Jimi Blue Ochsenknecht ist in Österreich zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck befand den Schauspieler, der zuletzt vor allem durch Auftritte in Reality-TV-Formaten auffiel, des schweren Betrugs für schuldig und verhängte eine Geldstrafe von 34.500 Euro. Zunächst war allerdings unklar, ob das Urteil schon rechtskräftig wird. Hintergrund des Falls ist eine unbezahlte Hotelrechnung aus dem Jahr 2021. Ochsenknecht hatte damals mit Freunden seinen 30. Geburtstag in einem bekannten Hotel nahe Kitzbühel gefeiert und war abgereist, ohne die Rechnung in Höhe von 14.000 Euro zu begleichen. Mehrere Versuche des Hotelwirts, mit Ochsenknecht in Kontakt zu kommen, blieben erfolglos. Schließlich wandte der sich an die Staatsanwaltschaft, die einen europäischen Haftbefehl beantragte. Im vergangenen Jahr wurde der Sohn des Schauspielers Uwe Ochsenknecht am Hamburger Flughafen festgenommen und unter großem medialen Aufsehen nach Österreich ausgeliefert, obwohl seine frühere Lebensgefährtin, mit der er weiter an Reality-Formaten teilnimmt, den offenen Rechnungsbetrag umgehend beglich. In Innsbruck sah es zunächst so aus, als ob der Fall ein rasches Ende nehmen würde. In der öffentlichen Verhandlung einigte man sich im August 2025 auf eine Diversion für Ochsenknecht, verbunden mit einem Bußgeld von 18.000 Euro. Doch nach einem Einspruch der Staatsanwaltschaft hob das Oberlandesgericht Innsbruck die Einigung wieder auf: Da Ochsenknecht kaum Unrechtsbewusstsein zeige, seien die Voraussetzungen für eine Diversion nicht gegeben. Der war am Donnerstag gar nicht erst in Innsbruck erschienen. Er habe in der Sache nichts Neues mehr mitzuteilen, hatte er schon im Vorfeld verbreiten lassen. Immerhin führte die Richterin bei der Urteilsbegründung zu seinen Gunsten aus, dass sowohl die Untersuchungshaft im Vorjahr als auch das bereits bezahlte Bußgeld auf die Strafe angerechnet würden. Zu zahlen blieben laut lokalen Medienberichten noch rund 6500 Euro, wenn das Urteil rechtskräftig werde.
