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20.09.2026
10:41 Uhr
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Behörden melden zwei Tote durch Drohnenangriffe +++ Ukraine meldet Tote nach russischem Gleitbombenangriff +++ Auch in der Region Charkiw gibt es Tote +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Selenskyj: Geistlicher bei russischem Angriff getötetBei einem russischen Drohnenangriff im südukrainischen Gebiet Cherson ist nach Regierungsangaben ein Geistlicher getötet worden. Vier weitere Geistliche seien bei der Attacke am Vortag verletzt worden, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Medien. Nach Angaben regionaler Behörden griff Russland das Kloster und das Dorf Tscherwonyj Majak an. Es liegt am Fluss Dnipro, der dort russische und ukrainische Truppen voneinander trennt.Selenskyj beklagte außerdem Angriffe auf kritische und zivile Infrastruktur in den Gebieten Charkiw, Sumy und Odessa sowie Einschläge in Wohnhäuser in den Gebieten Dnipropetrowsk und Saporischschja. Seit dem Abend seien weitere Regionen attackiert worden. Russland habe in dieser Woche mehr als 2000 Drohnen, 1700 Gleitbomben und 19 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.
Mutter und Kinder bei Angriff im Kiewer Umland getötet Bei russischen Angriffen auf die Region Kiew sind nach ukrainischen Behördenangaben vier Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Eine Mutter und ihre beiden drei Jahre alten Kinder sind nach Angaben des Rettungsdienstes ums Leben gekommen, als eine russische Drohne ein Wohnhaus traf. Ein weiteres Mädchen stirbt dem Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, zufolge im Krankenhaus nach einem separaten Drohnenangriff. Insgesamt seien bei den mehr als 24 Stunden andauernden Angriffen 31 Orte in fünf Bezirken beschädigt worden, erklärte Tkatschenko weiter. Am stärksten betroffen sei der südwestliche Bezirk Fastiw.
Slowakischer Regierungschef: Einige Politiker streben Konflikt zwischen NATO und Russland anDer slowakische Ministerpräsident Robert Fico wirft einigen westlichen Politikern vor, eine direkte Konfrontation zwischen der NATO und Russland anzustreben. Nach dem Scheitern der Strategie, Moskau im Ukrainekrieg zu besiegen, gieße der Westen mit seiner Unterstützung für Kiew weiter Öl ins Feuer, erklärt Fico in einer Videobotschaft. „Bestimmte Kriegstreiber innerhalb der NATO versuchen um jeden Preis, diesen Krieg zu einem Konflikt zwischen Russland und der NATO zu verwandeln.“ Die Slowakei werde sich daran nicht beteiligen und unter keinen Umständen Soldaten entsenden. Fico pflegt gute Beziehungen zu Russland und lehnt Militärhilfen für die Ukraine ab.
Belarus: Militärübung an der Grenze zur EU abgehaltenIm mit Russland verbündeten Belarus sind in den vergangenen Tagen Militärübungen im Westen des Landes an der Grenze zur EU abgehalten worden. Die Manöver von Dienstag bis Freitag hätten das Ziel gehabt, „die Fähigkeiten der Soldaten zur Verteidigung der Souveränität und territorialen Integrität des Landes zu stärken“, teilte das Verteidigungsministerium von Belarus am Samstag im Onlinedienst Telegram mit. Die Übungen mit „strikt defensive Ausrichtung“ umfassten demnach die Verteidigung der Grenze, die Bekämpfung von Sabotage-Gruppen und den Kampf gegen Drohnen und ihre Verwendung. Belarus hält jedes Jahr mindestens zwei große Manöver unter Beteiligung seiner Verbündeten ab, insbesondere Russland. Im September 2025 hatten Russland und Belarus das Manöver Sapad-2025 mit fast 100.000 Soldaten abgehalten. Die NATO-Länder organisierten ihrerseits Manöver an der Grenze zu Belarus und Russland in den vergangenen Jahren.
Russland: Hackerangriff auf Onlinewahlsystem in MoskauDas Onlinewahlsystem in der russischen Hauptstadt Moskau ist nach Behördenangaben in der Nacht zum Samstag während der laufenden Parlamentswahl Ziel eines schweren Cyberangriffs geworden. Die Lage sei jedoch unter Kontrolle, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa. Die Angriffe dauerten an, würden jedoch erfolgreich abgewehrt, sagte sie staatlichen Medien zufolge.
