FAZ 01.10.2026
19:42 Uhr

Rhein-Main-Liveblog: Wasser in Wiesbaden immer noch mit Keimen belastet


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Rhein-Main-Liveblog: Wasser in Wiesbaden immer noch mit Keimen belastet

AfD scheitert bei Wahl eines Vizepräsidenten im hessischen LandtagWiesbaden. Die AfD-Opposition im hessischen Landtag ist erneut mit dem Versuch gescheitert, einen Vizepräsidenten-Posten zu besetzen. Ihr Kandidat Lothar Mulch bekam in Wiesbaden in drei geheimen Wahlgängen auf 27 bis 29 Ja-Stimmen bei 92 bis 94 Nein-Stimmen. Die AfD-Fraktion zählt derzeit 25 Abgeordnete. Drei weitere fraktionslose Parlamentarier im Landtag hatten einst Bezüge zur AfD. In dieser Legislaturperiode hat die AfD als größte Oppositionsfraktion im hessischen Parlament mehrmals vergeblich versucht, erstmals einen Vizepräsidenten-Posten zu bekommen. Die nötige Mehrheit dafür erhielt sie bislang nicht. Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) hat somit weiterhin vier Stellvertreterinnen und Stellvertreter aus den Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP. (dpa.)

Polizei verfolgt verdächtigen Autofahrer von Nordhessen bis nach WeiterstadtWeiterstadt. Die Polizei hat einen Autofahrer von Kassel bis nach Südhessen verfolgt, bevor die Beamten ihn bei Weiterstadt kontrolliert haben. Der 41 Jahre alte Mann muss sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten, wie die Polizei gemeldet hat. Die Verfolgung begann am Donnerstagmittag, nachdem eine Autofahrerin wegen seiner unsicheren Fahrweise auf der Autobahn 44 die Polizei alarmiert hatte. Streifen der Autobahnpolizei holten das Fahrzeug des Verdächtigen ein und fuhren ihm über die A49 und die A5 nach, dabei war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Als der Fahrer schließlich an der Raststätte Gräfenhausen anhielt, wurde er festgenommen. Nach Angaben der Polizei gab es Anzeichen für Drogen- und Alkoholkonsum. Außerdem war das Auto nicht versichert. 

Dillenburg: Säure aus Stahlwerk läuft in die DiethölzeDillenburg. Säure aus einem Stahlwerk in Dillenburg ist in den kleinen Fluss Diethölze geflossen und hat einen größeren Einsatz ausgelöst. Wie viel genau des Säuregemischs am Mittwochabend aus einem Rohr in das Gewässer gelangte, ist noch nicht klar, wie die Polizei in Gießen mitteilte. Menschen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr legte eine Sperre, um eine weitere Verunreinigung auch der Dill, in die der kleine Fluss mündet, zu verhindern. Nun wird ermittelt, wie die Säure ausfließen konnte. (dpa)

Vollsperrung: Bahn saniert die Gleise zwische Fulda und BebraFulda. Die Deutsche Bahn plant umfangreiche Modernisierungsarbeiten der Bahnstrecke zwischen Bebra und Fulda. Während eines Zeitraums von 14 Wochen zwischen dem 5. Februar und dem 14. Mai 2027 wird die Strecke deshalb für den Zugverkehr gesperrt – für Fahrgäste sollen im Regionalverkehr Ersatzbusse eingerichtet werden, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Auf einer Länge von 54 Kilometern sollen zwischen Bebra und Fulda insgesamt 46 Weichen und rund 40 Kilometer Gleise erneuert werden. Für die Gleisarbeiten müssen laut Deutscher Bahn zeitweise mehrere Bahnübergänge gesperrt werden, in Bad Hersfeld wird eine Bahnüberführung erneuert. In Fulda-Bronzell werde man zehn Weichen austauschen und eine neue Weichenverbindung bauen. Am Bahnhof Fulda soll zudem eine neue Logistikstelle eingerichtet werden. Die Vorbereitungen für die Bauarbeiten beginnen nach Angaben der Deutschen Bahn bereits Anfang Oktober. Insgesamt plant die Deutsche Bahn für die Modernisierung der Strecke mit einer Summe von 94 Millionen Euro.Im Zeitraum der Streckensperrung komme es zu Ausfällen der Zuglinien RE5, RE50 und RB5. Für Reisende sollen Ersatzbusse eingerichtet werden. Im Fern- und Güterverkehr plant die Deutsche Bahn Umleitungen. Halte wie Fulda, Wiesbaden, Berlin, Halle, Erfurt und Frankfurt können auf einzelnen Linien entfallen. Detaillierte Informationen zu dem Schienenersatzverkehr möchte die Bahn vor Beginn der Bauarbeiten herausgeben. Zusätzlich zu den Arbeiten der Bahn sollen während der Sperrung der Bahnstrecke im kommenden Jahr in Bad Hersfeld, Hünfeld und Rhina Fahrbahn- und Brückenarbeiten erfolgen. Diese können nach Angaben der Deutschen Bahn nur bei ausgeschalteten Oberleitungen stattfinden. (dpa)

