FAZ 03.08.2026
08:25 Uhr

Rhein-Main-Liveblog: Mainz: Rettungsaktion für Schwan auf dem Rhein


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Rhein-Main-Liveblog: Mainz: Rettungsaktion für Schwan auf dem Rhein

Wasserampeln im Taunus auf RotHochtaunuskreis.  Mehrere Wasserampeln im Taunus sind in den vergangenen Tagen auf Rot geschaltet worden. An dieser Entscheidung führe leider kein Weg vorbei, teilt etwa der Kronberger Bürgermeister Christoph König (SPD) mit. Denn der Trinkwasserverbrauch erreiche „mittlerweile Spitzenwerte, die wir nur noch durch den maximal möglichen Bezug von Fremdwasser decken können“, so der Rathauschef. Er appellierte an die Kronberger, auf das Wässern von Gärten und Rasenflächen zu verzichten, was „nicht selten“ nachts geschehe. „Bei allem Verständnis dafür, dass die andauernde Hitze und der fehlende Regen unseren Gärten und Rasenflächen stark zusetzen, kann und darf das Problem nicht mit dem Aufdrehen des Wasserhahns gelöst werden“, äußert der Bürgermeister. Dazu sei das Trinkwasser zu kostbar. Auch ist es verboten, Fahrzeuge zu waschen, Außenflächen zu reinigen und Pools zu füllen. Sollte die Verschwendung kein Ende finden, sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Stadt den Wassernotstand erklären müsse. Nutz- und Balkonpflanzen dürfen derzeit noch moderat gegossen werden. Diese Regeln gelten jetzt auch in Oberursel sowie in Steinbach, für dessen Wasserversorgung ebenfalls die Stadtwerke Oberursel zuständig sind. Ergänzend zur Wasserampel hat die Verwaltung unter www.stadtwerke-oberursel.de/Wasserampel die Anzeige „Verbrauchsverhalten“ eingerichtet. Dort ist der aktuelle Verbrauch abzulesen. Auch das soll laut Stadtwerken eine „sensiblere Nutzung von Trinkwasser“ bewirken. 

Blitzer-Marathon bis 9. August in HessenWiesbaden. Hessen beteiligt sich in dieser Woche wieder an der europaweiten Speed-Kontrollwoche. Bis zum 9. August führe die Polizei im gesamten Verkehrsraum Kontrollen durch, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums mit. Wo und wann genau mit Kontrollen zu rechnen ist, werde jedoch vorher nicht veröffentlicht. Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte: „Mit verstärkten Kontrollen wollen wir das Bewusstsein für die Gefahren zu schnellen Fahrens schärfen, Verstöße konsequent ahnden und so Menschenleben schützen.“ Ziel sei es, dass sich alle Fahrer und Fahrerinnen an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten und mit mehr Rücksicht und Verantwortung unterwegs seien. „Wir wollen mit der Speed-Week für verantwortungsbewusstes Fahren sensibilisieren.“Auch nach Ansicht des Verkehrsclubs ADAC leisten die Kontrollen einen Beitrag zu mehr Sicherheit. Den Menschen würden so die Gefahren schnellen Fahrens bewusst gemacht. „Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen“, sagte Ulrich Chiellino, Leiter ADAC Verkehrspolitik. (dpa)

Es bleibt heiß in HessenOffenbach. Es bleibt weiter heiß in Hessen, außerdem sind teils kräftige Gewitter möglich. Am Montag soll es zwischen 32 und 37 Grad heiß werden, ab dem Nachmittag könne es Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. In der Nacht erreichten die Temperaturen voraussichtlich 18 bis 22 Grad.Am Dienstag soll es tagsüber gleich heiß werden wie am Montag. Im Tagesverlauf könne es immer wieder Gewitter geben, die in der Nacht zum Mittwoch abziehen. Am Mittwoch bleibt es laut der Vorhersage meist trocken, kurze Schauer seien möglich. Dabei zeige das Thermometer bis zu 34 Grad, in der Nacht zum Donnerstag sollen es 14 bis 19 Grad werden. (dpa)