Polen beendet präventive LuftoperationPolen hat die präventiven militärischen Luftoperationen nach Angaben der Armee beendet. Bodengebundene Luftverteidigungssysteme und Radaraufklärung seien wieder in den normalen Einsatzbetrieb übergegangen, teilte die Armee auf der Plattform X mit. Es habe keine Verletzung des polnischen Luftraums gegeben, erklärte die Armee. Polen hatte zuvor angesichts russischer Angriffe Kampfflugzeuge zum Schutz seines Luftraums aufsteigen lassen.
USA genehmigen Rüstungsverkauf im Wert von 2,7 Milliarden DollarDas US-Außenministerium genehmigt einen Rüstungsverkauf an die Ukraine im Wert von fast 2,7 Milliarden Dollar. Die Waffenlieferungen dienten der Weiterentwicklung und Modernisierung der Luftverteidigung sowie der Beschaffung zugehöriger Ausrüstung und Dienstleistungen, teilte das Ministerium mit.
Trump unterzeichnet Paket mit Sanktionen gegen RusslandUS-Präsident Donald Trump hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und soll den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen.Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vor, mit denen die Regierung in Moskau ihren Angriffskrieg finanziert. Es berechtigt Trump unter anderem dazu, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – sowie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russischen Erdöls beziehen.
Russland greift Verbündete der Ukraine laut Trump seit Jahren anUS-Präsident Donald Trump hat Russland der Angriffe auf Verbündete der Ukraine bezichtigt. „Seit etwa fünf Jahren greifen sie die Verbündeten der Ukraine an“, sagte er im Weißen Haus auf eine Reporterfrage nach entsprechenden Sorgen in Polen. „Ich glaube, da sind sich alle einig“, sagte Trump weiter.Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte zuvor mitgeteilt, er rechne für die kommenden Wochen mit stärkeren russischen Angriffen auf die Ukraine wie auf ihre Unterstützer. Nach Einschätzung von Geheimdiensten könnte es zu scheinbar versehentlichen Attacken mit Drohnen und Raketen auf die Länder kommen, die der Ukraine Beistand leisten – darunter Polen. Das sagte Tusk im polnischen Parlament in Warschau, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete.Nähere Angaben zur Bedrohung durch Russland machte Trump zunächst nicht. Nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle hatte Trump die Gefahr eines russischen Angriffs auf die NATO noch heruntergespielt. „Wir sprechen miteinander, ich kenne ihn sehr gut. Putin plant keinen Angriff auf das NATO-Gebiet“, sagte Trump vor rund zwei Wochen auf die Frage, ob der Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle einen Angriff darstelle.
Ukraine meldet Tote nach russischem Gleitbombenangriff in SumyBei einem russischen Angriff mit Gleitbomben sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, bei Telegram mit. Darunter sei ein 13-jähriges Mädchen. Hryhorow veröffentlichte ein in der Nacht aufgenommenes Foto, auf dem ein schwer beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen ist. Seine Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Tote und Verletzte in der Ukraine nach russischen AngriffenBei russischen Angriffen sind in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet und viele verletzt worden. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen bei einer Attacke nach Angaben des Militärverwaltungschefs der Stadt Balaklija, Witalij Karabanow, mindestens zwei Menschen ums Leben. Zwei weitere seien verletzt worden. Am Einschlagsort brach demnach ein Feuer aus. Karabanow warf Russland vor, gezielt Zivilisten zu attackieren. Details zur Art des Angriffs nannte er nicht.Moskaus Militär nahm auch die Hafenstadt Odessa ein weiteres Mal ins Visier. Mindestens zehn Menschen seien verletzt worden, teilte der Gebietsgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Ein Verwaltungsgebäude sei beschädigt worden. Russland habe ein zweites Mal angegriffen, als Rettungskräfte vor Ort waren, schrieb Kiper.