Gießen ist die jüngste Stadt in HessenWiesbaden. Die Menschen in Hessen sind im Schnitt 44,4 Jahre alt – und liegen damit 0,6 Jahre unter dem deutschlandweiten Durchschnitt. Laut dem Stand vom 31. Dezember 2025 belegt Hessen damit Platz fünf der jüngsten Bundesländer, wie das hessische Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zur Zensusbefragung aus dem Jahr 2011 ist das Durchschnittsalter in Hessen 2025 um ein Jahr gestiegen. Der Geschlechtervergleich zeigt: Ende 2025 waren die Hessinnen mit 45,6 Jahren 2,4 Jahre älter als die Hessen (43,2 Jahre). Die Menschen in Gießen sichern sich mit einem Durchschnittsalter von 38,9 Jahren den Platz der jüngsten hessischen Stadt. Die Gemeinden Jesberg im Schwalm-Eder-Kreis und Fränkisch-Crumbach im Odenwaldkreis wiederum erreichten mit jeweils 51 Jahren das höchste Durchschnittsalter.Im Zeitvergleich fällt zudem auf: Je weniger Einwohner eine Gemeinde hat, desto stärker ist ihre Bevölkerung zwischen 2011 und 2025 gealtert. Während das mittlere Durchschnittsalter in hessischen Großstädten um 0,1 Jahre gesunken ist, ist es in den Landgemeinden in Hessen um 2,1 Jahre gestiegen. (dpa)

Marburg: Mann wirft Gläser aus dem FensterMarburg. In Marburg hat ein Mann Gegenstände aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses geworfen – darunter auch Gläser. Bei seiner Festnahme am Morgen habe der 57-Jährige einen Polizeibeamten getreten und dadurch leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Auf der Straße vor dem Wohnhaus hätten die Einsatzkräfte Scherben gefunden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei niemand von den geworfenen Gegenständen getroffen worden. Der Mann wurde nach Angaben der Polizei in einer psychiatrischen Klink aufgenommen. In seiner Wohnung seien zudem mehrere Cannabispflanzen gefunden worden, weshalb ein Verstoß gegen das Konsumgesetz geprüft werde. (dpa)

Zehn Verletzte: Ätzende Flüssigkeit in Treppenhaus verschüttetWolfhagen. In Wolfhagen im Landkreis Kassel sind durch eine bislang unbekannte Flüssigkeit in einem Wohn- und Geschäftshaus zehn Personen verletzt worden. Laut derzeitigem Ermittlungsstand wurde die Substanz in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch absichtlich in dem Treppenhaus des Gebäudes verschüttet, wie die Polizei mitteilte. Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung seien aufgenommen worden.Demnach seien die Einsatzkräfte am Mittwochmittag aufgrund eines beißenden Geruchs in dem Haus alarmiert worden. Bereits gegen 7 Uhr am Morgen hätten Mitarbeiter der in dem Gebäude befindlichen Arztpraxen den Geruch bemerkt. Insgesamt zehn Angestellte klagten über Kopfschmerzen, Übelkeit und Reizungen von Luftröhre und Augen, wie die Polizei mitteilte.Die Substanz, möglicherweise Buttersäure, habe sich nahezu rückstandslos entfernen lassen, sodass ein Feuerwehreinsatz nicht mehr notwendig gewesen sei. Beim Eintreffen der Polizei seien noch Reste der Flüssigkeit auf dem Boden des Treppenhauses gewesen – diese seien für weitere Untersuchungen gesichert worden. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise. (dpa)

Frankfurter Bäder starten in die TraglufthallensaisonFrankfurt. Jahreszeitenwechsel in den Bädern: Am Freitag beendet das Hausener Schwimmbad als letztes Frankfurter Freibad die Sommersaison. Am Samstag öffnet in Nieder-Eschbach die erste Traglufthalle für den Winterbetrieb. Wie in Nieder-Eschbach werden anschließend auch noch in Bergen-Enkheim und in Hausen Traglufthallen über den Außenbecken errichtet, um die Bäder als Hallenbadprovisorien nutzen zu können. Voraussichtlich steht das Hausener Bad vom 17. Oktober an wieder zur Verfügung. Ebenfalls stehen alle Hallen- und Erlebnisbäder zu den regulären Öffnungszeiten zur Verfügung, die bei den Bäderbetrieben einzusehen sind. Die Sauna im Hallenbad Höchst kann bis zum 16. Oktober wegen einer Baumaßnahme nicht genutzt werden.

