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26.09.2026
19:40 Uhr
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Erstes Treffen der Außenminister seit Beginn der russischen Vollinvasion 2022 +++ Vučić telefoniert mit Putin +++ Selenskyj: Russland eskaliert jeden Tag +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Russische Angriffe treffen OdessaEine Serie russischer Angriffe hat die ukrainische Hafenstadt Odessa getroffen und dort für Opfer und Schäden gesorgt. Mindestens zwei Menschen seien bei den Attacken verletzt worden, berichteten die örtlichen Medien. An mehreren Orten seien Brände ausgebrochen, über der Stadt bildeten sich dichte Rauchwolken. Bei den Attacken seien private Wohnhäuser, eine Produktionshalle sowie Lagerräume getroffen worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper am Abend auf Telegram mit. Zuvor hatte das russische Militär im Tagesverlauf zweimal einen Baumarkt in der Hafenstadt angegriffen.
Lawrow: „ Er hätte mich einfach anrufen können\"Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht keinerlei Fortschritte durch das Gespräch mit Bundesaußenminister Johann Wadephul. „Wenn man Berlins tägliche öffentliche Äußerungen betrachtet, habe ich nichts anderes gehört“, sagte Lawrow auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur in New York. Er habe dem deutschen Außenminister gesagt: „Sie hätten mich einfach anrufen und mir sagen können „Lesen Sie meine Erklärung“.Deutschland habe das Treffen am Vortag in „letzter Minute» angefragt, sagte Lawrow. Nach Ansicht des russischen Ministers entstand im Gespräch mit dem deutschen Außenminister „der Eindruck, dass eine solche unterschwellige Botschaft mitschwang: Ich bin zu Ihnen gekommen, ich habe mich zu Ihnen herabgelassen“. Er habe dabei den Eindruck gewonnen, Wadephul habe von Russland im Gegenzug für das Gespräch Zugeständnisse in der Ukraine und bei der Schifffahrt im Schwarzen Meer erwartet.
Vučić telefoniert mit Putin – und hofft auf billiges GasNach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat der serbische Staatschef Aleksandar Vučić seine Hoffnung auf eine Verlängerung des Erdgas-Abkommens zwischen beiden Ländern geäußert. Er denke, dass das Abkommen „nach dem heutigen Gespräch verlängert wird und dass wir eine stabile Gasversorgung sichern werden“, teilte Vučić bei Instagram mit. Das Abkommen läuft eigentlich planmäßig am 30. September aus.Vučić erklärte, Serbien werde weiterhin von einem „guten, niedrigen Gaspreis von 318 Euro pro 1000 Kubikmeter profitieren, anstatt den Marktpreis zu zahlen, der heute bei 868 Euro liegt“.Belgrad ist stark von russischen Gaslieferungen abhängig. Seit dem Auslaufen eines Dreijahresvertrags im Jahr 2025 hat das Land jedoch keinen langfristigen Vertrag mit Russland abschließen können. Es setzt seitdem auf kurzfristige Verlängerungen des Abkommens.
Tote und Verletzte nach russischen Angriffen auf die UkraineRussische Luftangriffe auf die Ukraine haben nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj wieder Tote und Verletzte gefordert. In der Großstadt Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden, schrieb der ukrainische Präsident in sozialen Netzwerken. Landesweit habe es 14 Verletzte gegeben. Er berichtete auch von Angriffen auf Kiew sowie die Gebiete Odessa, Sumy, Charkiw, Poltawa, Mykolajiw und Winnyzja. „Es ist wichtig, dass unsere Partner nicht vergessen: Russland eskaliert jeden Tag“, erklärte er. Deshalb seien härtere Sanktionen der USA und der EU nötig. Selenskyj bestätigte ukrainische Drohnenangriffe auf die Raffinerie von Ilski im südrussischen Gebiet Krasnodar und eine Rüstungsfabrik im Gebiet Rostow.
Ukrainische Angriffe auf RusslandUkrainische Streitkräfte haben in einem nächtlichen Angriff die Ölraffinerie Ilsky in der südrussischen Region Krasnodar getroffen. Das teilt das Militär in Kiew mit. In einer Erklärung des Generalstabs heißt es, dass in der Anlage ein Brand ausgebrochen sei. Später meldeten örtliche Behörden, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Krasnodar drei Menschen ums Leben gekommen seien und zwei verletzt worden seien. Die örtliche Einsatzgruppe erklärt, dass die durch den Angriff ausgelösten Brände auf Industriegeländen gelöscht worden seien.
Die Ukraine bittet die Partner um weitere 27 Milliarden Dollar für VerteidigungDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die Partner der Ukraine um weitere 27 Milliarden Dollar für die Verteidigung. Die Verteidigungskosten seien gestiegen, sagt Selenskyj Journalisten über WhatsApp. Die Ukraine müsse im Oktober und November Drohnen bestellen, da sie sonst Anfang nächsten Jahres vor Herausforderungen stehen werde. „Jeder versteht, dass die Ukraine nicht allein sein kann und dass mehr in ukrainische Drohnen und Raketen investiert werden muss.“ Kiew habe die EU gebeten. einen Teil eines Darlehens vorzuziehen. Er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten.
