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07.05.2026
16:03 Uhr
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Auch EU zeigt sich unbeeindruckt von Drohungen aus dem Kreml +++ Ukrainische Luftwaffe: 92 russische Drohnen abgeschossen +++ Russland fordert Diplomaten zum Verlassen Kiews auf +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Ukraine bestätigt neue Gespräche in AmerikaIm Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat Kiew neue Gespräche mit den USA angekündigt. Der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, werde an diesem Donnerstag amerikanische Vertreter treffen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Damit solle der diplomatische Prozess gestärkt werden, sagte Selenskyj. Bei dem Treffen geht es demnach um die mögliche Freilassung von Gefangenen auf beiden Seiten und die Zusammenarbeit von Kiew und Washington bei Sicherheitsfragen. Die Ukraine arbeite daran mit, einen „würdigen Frieden“ näherzubringen und Sicherheit zu garantieren. Russland warf er in Bezug auf die einseitig von Kiew ausgerufene Waffenruhe vor, sich nicht konstruktiv zu verhalten.
Selenskyj rechtfertigt Drohnenangriffe trotz Feuerpause Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland trotz einer einseitig von Kiew erklärten Feuerpause gerechtfertigt. „Wir haben eine Waffenruhe ab Mitternacht des 6. Mai vorgeschlagen“, schrieb er in sozialen Netzwerken.Diese Waffenruhe sei von Russland gebrochen worden. „Die spiegelbildliche Reaktion auf die russischen Angriffe sind unsere Langstrecken-Sanktionen“ – gemeint sind Drohnenangriffe tief ins russische Hinterland.Wenn Moskau den Pfad der Diplomatie einschlage, werde auch Kiew dies tun. Doch Russland töte weiter Menschen, „während es völlig irrational besessen ist von wenigen Stunden in einem Teil von Moskau“, schrieb Selenskyj. Die russische Seite hat für Freitag und Samstag eine Waffenruhe ausgerufen, während des Andenkens an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg. Vor allem geht es Moskau darum, dass die Militärparade auf dem Roten Platz am Samstag ungestört verläuft.Selenskyjs Angaben zufolge erreichten ukrainische Drohnen in der Nacht erneut die russische Stadt Perm am Ural mehr als 1500 Kilometer entfernt von der Grenze. Der russische Gouverneur der Region Perm, Dmitri Machonin, bestätigte den Angriff auf ein nicht näher genanntes Industrieunternehmen. Ein Wohnblock sei beschädigt worden, schrieb er auf Telegram. Vergangene Woche hatten ukrainische Drohnen eine Ölpumpstation bei Perm in Brand geschossen.
Kreml bestätigt zweitägige Waffenruhe von Freitag anRussland hat die einseitige Waffenruhe anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs bestätigt. „Ja, wir sprechen vom 8. und 9. Mai“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag auf die Frage, ob die Feuerpause um Mitternacht Moskauer Zeit in Kraft trete.Sowohl Moskau als auch Kiew hatten für diese Woche einseitige Waffenruhen angekündigt. Kiew bezeichnete die von Russland für Freitag und Samstag ausgerufene Feuerpause angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Ukraine als „blanken Zynismus“. Das Gegenangebot Kiews, am Mittwoch die Waffen ruhen zu lassen, blieb von Moskau unbeantwortet. „Es gab keine russische Reaktion darauf“, sagte Peskow am Donnerstag.
Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Putin während Feierlichkeiten am 9. MaiRussland ergreift nach Angaben des Kremls zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für Präsident Wladimir Putin. Damit wappne man sich gegen einen möglichen ukrainischen Angriff während der Feierlichkeiten am 9. Mai zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg, teilte das Präsidialamt in Moskau mit.
Russischer Rosneft-Konzern klagt abermals gegen BundDer russische Rosneft-Konzern hat abermals Klage gegen die von der Bundesregierung verhängte Treuhandverwaltung seiner Tochterfirma Rosneft Deutschland eingereicht. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erklärte am Donnerstag, dass die Klage bereits am 30. März eingegangen sei. Das Bundeswirtschaftsministerium zeigte sich zuversichtlich, dass die Gerichte erneut in seinem Sinne entscheiden. Die Bundesregierung hatte die deutschen Rosneft-Töchter kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine unter Treuhandverwaltung des Wirtschaftsministeriums gestellt und damit unter anderem die Kontrolle über die Raffinerie PCK Schwedt übernommen, die für die Versorgungssicherheit Nordostdeuschlands mit Treibstoff wichtig ist. Eine Klage von Rosneft dagegen entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zugunsten des Bundes.
