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31.07.2026
08:10 Uhr
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Reaktion auf Angriffe der Huthi-Miliz +++ Iran warnt Bulgarien und Zypern vor US-Stationierungen +++ USA melden erstmals seit fast einer Woche Angriffe auf Iran +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Unicef: Mehr als 2.500 Kinder unter KriegsopfernDas Kinderhilfswerk Unicef hat sich besorgt über Berichte geäußert, nach denen die Zahl der in Iran verletzten oder getöteten Kinder 2.500 überschritten habe. Durch den von den USA und Israel begonnenen Krieg wurden laut Mitteilung der UN-Organisation in sechs Ländern der Region mehr als 4.000 Kinder verwundet oder getötet.Kinder würden „weiter an den Orten getötet und verstümmelt, an denen sie eigentlich am sichersten sein sollten – in ihren Häusern, Schulen und Gemeinden“, sagte Abdul Fofana, Unicef-Regionaldirektor für den Nahen Osten. Allein in Iran kamen nach Angaben, die das Hilfswerk zitiert, 386 Kinder ums Leben, 2.117 weitere wurden verletzt.„Die Konfliktparteien dürfen das Leid der Kinder nicht zur Normalität werden lassen, denn sie sind nach wie vor am stärksten von Konflikten betroffen, die sie nicht ausgelöst haben und die sie nicht beenden können“, sagte Fofana. Alle Konfliktparteien müssten ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommen, Waffenstillstandsvereinbarungen uneingeschränkt einhalten und alles Zumutbare tun, um die Gewalt zu beenden und Kinder zu schützen.
Kuwaits Armee: Iranische Drohnen abgefangenDie kuwaitischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben iranische Drohnen abgefangen. Sie sollen auf militärische und andere wichtige Einrichtungen gerichtet gewesen sein, so eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Durch herabfallende Trümmer soll es teilweise zu Sachschäden gekommen sein – Menschen seien aber nicht verletzt worden, hieß es weiter. Das iranische Militär hatte zuvor mitgeteilt, man habe Ziele in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain mit Drohnen angegriffen.Das kuwaitische Außenministerium verurteilte die Angriffe scharf. Diese stellten „einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität des Staates Kuwait, eine direkte Bedrohung für seine Sicherheit und Stabilität sowie einen schweren Verstoß gegen die Regeln des Völkerrechts“ dar, so eine Mitteilung.
Iran hindert zwei Tanker an Passage der Straße von Hormus Die iranische Revolutionsgarde hat zwei Tanker an der Durchfahrt der Straße von Hormus gehindert. Vier weitere Tanker hätten umgedreht, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Fars.
Neue iranische AngriffeDie iranische Armee hat nach eigenen Angaben Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait mit Drohnen angegriffen. Ziel sei der Stützpunkt Ahmed al-Dschaber gewesen, berichten iranische Staatsmedien unter Berufung auf die Armee. Der Angriff sei eine Antwort auf die jüngsten Attacken der USA auf ein Wohnhaus auf der Insel Keschm und andere Ziele in Iran.
Irak billigte Angriffe nach eigenen Angaben nicht Die irakische Regierung hat die US-saudischen Angriffe auf ihrem Territorium nach eigenen Angaben weder genehmigt noch vorab davon gewusst. Anders als von Washington dargestellt, habe Bagdad „keinerlei Kenntnis“ von den Attacken gehabt, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag im staatlichen Fernsehen. Die USA und Saudi-Arabien hatten in der Nacht zum Mittwoch Iran-treue Milizen im Irak angegriffen. Die US-Regierung hatte angegeben, die Angriffe seien mit der irakischen Regierung abgestimmt gewesen.
Iran warnt Bulgarien und Zypern vor der Stationierung von US-FlugzeugenIran fordert Bulgarien auf, die vorübergehende Stationierung von amerikanischen Militärflugzeugen auf dem Luftwaffenstützpunkt Besmer zu überdenken. In einem Telefonat mit seiner bulgarischen Amtskollegin Welislawa Petrowa-Tschamowa bezeichnet Außenminister Abbas Aragtschi die Genehmigung als Beihilfe zu einer Aggression gegen sein Land, wie iranische Staatsmedien berichten. In einem weiteren Gespräch mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos dringt Aragtschi darauf, dass ausländische Militärbasen auf Zypern nicht gegen Iran eingesetzt werden. Das bulgarische Parlament hatte zuvor die Stationierung von bis zu acht US-Tankflugzeugen und 250 Soldaten gebilligt. Auf Zypern befinden sich zwei britische Militärstützpunkte, die den USA für Verteidigungsschläge gegen iranische Raketen zur Verfügung stehen.