Selenskyj: USA gibt grünes Licht für Patriot-Produktion Die USA haben der Ukraine Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge grünes Licht für die Produktion von eigenen Patriot-Luftabwehrraketen gegeben. „Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber gesagt, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat: Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten“, sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten. Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz ukrainischer Städte und Infrastruktur insbesondere vor ballistischen Raketen aus Russland. Der Ukraine mangelt es sowohl an Patriot-Systemen als auch an Abwehrraketen. Der Iran-Krieg hat den weltweiten Mangel zuletzt noch verstärkt. Selenskyj sagte Mitte August, die Ukraine benötige fünf Prozent der Patriot-Bestände der USA, um angesichts der zunehmenden russischen Angriffe durch den bevorstehenden Winter zu kommen. Um alle von Moskaus Truppen abgefeuerten ballistischen Raketen zu zerstören, seien zehn Prozent der US-Lagerbestände nötig.Auch wenn Kiew nun die Lizenzen für die eigene Herstellung der Abwehrraketen erhalten sollte, würde der Aufbau der Produktionskapazitäten in der Ukraine nach Angaben Selenskyjs rund eineinhalb Jahre dauern. Parallel dazu arbeitet die Ukraine mit internationalen Partnern an einem eigenen Raketenabwehrsystem.
Putin zweifelt an Wiederaufnahme der Verhandlungen für ein KriegsendeKremlchef Wladimir Putin zweifelt an einer Wiederaufnahme von Verhandlungen für ein Ende des Ukrainekriegs. Ansätze, die auf eine „sogenannte Befriedung“ und einen Vorschlag zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zielen, lägen auf dem Tisch, das sei alles möglich, sagte er bei einem Kulturforum in St. Petersburg. „Aber nach allem, was sie getan haben, werden wir noch gründlich nachdenken, was wir als Reaktion unternehmen müssen“, sagte Putin mit Blick auf ukrainische Gegenangriffe. Die Ukraine kritisierte er insbesondere wegen ihrer Angriffe auf Russland während der Parlamentswahl am vergangenen Wochenende. Russland sei gezwungen, darauf zu reagieren. Putin selbst hatte im Ende Februar 2022 die großangelegte Invasion in die Ukraine befohlen.
Putin: Russland bereitet sich „nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa“ vor Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land „nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa“ vorbereite. „Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen“, sagte Putin am Freitag vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.Putin äußerte sich außerdem zu einer möglichen Wiederaufnahme der Gespräche mit der Ukraine. Die Vorschläge dazu „liegen alle auf dem Tisch, und es ist alles möglich“, sagte der Kreml-Chef. „Aber nach allem, was sie getan haben, werden wir sehr sorgfältig darüber nachdenken, welche Schritte wir als Antwort unternehmen müssen“, fügte er mit Blick auf die ukrainischen Angriffe auf russischem Territorium hinzu.
Mehrere Tote nach Angriff auf Bürogebäude in KiewDurch den Einschlag einer russischen Drohne in ein Bürogebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere sieben seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Drei der Leichen wurden demnach auf einem Parkplatz vor dem Bürohaus gefunden. Ein Brand sei gelöscht worden.
Teenager bei Angriff auf Kiew getötet In Kiew hat eine russische Kampfdrohne nach ukrainischen Polizeiangaben am Morgen ein Hochhaus getroffen und einen 14 Jahre alten Jungen getötet. Mindestens sieben weitere Bewohner des Wohnblocks seien verletzt worden, teilte die Polizei der ukrainischen Hauptstadt auf Telegram mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angaben.
Moskau: Dreiertreffen könnte bald stattfindenEin Dreiertreffen zwischen den USA, Russland und der Ukraine könnte russischen Angaben zufolge bald stattfinden. Es gebe dazu jedoch noch keine Einzelheiten, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte erklärt, dass ein solches Treffen auf technischer Ebene in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden könnte. Peskow teilt zudem mit, dass der russische Sonderbeauftragte Kirill Dmitrijew Gespräche in den USA geführt habe. Dabei sei es vorwiegend um wirtschaftliche Themen gegangen. Dmitrijew traf sich am 24. September mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagt.
Selenskyj berichtet von Einigung mit USA auf Patriot-HerstellungDie USA gewähren der Ukraine nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj die Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrraketen in der Ukraine. „Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber betont, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat. Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten“, sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten.Selenskyj und US-Präsident Donald Trump hatten sich am Dienstag am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Der US-Präsident hatte Anfang Juli angekündigt, die USA würden der Ukraine „das Recht geben, Patriots herzustellen“. Später äußerte er sich jedoch deutlich zurückhaltender. Ende Juli sagte er mit Blick auf die Luftabwehrraketen, die USA müssten „sehr vorsichtig sein, wenn wir jemandem erlauben, sie zu bauen“.
Russland greift Ukraine mit Drohnen anDie russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau mehrere Ziele in der Ukraine angegriffen. Die Armee habe in der Nacht ukrainische Rüstungsbetriebe, Logistikzentren und Schiffe mit Drohnen attackiert, teilt das Ministerium mit. Getroffen worden seien unter anderen ein Montage- und Lagerplatz für Drohnen in der Region Kiew, Logistikzentren in der Region Odessa sowie die Hafeninfrastruktur in Reni. Einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge war nahe dem Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Explosion zu hören. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist zudem ein Frachtschiff mit Militärgütern auf dem Weg nach Odessa getroffen worden.