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29.09.2026
13:44 Uhr
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Erhebliche Produktionskapazitäten durch Angriffe verloren gegangen +++ Trump dementiert Bericht über Sanktionserleichterungen für Iran +++ Emiratischer Vizepräsident reist zu Besuch nach Saudi-Arabien +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Zuletzt mehr Öllieferungen durch die Straße von HormusÖllieferungen durch die umkämpfte Straße von Hormus nehmen zu. Derzeit flössen etwa 65 bis 70 Prozent der Ölmenge verglichen mit Vorkriegsniveaus durch die Meerenge, schrieb der Energie-Datenanbieter Vortexa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.Die Angabe fasst sämtliche Ölprodukte wie etwa Flüssiggas oder raffinierte Produkte – etwa Benzin – zusammen. Im Vergleich zum Zeitraum vor dem Krieg flössen nun etwa 80 Prozent des unverarbeiteten Rohöls sowie Kondensate durch die Straße von Hormus, hieß es weiter. Nach Angaben von Vortexa passieren somit derzeit im Wochendurchschnitt täglich 11,2 Millionen Barrel Rohöl die Meerenge. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ berichtet.Die Analystin Amena Bakr vom Datenanbieter Kpler berichtete ebenfalls von einer Erholung der Ölexporte am Golf. Auf X schrieb sie, dass Kpler zentrale Produzenten des Nahen Ostens im September täglich 12,8 Millionen Barrel exportiert hätten. Im Februar seien dies noch 18,8 Millionen Barrel gewesen, schrieb sie weiter.
Iran streitet Vorwürfe gegen Atomprogramm abIran hat abermals Vorwürfe gegen das umstrittene Atomprogramm des Landes zurückgewiesen. „Die Behauptung, Iran sei nur noch wenige Wochen vom Erwerb einer Atomwaffe entfernt, ist dieselbe Lüge, die bereits vor 25 Jahren aufgestellt wurde“, sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarde, General Hussein Mohebi, laut der Nachrichtenagentur Tasnim.Mohebi warf den USA vor, die eigene Bevölkerung zu täuschen. Wäre Iran zu Beginn der Jahrtausendwende tatsächlich nur wenige Wochen von einer Atombombe entfernt gewesen, so hätte man sie längst gebaut, sagte Mohebi weiter. „Heute sehen wir, dass diese Behauptung eine große Lüge ist.“Das umstrittene iranische Atomprogramm war nach offizieller Darstellung ein Grund dafür, warum Israel und die USA Iran seit dem vergangenen Jahr bombardiert hatten. Israel, das selbst über Atomwaffen verfügt, sieht sich durch das Nuklearprogramm in seiner Existenz bedroht. Internationalen Atominspektoren bereitete vor allem das fast waffenfähige, hochangereicherte Uran Sorgen. Iran beteuert hingegen, nicht nach Kernwaffen zu streben.
Iran droht mit weiteren Angriffen auf EnergieinfrastrukturIran hat wieder mit Angriffen auf Energieinfrastruktur gedroht. „In einer Region, in der wir kein Öl verkaufen können, wird niemand Öl verkaufen“, sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in einer Rede.„Und wenn unsere Sicherheit nicht gewährleistet wird, wird keine Infrastruktur sicher sein“, sagte er demnach weiter. Ghalibaf nahm Bezug auf eine Rede von US-Präsident Donald Trump bei der UN-Generalversammlung vergangener Woche. Darin hatte Trump wieder mit schweren Angriffen gedroht.
Netanjahu besuchte emiratischen PräsidentenNach der Veröffentlichung brisanter Berichte zum Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den emiratischen Präsidenten besucht. Netanjahu sei am Sonntag auf Einladung von Präsident Mohammed bin Sajid in die Emirate gereist, teilte sein Büro nun mit. Auch die emiratische Staatsagentur WAM berichtete von dem Treffen in dem Golfstaat. Es ist das erste Mal, dass eine Reise Netanjahus in die Emirate dort offiziell bestätigt wird. Berichte über solche Besuche gab aber auch vorher schon. Die Emirate hatten Israel 2020 im Rahmen eines Annäherungsabkommens anerkannt und haben seitdem die Zusammenarbeit verstärkt. Brisant ist nun der Zeitpunkt des Besuchs: Er folgt auf die Veröffentlichung von Medienberichten, nach denen Ägypten und auch der emiratische Präsident persönlich Netanjahu vor einem bevorstehenden Hamas-Angriff gewarnt haben sollen.
