrere ballistische Raketen und Drohnen eingesetzt, um Aramco in der Hauptstadt des saudiarabischen Feindes anzugreifen“, erklärte der Huthi-Sprecher Jahja Saree. Die „präzisen und direkten“ Angriffe hätten „Brände an den getroffenen Standorten“ ausgelöst, fügte er hinzu. Die Behörden Saudi-Arabiens äußerten sich zunächst nicht zu den Vorfällen.
Nach Protesten: Teheran richtet weiteren Mann hinDie iranische Justiz hat im Zusammenhang mit den Massenprotesten zum Jahreswechsel einen weiteren Mann hingerichtet. Wie die regimenahe Nachrichtenagentur Misan mitteilte, wurde das Todesurteil gegen Siavasch Jamschidi im Morgengrauen vollstreckt.Die Staatsanwaltschaft beschuldigte den Mann, während der landesweiten Unruhen auf Polizisten geschossen zu haben. Die Auswertung von Mobilfunkdaten soll außerdem seine wiederholte Anwesenheit bei den Unruhen und seinen Einsatz der Schusswaffe bestätigt haben. Das Gericht verurteilte ihn wegen „Kriegführung gegen Gott\" („Moharebeh\"), die Nutzung einer Schusswaffe sowie Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes zum Tode.Im Zusammenhang mit der Protestwelle zum Jahreswechsel sind nach Angaben von Menschenrechtlern bislang mindestens 32 Männer hingerichtet worden. Der Direktor der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO), Mahmood Amiry-Moghaddam, erklärte auf X, mindestens 100 weiteren Demonstranten drohe die Exekution.Internationale Menschenrechtsorganisationen kritisieren die systematische Anwendung der Todesstrafe in der Islamischen Republik Iran. Sie werfen den Behörden vor, Hinrichtungen gezielt zur Abschreckung und politischen Einschüchterung zu nutzen. Die Justiz stützt sich dabei häufig auf dehnbare Straftatbestände wie Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit oder Gotteslästerung. Laut einem Bericht von Amnesty International richtete der Iran im Jahr 2025 mindestens 2.159 Menschen hin. Dies entspricht dem höchsten gemessenen Wert seit 1981.
Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach MassenprotestenDie iranische Justiz hat im Zusammenhang mit den Massenprotesten zum Jahreswechsel einen weiteren Mann hingerichtet. Wie die justiznahe Nachrichtenagentur Misan mitteilte, wurde das Todesurteil gegen Siavasch Jamschidi im Morgengrauen vollstreckt.Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, während der landesweiten Unruhen auf Polizisten geschossen zu haben. Die Auswertung von Mobilfunkdaten soll außerdem seine wiederholte Anwesenheit bei den Unruhen und seinen Einsatz der Schusswaffe bestätigt haben. Das Gericht verurteilte ihn wegen Kriegführung gegen Gott (Moharebeh), die Nutzung einer Schusswaffe sowie Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes zum Tode.
Geheimes Treffen von US-Kabinettsmitgliedern zu Iran und JemenFührende Kabinettsmitglieder von US-Präsident Donald Trump haben sich einem Medienbericht zufolge heimlich zu Beratungen über die nächsten Schritte im Iran-Krieg und dem Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen getroffen. Dies berichtet das Nachrichtenportal \"Axios\" unter Berufung auf Insider. Das Treffen auf dem Präsidenten-Landsitz Camp David sei von Vizepräsident J.D.Vance geleitet worden.
Zwei Tanker in Straße von Hormus von Geschossen getroffenIn der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben abermals zwei Tanker angegriffen worden. Die Schiffe seien im Gebiet der Meerenge von „unbekannten Geschossen“ getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Der erste Angriff habe einen Brand und einen Stromausfall an Bord ausgelöst. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, es habe auch keine Opfer oder Umweltschäden gegeben. Das Schiff habe seine Fahrt fortgesetzt.Die Behörde machte keine näheren Angaben zu dem Schiff. Sie nannte weder den Flaggenstaat noch den Start- und Zielhafen. Einige Stunden später wurde ein weiterer Öltanker östlich vom Oman von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen. Laut UKMTO waren alle Besatzungsmitglieder wohlauf und es wurden keine Umweltschäden gemeldet.
Milliardenauftrag für RaketenNach Berichten über Engpässe bei den Raketenbeständen der Vereinigten Staaten infolge des Iran-Krieges hat das Pentagon einen milliardenschweren Auftrag zur zügigeren Herstellung von Mehrzweck-Lenkwaffen vergeben. Der Vertrag mit dem Unternehmen Raytheon mit einem Volumen von 24 Milliarden Dollar (rund 21,3 Milliarden Euro) werde die Produktion der SM-6-Raketen beschleunigen, erklärte das Pentagon am Donnerstag.Die Geschosse seien „entscheidende Munition für die Luft- und Überwasserkriegsführung“. Der auf fünf Jahre ausgelegte Vertrag mit optionaler Verlängerung um zwei Jahre werde „eine schnellere Produktion vorantreiben“. Zudem biete der Auftrag „der Verteidigungsindustrie langfristige Planungssicherheit“.SM-6-Raketen sind bordgestützt und können Flugzeuge und Marschflugkörper treffen. Der Rüstungskonzern Raytheon hatte am Mittwoch erklärt, dass seine SM-6-Raketen „erfolgreich von verschiedenen bordgestützten Plattformen der US-Marine sowie von Abschussanlagen an Land abgefeuert“ worden seien. Sie seien eine „kampferprobte Waffe“.
Nach Geiselhaft: „Das Leben wird nie wieder dasselbe sein“Drei Jahre nach dem Hamas-Massaker in Israel kämpfen Überlebende und ihre Familien noch immer mit den traumatischen Folgen. „Das Leben wird für uns nie wieder dasselbe sein“, sagt Efrat Machikawa der Deutschen Presse-Agentur. Ihre Tante und ihr Onkel wurden damals in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer schliefen sie und ihre Angehörigen schlecht. „Wir haben noch nicht wieder ins Leben zurückgefunden.“In der Geiselhaft hätten ihre Verwandten unter schlechten hygienischen Bedingungen und Nahrungsknappheit gelitten, sagt Machikawa. Ihr Onkel, der Deutsch-Israeli Gadi Moses, habe viel Zeit damit verbracht, in seinem Zimmer auf und ab zu gehen. Der heute 83-Jährige wurde am 7. Oktober 2023 aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt und 482 Tage lang von Mitgliedern der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) alleine festgehalten. Besonders grausam seien für ihn die Lügen seiner Entführer über seine Familie gewesen, berichtet seine Nichte.