Landesweite Schweigeminute in der UkraineJeden Tag um Punkt 9 Uhr Ortszeit kommt die Kiewer Innenstadt zum Stillstand. Dann fordert eine Lautsprecheransage am Maidan die Menschen zum Innehalten und Gedenken an die im Verteidigungskrieg gegen Russland gefallenen Soldaten auf. Fußgänger und Autos stoppen, Fahrer steigen aus ihren Wagen aus, falten die Hände vor dem Körper. Es herrscht eine Minute Schweigen, begleitet vom Ticken eines Metronoms. Danach gehen die Menschen weiter und das übliche Rauschen des Verkehrs auf dem Kiewer Chreschtschatyk-Boulevard setzt wieder ein.
Wieder russische Angriffe auf UkraineTrotz der vom ukrainischen Präsidenten vorgeschlagenen Feuerpause vom 6. Mai an hat Russland die Ukraine abermals angegriffen. Um 1.26 Uhr Ortszeit wurde in Kiew Luftalarm wegen anfliegender russischer Drohnen iranischer Bauart ausgelöst. Nach 47 Minuten und 47 Sekunden wurde der Alarm beendet. Die Drohnen hatten die ukrainische Hauptstadt überflogen und zogen weiter in Richtung Westen. Auch in anderen Teilen des Landes gab es Alarm. In der Großstadt Dnipro wurde ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen. Laut Militärverwaltung wurden zwei Menschen verletzt, darunter eine 21 Jahre alte Schwangere. Insgesamt wurden laut ukrainischer Luftwaffe von 102 russischen Drohnen 92 in der Nacht zum Donnerstag abgeschossen.
13 Verletzte bei ukrainischem Angriff in BrjanskBei einem ukrainischen Angriff auf Wohngebäude in der westrussischen Grenzstadt Brjansk sind nach russischen Angaben 13 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten befinde sich auch ein Kind, teilte der Regionalgouverneur Alexander Bogomas im Onlinedienst Telegram mit. Bei dem nächtlichen Angriff seien zwei Wohngebäude, mehr als 20 Wohnungen und rund 40 Fahrzeuge beschädigt worden.Der Angriff erfolgte kurz vor einer von Moskau einseitig ausgerufenen Waffenruhe mit der Ukraine am 8. und 9. Mai. Am 9. Mai wird in Russland feierlich an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. Kiew hatte seinerseits eine Waffenruhe für den 6. Mai vorgeschlagen, die Moskau ignorierte.
Lettland meldet Absturz mehrerer DrohnenIn Lettland sind mehrere Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum des baltischen EU- und NATO-Landes eingeflogen waren. Den Angaben der Streitkräfte zufolge gingen in der Nacht zu Donnerstag zwei unbemannte Flugobjekte in der ostlettischen Region Latgale nieder. Einheiten des Militärs, der Polizei und Feuerwehr sind vor Ort. Berichte über Verletzte gab zunächst es nicht. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, blieb zunächst unklar. Allerdings fielen die Vorfälle zeitlich mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland zusammen.Nach Angaben der Einsatzkräfte ist es möglich, dass eine der Drohnen auf ein Öllager in der Stadt Rezekne stürzte. Größere Schäden seien dort zunächst nicht zu erkennen gewesen, meldete das lettische Fernsehen unter Berufung auf die Feuerwehr.Lettland grenzt im Osten an Russland und Belarus. Die Bewohner der grenznahen Regionen hatten in der Nacht Handy-Warnungen über eine mögliche Bedrohung des Luftraums erhalten. Nach Armeeangaben waren mehrere Drohnen nach Lettland eingeflogen.