Häuser geräumt, Bahnlinie gesperrtSprendlingen. In Sprendlingen in Rheinhessen bekämpfen etwa 200 Einsatzkräfte einen Brand in einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb. Mehrere angrenzende Wohnhäuser wurden geräumt, sechs Bewohnerinnen und Bewohner werden von Einsatzkräften betreut, wie der Landkreis Mainz-Bingen mitteilte. Die Bahnstrecke bei Sprendlingen wurde sicherheitshalber gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.Auf dem Betriebsgelände stehen mehrere Gebäude komplett in Flammen. Feuerwehr, Hilfsdienste, THW und Polizei sind im Einsatz. Wegen der Hitzeperiode sei die Löschwasserversorgung anspruchsvoll, hieß es. Die Bevölkerung im Bereich Sprendlingen, Badenheim, Pfaffen-Schwabenheim, Biebelsheim, Planig, Bosenheim und Hackenheim wurde per Warnapps vor Sichtbehinderungen und Geruchsbelästigung gewarnt. Die Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten, Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten und das Einsatzgebiet meiden. (dpa)

 Toter im Abwasser-SchachtSeligenstadt. Rettungskräfte haben am Sonntagmittag einen toten Mann aus einem Abwasserschacht in Seligenstadt geborgen. Wie die Hessenschau am Abend unter Berufung auf die Polizei berichtet, steckte er kopfüber in dem Schacht. Angehörige hatten den Mann demnach gegen 12.20 Uhr entdeckt und die Polizei alarmiert. Bei dem Schacht handelt es sich um einen Abwasserschacht im Hinterhof eines Anwesens, sagte der Polizeisprecher dem Hessischen Rundfunk. Wie und warum der Mann in den Schacht gelangt ist und wie lange er dort festgesteckt hat, sei noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Ermittlungen gebe es keine Hinweise auf ein Verbrechen. cp. 

Zwei Freunde erstochen: Prozess in Kassel geht zu EndeKassel. Innerhalb weniger Stunden wurden im März vergangenen Jahres in Kassel zwei Männer durch Messerstiche getötet. Vier Monate nach Beginn des Prozesses in dem Fall will das Landgericht Kassel an diesem Montag das Urteil verkünden. Auf der Anklagebank sitzen ein 38-Jähriger und seine inzwischen 30 Jahre alte Ex-Freundin. Der Vorwurf: unter anderem zweifacher Mord und schwerer Raub. Die Staatsanwaltschaft vermutet als Motiv Streit um Drogen und Bargeld. Bei den Opfern handelte es sich um den 44 Jahre alten besten Freund und einen 51 Jahre alten Bekannten des Angeklagten. Der 44-Jährige erlitt laut Anklage unter anderem 20 Messerstiche. Der 51-Jährige wurde demnach mit 30 Messerstichen getötet. Der Angeklagte hatte im Laufe des Verfahrens eingeräumt, für die Taten verantwortlich zu sein und seine mitangeklagte Ex-Freundin entlastet. Sie sei bei den Taten nur dabei gewesen, sagte der 38-Jährige mit deutscher und kasachischer Staatsangehörigkeit. Die 30-Jährige war daraufhin aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Sie hatte in dem Verfahren ebenfalls angegeben, bei den Taten zwar dabei, an ihnen aber nicht beteiligt gewesen zu sein. Sie sei mit dem Angeklagten nur mitgefahren, weil sie faktisch sein Eigentum gewesen sei, das immer mitgehen musste. Andernfalls wäre sie getötet oder mindestens schwer verletzt worden. (dpa)

Unfall nach Sekundenschlaf: Auto fährt bei Künzell gegen BaumKünzell. Bei einem Unfall in Künzell (Landkreis Fulda) sind zwei Menschen leicht verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war ein 19-Jähriger am frühen Sonntagmorgen gegen 4.15 Uhr mit seinem Bruder im Auto in der osthessischen Gemeinde unterwegs. Vermutlich aufgrund eines Sekundenschlafs kam der junge Mann mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum am Straßenrand.Der Fahrer und sein 38 Jahre alter Bruder wurden dabei laut Polizei leicht verletzt. An dem Pkw und dem mitgeführten Anhänger entstand Sachschaden. (dpa)