Chinesische Flugabwehrraketen für Iran?Der amerikanische Präsident Donald Trump hat zurückhaltend auf einen Bericht reagiert, dem zufolge Iran aus China innerhalb weniger Wochen eine Lieferung von bis zu 400 chinesischen schultergestützten Raketen erhalten soll. Trump sagte am Mittwoch, er wäre „enttäuscht“ von China, sollte das Land Waffen an Iran liefern. „Das war überraschend. Ich meine, so etwas kommt vor, aber das wäre schon überraschend“, sagte Trump auf eine Reporterfrage im Oval Office. Trump wiederholte Aussagen vom April, dass Staats- und Parteichef Xi Jinping ihm die Zusage gegeben habe, dass Peking keine Waffen an Teheran verkaufen werde. „Er hat mir sehr deutlich gesagt, dass er sich nicht daran beteiligen wird, aber er weiß, dass ich sehr enttäuscht wäre. Er kommt, glaube ich, am 24. September hierher“, fügte Trump hinzu. Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass Trump vor dem angekündigten Besuch von Xi in Amerika schlechte Stimmung verbreiten will, eher im Gegenteil. Aber wie nicht selten vor derartigen Staatsbesuchen verschaffen sich beide Seiten Verhandlungsmasse. Zuletzt verbot Amerika die Einfuhr von Robotern und Wechselrichtern aus dem Ausland, was gegen China zielt.Die nun vermeldeten tragbaren Flugabwehrsysteme sollen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters von China über Pakistan nach Iran gelangen. Der 60 bis 70 Millionen Dollar schwere Deal umfasse den Kauf von 300 bis 400 tragbaren Luftverteidigungssystemen (MANPADS), einschließlich in China hergestellte QW-12- und FN-16-Raketen, berichtete Reuters unter Berufung auf drei nicht näher benannte Quellen. Der Vertrag sei mit der Firma Zhongqing Baoshang International Investment geschlossen worden, einem in Hongkong ansässigen Unternehmen. Die Firma fungiere den Quellen zufolge als Vermittler zwischen der iranischen Seite und China.Das Außenministerium in Peking wies den Bericht am Donnerstag als „unwahr und haltlos“ zurück. „China hat sich stets für die Förderung des Friedens und die Verhinderung von Kriegen eingesetzt“, hieß es. Eine direkte chinesische Beteiligung am Irankrieg ist bislang nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass China Güter mit doppeltem Verwendungszweck an Iran liefert, die also zivil oder militärisch eingesetzt werden können.
Rushdie-Attentäter wegen Terrorismus verurteilt Der wegen des Attentats auf Schriftsteller Salman Rushdie verurteilte Angreifer muss wegen eines neuen Urteils in den USA eine noch höhere Strafe fürchten. Ein Bundesgericht in Buffalo sprach ihn nun auch des transnationalen Terrorismus und anderer Vergehen schuldig, wie aus einer Mitteilung des US-Justizministeriums hervorging. Ihm drohe nun lebenslange Haft.Dem zuvor bereits zu 25 Jahren Gefängnis verurteilten Attentäter Hadi Matar war in dem neuen Verfahren vorgeworfen worden, auf Anweisung der von Iran unterstützten Hizbullah-Miliz im Libanon gehandelt und durch die Durchsetzung einer Fatwa, eines religiösen Erlasses, einen Terrorakt verübt zu haben. Der 28-Jährige aus New Jersey habe sich damit der „Beteiligung an einem die Landesgrenzen überschreitenden Terrorakt und der materiellen Unterstützung von Terroristen“ schuldig gemacht, hieß es in der Mitteilung. Die Fatwa besteht seit 1989. Der damalige iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini hatte wegen des von islamischen Fundamentalisten als blasphemisch empfundenen Romans „Die satanischen Verse“ zur Ermordung des Autors aufgerufen.Matar stach bei einer Lesung des weltbekannten Autors im August 2022 mehr als ein Dutzend Mal auf Rushdie ein. Das Messer durchtrennte einen Sehnerv – seitdem ist der Autor auf einem Auge blind und trägt eine Brille mit einem abgedunkelten Glas. Rushdie verarbeitete den Vorfall in seinem im April 2024 veröffentlichten Buch „Knife: Gedanken nach einem Mordversuch“.
Wieder nächtliche Explosionen in IranNach Beginn der neuen Angriffe des US-Militärs gegen Ziele in Iran haben örtliche Medien in der Nacht Explosionen im Süden des Landes gemeldet. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars berichtete über Angriffe auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie in der Provinz Buschehr.