Macron: „Wir befinden uns in einer Zeit der Wachsamkeit.“ Der französische Präsident Emmanuel Macron sieht eine zunehmende Bedrohung durch russische hybride Angriffe und hat einen Schutzplan für Frankreichs kritische Infrastruktur angekündigt. „Die Art der russischen Aggressivität und dieser Drohungen in Europa verändert sich“, sagte Macron in Paris. Die französische Regierung sei aufgefordert, einen Plan zum Schutz der kritischen Infrastruktur und besonders sensiblen Standorte der Verteidigungsindustrie gegen Drohnen- und Cyberangriffe auszuarbeiten.Der französische Staatschef nannte unter anderem das Eindringen von Drohnen in den Luftraum mehrerer Länder, das Abfeuern von Leuchtkörpern auf einen dänischen Militärhubschrauber in der Ostsee und den Drohnenfund auf dem Flughafen in Leipzig/Halle als Bespiele für die intensiveren Attacken. Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war Anfang August in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs entdeckt worden. Die Bundesregierung geht von einem russischen Anschlagsversuch aus. „Was in Leipzig geschieht, kann auch in jeder anderen europäischen Stadt geschehen“, so Macron. Niemand sei sicher. „Wir befinden uns in einer Zeit der Wachsamkeit.“Macron nannte es einen Fehler von Russland, weiterhin auf diese Weise gegenüber den Europäern zu handeln. Die Absicht dahinter sei, Europa einzuschüchtern und die Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine zu untergraben. Das Ergebnis werde das Gegenteil sei.
Selenskyj hält ersten Karpaten-Gipfel abMit einem ersten Gipfel der Karpaten-Länder will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine engere Zusammenarbeit mit den EU-Staaten vorantreiben. Selenskyj eröffnete am Freitag im Westen der Ukraine das erste Treffen des neuen Formats „Acht der Karpaten“ (C8), dem neben der Ukraine auch Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, die Slowakei, Tschechien und Ungarn angehören.Es gehe darum, „einen neuen stabilen Rahmen der Zusammenarbeit auf Ebene der Europäischen Union“ zu erschaffen, erklärte der ukrainische Präsident. Themen seien unter anderem Sicherheit, Energie und grenzüberschreitende wirtschaftliche Zusammenarbeit.Sechs der acht Länder der C8-Gruppe gehören der Europäischen Union an. Die Ukraine und Serbien sind offizielle EU-Beitrittskandidaten.„Vor uns allen stehen schwierige Wochen und Monate“, schrieb der polnische Regierungschef Donald Tusk im Kurzbotschaftendienst X zu einem Foto von sich und Selenskyj. „Heute zeigen wir in der Ukraine unsere Solidarität.“Die Ukraine kämpft seit viereinhalb Jahren gegen die russischen Invasionstruppen, der Krieg belastet das Land auch finanziell und wirtschaftlich. Für das kommende Jahr braucht die Ukraine nach eigenen Angaben Finanzhilfen aus dem Ausland in Höhe von rund 46 Millionen Euro. Die Ukraine benötigt auch zusätzliche Systeme zur Abwehr von russischen Raketen und Drohnen.
Europarats-Gruppe spricht von „Scheinwahl“ in RusslandEine Gruppe von Abgeordneten des Europarats sowie von Aktivisten hat die Parlamentswahl in Russland als „Scheinwahl“ bezeichnet, aus der „ein Scheinparlament“ hervorgehen werde. „Die neue Staatsduma darf nicht anerkannt werden, weder als demokratisch gewählt noch als legitimer Repräsentant des russischen Volkes“, erklärte am Freitag die Plattform für den Dialog mit demokratischen Kräften in Russland der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. In der Plattform sind Abgeordnete und russische Aktivisten im Exil organisiert, darunter Wladimir Kara-Mursa, Michail Chodorkowski und Oleg Orlow. Sie wurde 2025 ins Leben gerufen, nachdem Russland wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine aus dem Europarat ausgeschlossen worden war. Die am Freitag begonnene und noch bis Sonntag andauernde Parlamentswahl in Russland ist die erste seit Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine im Februar 2022. Sie wird auch in den von Russland besetzten Gebieten abgehalten. Dies sei ein „eklatanter Verstoß gegen die territoriale Souveränität und Integrität der Ukraine, wie auch gegen das Völkerrecht“, hieß es in der Erklärung der Plattform weiter. Sie kritisierte auch das „Klima der Angst“, in dem die Wahl stattfinde. Zivilgesellschaftliche Beobachter oder die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit seien nicht als Wahlbeobachter zugelassen worden, konstatierte die Plattform. „Russland hat sich von autoritärer Unterdrückung hin zu einem Staat entwickelt, in dem sich totalitäre Kontrolle verfestigt hat“, hieß es in der Erklärung.