Hochzeit in Usingen: Erst Autocorso, dann SchlägereiUsingen. Gleich zwei Mal musste die Polizei am Freitagabend während einer Hochzeitsfeier in Usingen einschreiten, wie das Polizeipräsidium Westhessen am Sonntag berichtet. Zunächst sei die Festgesellschaft am frühen Abend unangenehm aufgefallen, weil sie in etwa 20 Autos im Corso von Bad Homburg nach Usingen gefahren sei. Jubelnd und hupend und so langsam, dass andere Autofahrer behindert wurden. Kurz vor Mitternacht wurden Polizisten dann zur Hochzeitsfeier selbst gerufen, weil dort etliche Gäste miteinander in einen handgreiflichen Streit geraten waren. Unter anderem hatten zwei Männer einem dritten mit Glasflaschen auf den Kopf geschlagen, der Mann wurde von Rettungskräften verarztet. 

Frankfurt: Betrunkene greifen Polizisten an Frankfurt. Die Frankfurter Polizei berichtet nach der Nacht zum Sonntag von Attacken gegen Polizeibeamte, in beiden Fällen hatten es die Betroffenen mit stark betrunkenen Personen zu tun. So soll eine 58 Jahre alte Frau um kurz vor zwei Uhr morgens in der Frankfurter Innenstadt mitten auf einer vielbefahrene Straße gelaufen sein. Als die Polizisten sie dort wegholen und kontrollieren wollten, habe sie sich gewehrt und einen „Beamten ohne erkennbaren Grund tätlich angegriffen“, heißt es im Polizeibericht.Etwa um die gleiche Zeit bekamen es andere Beamte unweit des Flughafens mit einem reichlich betrunkenen Dreißigjährigen zu tun, der schon seit Stunden versucht hatte, auf das Gelände einer Musikveranstaltung zu kommen. Weil er trotz aller Verweise nicht wegging, nahmen ihn Polizisten gegen 2 Uhr in Gewahrsam. Dagegen soll sich der Betrunkene gewehrt und einen Polizisten leicht verletzt haben, berichtet die Polizei.Gegen beide Personen laufen nun Verfahren wegen des Verdachts des Widerstands sowie tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Frau stirbt bei Brand in Fuldatal Fuldatal. Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Rothwesten (Kreis Kassel) hat die Feuerwehr eine Bewohnerin tot aus ihrer Wohnung geborgen. Wie die Polizei mitteilte, war das Feuer im Ortsteil der Gemeinde Fuldatal am frühen Sonntagmorgen gemeldet worden. „Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand eine Wohnung im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses in Brand“, hieß es.Bis auf eine Bewohnerin hätten alle das Gebäude eigenständig und unverletzt verlassen können. Die Frau sei schließlich leblos gefunden worden. Ihr Alter gab die Polizei mit Mitte 60 an. Die Brandursache war zunächst unklar. Der Schaden werde auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt, und das Gebäude sei aktuell nicht bewohnbar. (dpa)

Woche startet mit hohen Temperaturen und wärmen Nächten Offenbach. Am Montag wird es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Hessen wieder sehr heiß, dazu drohen Gewitter. Die Höchsttemperaturen sollen bei 31 bis 37 Grad Celsius liegen. Nur in den Hochlagen der Mittelgebirge wird es mit 27 Grad nicht ganz so heiß. Am Nachmittag steigt von Südwesten her dann die Gewittergefahr. Dabei könne es zu Starkregen, Hagel und Sturmböen kommen, auch vereinzelte Unwetter seien möglich, teilte der Wetterdienst mit. Darauf folgt verbreitet eine tropische Nacht mit Tiefstwerten von 23 bis 17 Grad. Mit ähnlich hohen Temperaturen und erneuter Gewittergefahr präsentiert sich auch der Dienstag. In der Nacht auf Mittwoch sollen die Temperaturen dann auf 21 bis 17 Grad zurückgehen.Am Mittwoch sinkt das Gewitterrisiko, die Temperaturen steigen erneut auf 30 bis 34 Grad. Nachts gibt es dann etwas Abkühlung mit Tiefstwerten von 18 bis 13 Grad. 

Hattersheim: Imbisswagen geht in Flammen aufHattersheim. In der Nacht zum Samstag ist in Hattersheim ein Imbissstand ausgebrannt. Er stand auf dem Parkplatz eines Supermarktes, die Flammen drohten laut Feuerwehr auf ein Gebäude und nahe Bäume überzugreifen. Das hätten die Wehrleute verhindern können, nach gut zwei Stunden Einsatz kehrten sie gegen 5 Uhr ins Feuerwehrhaus zurück. 