USA melden neue Angriffe auf IranErstmals seit fast einer Woche hat die US-Armee nach eigenen Angaben wieder Ziele in Iran angegriffen. Damit solle eine Antwort auf iranische Angriffsversuche auf US-Stützpunkte in der Region gegeben werden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. „Die Angriffe sind eine kraftvolle Reaktion auf die gestrigen iranischen Angriffsversuche auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte“, teilte Centcom mit. Das Regionalkommando hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass Iran einen „Überraschungsangriff“ auf US-Streitkräfte in der Region versucht habe. Dieser sei aber abgewehrt worden.US-Präsident Trump drohte wegen der neuen iranischen Angriffe mit einer harten Reaktion, wie der Sender Fox News berichtete. Ein Journalist des Senders zitierte den Präsidenten mit den Worten: „Wir werden sie hart treffen. Sie werden Prügel beziehen.“ Trump habe zudem gedroht: „Wir werden sie verdammt windelweich prügeln.“Am Morgen Ortszeit meldete das US-Militär das Ende der Angriffswelle. Diese sei „erfolgreich“ verlaufen. Es seien unter anderem militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen bombardiert worden, teilte Centcom mit.
Feuer auf zwei Tankern vor ÄgyptenIm Hafen von Damietta im Norden Ägyptens ist auf zwei Schiffen ein Brand ausgebrochen. Betroffen waren ein Regasifizierungsschiff – eine schwimmende LNG-Terminalanlage – und ein Speicherschiff, teilte das ägyptische Erdölministerium mit. Einsatzkräfte und Feuerwehrteams hätten den Brand schnell unter Kontrolle gebracht. Verletzte oder Tote habe es nicht gegeben. Eine Ursache für den Brand wurde nicht genannt. Die zuständigen Behörden arbeiteten daran, die Folgen des Brandes zu bewerten.Dem Datenanbieter Kpler zufolge führte eine Explosion an einem LNG-Terminal zu Schäden an zwei Schiffen. Zudem sei dadurch der Betrieb an dem für LNG-Importe zentralen Ort gestört worden, hieß es auf der Plattform X.Auch der Hafen- und Schifffahrtsdienstleister Inchcape Shipping Services meldete eine Explosion an einem LNG-Terminal. Der Vorfall habe sich während des Entladens einer Ladung ereignet. Die betroffenen Schiffe seien sicher aus dem Hafenbereich verlegt worden, hieß es. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall wurden auch hier nicht genannt.Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf die britische Sicherheitsfirma Ambrey und einen nicht genannten Insider, dass eine Drohne Auslöser für den Brand gewesen sei.
USA verhängen neue Iran-SanktionenDie USA haben neue Iran-Sanktionen verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen acht Tanker und zehn Unternehmen, wie das US-Finanzministerium auf seiner Website mitteilt. Sechs der betroffenen Unternehmen haben ihren Sitz in China.
Irak verurteilt Angriffe auf StaatsgebietDie irakische Präsidentschaft hat die Angriffe auf Iran-treue Milizen im Land scharf verurteilt. Die Bombardierungen seien ein inakzeptabler Angriff und ein eklatanter Verstoß gegen die Souveränität des Irak, erklärte das Präsidialamt auf X. Zudem richteten sie sich gegen offizielle Sicherheitsinstitutionen des Landes und verstießen gegen das Völkerrecht.Das Land lehne jegliche Angriffe auf irakisches Staatsgebiet ab. Der Irak dürfe weder als Ausgangspunkt noch als Schauplatz für Angriffe auf Nachbarstaaten oder zur Austragung regionaler und internationaler Konflikte genutzt werden, hieß es. Die USA und Saudi-Arabien haben in der Nacht zum Mittwoch Stellungen von mit dem Iran verbündeten Milizen im Irak angegriffen.
Iran soll Huthi bei Durchfahrtsgebühr durch Bab al-Mandab helfenDie international anerkannte Regierung des Jemen hat der pro-iranischen Huthi-Miliz im Land vorgeworfen, Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen im Roten Meer und der Meerenge Bab al-Mandab (Tor der Tränen) erheben zu wollen. Die Miliz arbeite mit Unterstützung aus Teheran an der Entwicklung eines entsprechenden Systems, sagte Informationsminister Moammar al-Eriani am Mittwoch. Eine mögliche Gebühr für die Durchquerung des Roten Meeres wäre eine „gefährliche Eskalation“, sagte al-Eriani der Nachrichtenagentur AFP. Damit würde eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt zu einer „dauerhaften Finanzierungsquelle für die militärischen und terroristischen Aktivitäten“ der Huthi-Miliz.Al-Eriani stützte seine Angaben zu Plänen für eine Schiffsgebühr nach eigenen Angaben auf kürzlich erhaltene „bestätigte nachrichtendienstliche Erkenntnisse“. Diese deuteten darauf hin, dass die iranischen Revolutionsgarden „direkt an der Ausarbeitung des technischen und administrativen Rahmens des Projekts beteiligt“ seien, sagte al-Eriani der AFP. Unter anderem solle eine eigene Gebührenstelle geschaffen werden. Die Meerenge Bab al-Mandab liegt zwischen dem Jemen im Osten und Eritrea und Dschibuti im Westen. Sie zählt zu den wichtigsten Handelsrouten der Welt. Seit der Blockade der Straße von Hormus durch die iranische Seite im Zuge des Irankrieges wurde die Seeroute über Bab al-Mandab immer wichtiger.