Iran erwartet US-Antwort zu Wiedereröffnung der Straße von HormusDie iranische Regierung erwartet nach eigenen Angaben am heutigen Dienstag eine Antwort aus Washington auf den iranischen Vorschlag für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Qatarische Vermittler wollten „die Angelegenheit noch einmal mit der amerikanischen Seite erörtern, woraufhin uns die endgültige US-Antwort übermittelt wird“, erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Montag (Ortszeit). „Die Qatarer hoffen, dass dies bis morgen geschehen wird“, fügte er hinzu.Das US-Nachrichtenportal „Axios“ hatte zuvor berichtet, dass indirekte Gespräche zwischen Teheran und Washington unter qatarischer Vermittlung bereits am Montag wieder aufgenommen werden könnten. Vertreter der USA und Irans waren bereits in der vergangenen Woche am Rande der UN-Generaldebatte in New York zusammengekommen.US-Präsident Donald Trump hatte zuvor „Axios“ gesagt, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen, nachdem er zuvor einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen hatte.
Sanktionserleichterungen für Iran? Trump dementiert BerichtUS-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht dementiert, nach dem er mögliche Lockerungen von Sanktionen gegen Iran im Gegenzug für Eingeständnisse beim iranischen Atomprogramm in Aussicht gestellt haben soll. „Das ist unwahr. Ich habe ihnen NICHTS angeboten!“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social mit Bezug auf einen entsprechenden Artikel des Nachrichtenportals „Axios“. Er forderte das Medium auf, die „Falschmeldung“ zurückzuziehen.Zuvor hatte „Axios“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte berichtet, dass Trump bereit sei, Sanktionen gegen Iran zu lockern und eingefrorene iranische Gelder freizugeben, wenn Teheran im Gegenzug konkrete Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternehmen würde.
Emiratischer Vizepräsident reist zu Besuch nach Saudi-ArabienInmitten der sich verschärfenden Lage in der Golfregion reist der emiratische Vizepräsident am Dienstag zu einem Besuch in das Königreich. Scheich Mansur bin Sajed al Nahjan sei einer Einladung des saudiarabischen Verteidigungsministers, Prinz Chalid bin Salman bin Abdulasis, gefolgt, teilte dessen Ressort im Onlinedienst X mit. Die emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete, der Vizepräsident habe die Einladung angenommen und werde am Dienstag zu einem „brüderlichen Besuch“ nach Saudi-Arabien reisen.Bereits im Juli hatten hochrangige Vertreter und Minister beider Länder in den Onlinediensten eine Annäherung signalisiert. Der nun angekündigte Besuch ist jedoch das erste persönliche Treffen zwischen Vertretern Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate seit ihrem Zerwürfnis im Winter wegen des Konflikts in Jemen.
Trump: Erwarte weitere Gespräche mit IranUS-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit Iran. „Sie wollen ein Abkommen schließen, aber es ist nicht das Abkommen, das ich schließen möchte“, zitierte ihn das Nachrichtenportal „Axios“ aus einem Telefongespräch. Es sei das, worauf man sich vielleicht vor einem Jahr geeinigt hätte. Iran habe den Bogen überspannt, sagte Trump demnach mit Blick auf den jüngsten Vorschlag Irans, den der US-Präsident bereits zuvor abgelehnt hatte.Nach Angaben von „Axios“ erwartet Trump die neuen Gespräche für kommende Woche. Zwei regionale Quellen bestätigten dem US-Medium diese Pläne demnach. Sie rechneten bereits ab Montag mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und Iran, berichtete „Axios“.
Iran: US-Unterwasserdrohne in der Straße von Hormus sichergestelltDie iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben eine US-Unterwasserdrohne in der Straße von Hormus sichergestellt. „Bei einem koordinierten, komplexen Einsatz unter Geheimdienstaufsicht und elektronischer Kriegsführung“ hätten Mitarbeiter der Revolutionsgarde „eine hochentwickelte Unterwasserdrohne“ sichergestellt, die dem „terroristischen US-Militär gehört“, hieß es am Sonntag im staatlichen iranischen Fernsehen.Die Drohne vom Typ Remus 600 sei „zu Spionagezwecken“ in der Meerenge eingesetzt worden. Sie befinde sich nun in den Händen von iranischen Spezialisten, um die Daten zu sichern. Die Revolutionsgarde hatte bereits Anfang September erklärt, in der für den Öl- und Gasexport wichtigen Meerenge eine Unterwasserdrohne beschlagnahmt zu haben. Im seit Ende Februar andauernden Iran-Krieg hat Teheran die für den Welthandel wichtige Meerenge weitgehend blockiert, im Gegenzug verhängten die USA eine Seeblockade iranischer Häfen. Die Ölpreise stiegen weltweit an.