Vier Tote nach russischen Drohnenangriffen auf SumyDie Behörden der nordostukrainischen Region Sumy melden vier Tote bei russischen Drohnenangriffen. Unter den Opfern seien zwei Mitarbeiterinnen eines Kindergartens. Kinder hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch nicht in dem Gebäude befunden. Eine weitere Person sei ums Leben gekommen, als ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen wurde. Ein Mann sei durch eine Mine getötet worden, die mutmaßlich von russischen Streitkräften abgeworfen wurde. Auch in Großstädten wie Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja seien bei Luftangriffen private Gebäude und Infrastruktur beschädigt worden. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf der Plattform X, dies zeige, dass Russland den Frieden ablehne. „Putin geht es nur um Militärparaden, nicht um Menschenleben.“
Witkoff und Umjerow treffen sich noch diese Woche in Miami Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird sich US-Regierungsquellen zufolge noch in dieser Woche mit dem Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, treffen. Umjerow solle dafür nach Miami reisen. Das will die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weißen Haus erfahren haben. Über die geplanten Gesprächsinhalte sowie den Zeitpunkt des Treffens wurde nichts bekannt. Aus der Ukraine gab es zunächst nur den Hinweis, dass Umjerow nicht an einem Untersuchungsausschuss vor dem Parlament in Kiew teilnehmen könne, da er auf Auslandsreise sei.Ende April hatte US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin über eine mögliche Waffenruhe zu den Feierlichkeiten am 9. Mai gesprochen. Später verkündete das russische Verteidigungsministerium eine zweitägige Feuerpause, die in der Nacht zum Freitag in Kraft treten soll. Kiew beantwortete dies mit dem Vorschlag, die Waffen bereits ab dem 6. Mai schweigen zu lassen. Moskau hat diese Offerte bislang ignoriert.
Russland fordert Diplomaten zum Verlassen Kiews aufRussland bekräftigt seine Drohung mit einem massiven Luftangriff auf Kiew, sollte die Ukraine versuchen, die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai zu stören. Das Außenministerium in Moskau fordert Diplomaten auf, die ukrainische Hauptstadt rasch zu verlassen, sollte die Parade in Anwesenheit von Präsident Wladimir Putin angegriffen werden. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wirft Außenamtssprecherin Maria Sacharowa vor, „aggressive und drohende Erklärungen“ abzugeben. Selenskyj hatte mit Blick auf die geplante Parade erklärt, Moskau fürchte sich offenbar vor Drohnen über dem Roten Platz.
Polen ist bereit zur Aufnahme von mehr US-SoldatenNach der Ankündigung einer Reduzierung von US-Truppen in Deutschland hat Polen seine Bereitschaft bekräftigt, mehr US-Soldaten aufzunehmen. „Wir haben die dafür erforderliche Infrastruktur“, sagte Präsident Karol Nawrocki während eines Besuchs bei den Streitkräften in Litauen. „Ich werde Trump dazu ermutigen, dass diese Soldaten in Europa bleiben.“ In welchem Land er sie stationiere, sei die Entscheidung des US-Präsidenten. Das NATO-Mitglied Polen hofft seit Langem auf eine größere ständige US-Militärbasis im Land. Derzeit sind nach Angaben Nawrockis fast 10.000 amerikanische Soldaten dort stationiert. Die meisten von ihnen rotieren regelmäßig zwischen verschiedenen US-Militärbasen in Europa.
Selenskyj: Ukrainische Bank hat Vermögenswerte aus Ungarn zurückerhaltenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bekanntgegeben, dass die ukrainische Oschadbank von Ungarn beschlagnahmte Vermögenswerte vollständig zurückerhalten habe. Selenskyj sprach im Hinblick auf die Beschlagnahmung abermals von einer unrechtmäßigen Maßnahme. Er dankte Ungarn und bezeichnete die Rückzahlung als „konstruktiven und zivilisierten Schritt“.Mitten im Streit über die Druschba-Pipeline hatten ungarische Spezialkräfte Anfang März einen ukrainischen Geldtransport festgesetzt, der hohe Bargeldsummen und mehrere Kilogramm Gold aus Österreich in Richtung Ukraine transportiert hatte. Obwohl der Transfer regulär deklariert war, behauptete Budapest ohne jeden Beleg, dass es sich um Gelder der „ukrainischen Kriegsmafia“ handeln könne. Da man offenbar selbst in der Regierung Orbán besorgt war, dass diese Argumentation auch vor ungarischen Gerichten nicht halten werde, verabschiedete man wenige Tage später eigens ein Gesetz, das die Beschlagnahme für 60 Tage legalisierte. Diese Frist lief nun aus.