Trauer und Widerstand: CSD in Schlüchtern ist schwarz statt bunt Schlüchtern. Um die 250 Menschen sind beim Christopher Street Day in Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis auf die Straße gegangen. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Charakter, Stärke, Demokratie“. Alles sei bisher ruhig und friedlich verliefen, sagte ein Sprecher der Polizei Südosthessen. Die Veranstalter hatten dazu aufgerufen, überwiegend Schwarz zu tragen, bereits vor dem Anschlag beim CSD vor einer Woche in Berlin. Es solle um ein Zeichen für Haltung und Stärke gehen. Man habe sich das Konzept vor einigen Monaten überlegt, um sich etwas von den anderen CSDs abzuheben, sagte Veranstalter Steve Euler. „Weil wir eben hier auch in einer anderen Gegend wohnen.“ Es sei weniger urban und Ziel sei, die Gesellschaft mehr abholen. „Uns kam die Farbe Schwarz deshalb in den Sinn, weil es eben nicht nur eine Trauerfarbe ist, wie man so denkt, sondern es ist eine Widerstandsfarbe.“ Und: „Wir möchten mit Schwarz auch ausdrücken, dass wir eben täglich unterdrückt werden, täglich übersehen werden.“ Natürlich gehe es jetzt auch um Trauer im Hinblick auf den Anschlag in Berlin, das sei damals aber noch nicht klar gewesen. „Wir müssen gerade jetzt extra stark sein“„Gerade nach dem, was letztes Wochenende da in Berlin passiert ist, dürfen wir uns nicht unterkriegen lassen. Wir müssen gerade jetzt extra stark sein, für unsere Rechte kämpfen und zeigen, dass wir da sind, sonst hat der Hass gewonnen“, sagte eine der Teilnehmerinnen. „Ich find’s einfach toll, dass gerade auf dem Land Leute sich zeigen, sich nicht einschüchtern lassen, sondern zeigen, auch hier gibt es Queerness, weil ich denke, gerade in solchen ländlichen Gegenden braucht es vielleicht sogar noch mehr Aufklärung als in großen Städten.“In Berlin hatte der islamistische Attentäter Abdul B. am vergangenen Samstag mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau aus Polen starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der 21-Jährige war am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz zu einer Festnahme erschossen worden.Der Christopher Street Day wird weltweit gefeiert. Die Bewegung geht auf Ereignisse im Juni 1969 in New York zurück. Nach einer Razzia der Polizei in einer Szenebar kam es damals zum Aufstand von Schwulen und Lesben. Hauptschauplatz von Straßenschlachten war die Christopher Street im Künstler-Viertel Greenwich Village von New York. 

Älter als Woodstock: Herzberg-Festival feiert die Liebe Breitenbach. Unter dem Motto „Eternal Love“ feiern im osthessischen Breitenbach am Herzberg mehrere Tausend Besucher für vier Tage beim Herzberg-Festival. Feierlich eröffnet wurde das einstige Hippie-Festival bereits am Donnerstag - mit bis zu bis 800 mehr Besuchern als im vergangenen Jahr. Laut den Veranstaltern werde man diesmal die 10.000er Marke erreichen.  An den vier Festival-Tagen treten auf fünf Bühnen rund 200 Künstler und Künstlerinnen unterschiedlicher Musikrichtungen auf. Am Freitag habe es zwischenzeitlich eine kurze Unwetterwarnung gegeben, weswegen die Bühnen für kurze Zeit geschlossen werden mussten. Aufgrund einer Warnung vor Waldbränden seien die Gäste weiterhin dazu aufgerufen, nicht zu grillen. Das Herzberg-Festival hat bereits eine lange Tradition: Es ist eines der größten und ältesten Freiluft-Hippie-Festivals Europas. Erstmals wurde das Musikfest 1968 gefeiert. Es ist damit sogar noch ein Jahr älter als das 1969 ausgetragene legendäre Woodstock-Festival, das als musikalischer Höhepunkt der US-Hippiebewegung gilt. Seit der Wiederbelebung des Herzberg-Festivals im Jahr 1991 findet in diesem Jahr bereits die 35. Auflage statt. (dpa)