Iran-Sanktionen: US-Finanzminister sieht Erfolge bei wirtschaftlicher IsolierungUS-Finanzminister Scott Bessent sieht nach eigenen Angaben Erfolge bei den Bemühungen der USA, Iran wirtschaftlich weiter zu isolieren. Auf seine Anweisung seien Teams in zahlreiche Länder geschickt worden, um dort auf Maßnahmen gegen Teheran zu dringen, erklärte Bessent am Samstag auf X. „Diese Bemühungen zeigen Wirkung.“Bessent verwies unter anderem darauf, dass die Türkei und Oman keine Flüge der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air mehr ins Land ließen. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten sämtliche Flüge iranischer Airlines gestoppt. Zudem blockierte deren Zentralbank am Mittwoch Transaktionen von Filialen der iranischen Bank Melli. Die Türkei entzog vergangene Woche der iranischen Bank Mellat die Lizenz.
Iran warnt Schiffe vor Nutzung „nicht autorisierter\" RoutenDie von Iran zur Verwaltung der Straße von Hormus eingerichtete Behörde PGSA hat Schiffe vor Konsequenzen gewarnt, wenn sie „nicht autorisierte“ Routen in der Region befahren. „Dieses Vorgehen birgt nicht nur das Risiko finanzieller und menschlicher Verluste für das Schiff, die Reederei, den Kapitän und die Besatzung, sondern schränkt auch die künftige Durchfahrt des Schiffes durch die Straße von Hormus erheblich ein“, teilte die PGSA auf der Plattform X mit. Schiffseigner müssten mit Blick auf solche rechtswidrigen Handlungen die gebotene Sorgfalt walten lassen. Im Falle von Verstößen durch Charterer müssten alle Schiffe der betroffenen Unternehmen künftig mit Einschränkungen rechnen.
Oman ruft Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten zu Zurückhaltung aufOman hat die Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten zu Zurückhaltung und Dialog aufgerufen und sich abermals als Vermittler angeboten. Die Beteiligten sollten ihre Streitigkeiten durch „Zurückhaltung und Weitsicht“ sowie politische Gespräche beilegen, sagte Außenminister Badr al-Busaidi am Samstag bei der UN-Generaldebatte in New York.Oman werde seine Bemühungen um die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus fortsetzen, sagte al-Busaidi weiter. Er rief alle Seiten auf, dabei mit seinem Land zusammenzuarbeiten. Oman liegt Iran an der strategisch wichtigen Meerenge gegenüber. Schiffe, die iranische Beschränkungen umgehen wollen, fuhren zuletzt verstärkt entlang der omanischen Küste.
Bericht: Auch Ägypten soll Israel vor Hamas-Gefahr gewarnt habenKurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 soll auch Ägypten Israel vor der Gefahr eines großen Angriffs der Hamas gewarnt haben. Das berichtet das US-Magazin „The Atlantic“ unter Berufung auf Regierungsvertreter in Israel, Ägypten und weiteren arabischen Ländern sowie auf Vertreter in den USA und Europa. Weniger als zwei Wochen vor dem 7. Oktober reiste Ägyptens Geheimdienstchef Abbas Kamel demnach nach Israel und warnte, dass die Hamas offenbar für einen „großangelegten Angriff mobilisiert“, so der Bericht. Kamels Botschaft an Israels Regierung sei gewesen, dass sich das „Fenster schließe, um eine Katastrophe abzuwenden“, so der Bericht. „Wenn Sie den Kurs nicht ändern, wird Gaza Ihnen um die Ohren fliegen“, fasste ein früherer israelischer Regierungsvertreter, der anschließend zu dem Besuch gebrieft wurde, die Botschaft des Besuchs zusammen. Kamel habe Israel wirtschaftliche Zugeständnisse an die Hamas empfohlen, um eine Verschärfung des Konflikts zu vermeiden.
Saudi-Arabien: Straße von Hormus muss gebührenfrei bleibenDie Straße von Hormus muss nach Einschätzung Saudi-Arabiens gebührenfrei bleiben. „Die Straße von Hormus muss zurück zum Status vor dem 28. Februar 2026 ohne die Erhebung jeglicher Gebühren und ohne Beschränkungen“, sagte der saudische Außenminister Faisal bin Farhan bei der UN-Generaldebatte. Die Freiheit der Schifffahrt müsse in der Straße von Hormus wie auch dem Bab al-Mandab, dem Roten Meer und dem Golf von Aden sichergestellt werden. Es sei eine gemeinsame Verantwortung der Länder, die internationale Schifffahrt und weltweite Lieferketten zu schützen, so der Außenminister.