Auto überschlägt sich bei AusweichmanöverLangensebold. Bei einem Ausweichmanöver hat sich bei Langenselbold im Main-Kinzig-Kreis ein Auto überschlagen. Der 20 Jahre alte Fahrer und seine 18 Jahre alte Beifahrerin wurden leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.Ein 37 Jahre alter Mannwar am Mittwochnachmittag auf der L3193 in Richtung Langenselbold unterwegs und hatte beim Überholen nach Angaben der Polizei ein entgegenkommendes Auto übersehen. Dessen Fahrer wich aus, um einen Zusammenstoß zu verhindern.Dabei kam sein Wagen von der Straße ab, überschlug sich und blieb neben der Fahrbahn auf dem Dach liegen. Fahrer und Beifahrerin konnten sich selbst aus dem Auto befreien. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unklar. (dpa)

Regen und Gewitter in HessenOffenbach. Hessen steht ein regnerischer und teils gewittriger Tag bevor. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, ist es bedeckt und von Westen her verbreitet regnerisch, örtlich fällt auch mehrstündiger Starkregen.Am Nachmittag und Abend kann der Starkregen vereinzelt unwetterartige Ausmaße annehmen. Auch Gewitter sind möglich, dabei kann der Wind böig auffrischen. Die Temperaturen erreichen 20 bis maximal 23 Grad.In der Nacht zu Freitag bleibt es zunächst regnerisch, vereinzelt sind noch Gewitter möglich. Anfangs kann es laut Wetterexperten auch noch unwetterartigen Starkregen geben. Im weiteren Verlauf zieht der Regen von Westen ab, die Wolken lockern auf. Örtlich bildet sich Nebel. Die Temperaturen sinken auf 10 bis 13 Grad.Am Freitag bleibt es zunächst stark bewölkt und teils neblig-trüb. Im Tagesverlauf gibt es gebietsweise Auflockerungen und es bleibt überwiegend trocken. Mit 19 bis 22 Grad wird es erneut sehr mild. Am Samstag erwartet Hessen laut DWD wolkiges bis stark bewölktes, voraussichtlich aber trockenes Wetter. Die Höchstwerte liegen zwischen 18 und 23 Grad. In der Nacht zu Sonntag bleibt es trocken, örtlich kann sich Nebel bilden. (dpa)

Waldbrand in Stadtteil von DarmstadtGriesheim. Bei einem Waldbrand im Darmstädter Stadtteil Eberstadt ist eine Feuerwehrkraft verletzt worden. Nach Angaben der Feuerwehr brennt nördlich der Justizvollzugsanstalt Eberstadt ein Bodenfeuer. Wegen Rauchs informierte die Stadt betroffene Bereiche über das Modulare Warnsystem.Laut Mitteilung war der Waldbrand am Vormittag gemeldet worden. Die Feuerwehr war demnach seit dem Mittag mit einem Großaufgebot im Einsatz. Aktuell seien rund 90 Kräfte von Berufsfeuerwehr und mehreren Freiwilligen Feuerwehren sowie weitere Hilfsorganisationen und Unterstützer vor Ort, hieß es am späten Nachmittag. Die betroffene Fläche ist nach Angaben der Feuerwehr rund 12.000 Quadratmeter groß. Die Ausbreitungsgefahr auf benachbarte Waldabschnitte werde als gering eingeschätzt, hieß es. Erschwert werden die Löscharbeiten laut Feuerwehr dadurch, dass der betroffene Wald als munitionsbelastet gilt. Deshalb müsse mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden. Der Einsatz sollte voraussichtlich bis in die Abendstunden andauern. (dpa)

Brand in Entsorgungsbetrieb in Wiesbaden: Rauchsäule steigt aufWiesbaden. Auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs in Wiesbaden ist ein Feuer ausgebrochen. Aus bislang unklarer Ursache brenne dort ein größerer Sperrmüllhaufen - der Brand sei aber soweit unter Kontrolle, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Aktuell seien rund 40 Einsatzkräfte im Einsatz. Der Sperrmüllhaufen werde mit Hilfe von Baggern auseinandergezogen, um das Feuer vollständig zu löschen. Aufgrund einer starken Rauchentwicklung sei eine Warnung für Anwohner ausgesprochen worden. Lüftungen sollten ausgeschaltet und Wohnungen nach Möglichkeit nicht verlassen werden, so die Feuerwehr. Zwei Mitarbeiter des Betriebs hätten eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten. Ein Übergreifen der Flammen auf Gebäude sei verhindert worden. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers könnten die Löscharbeiten mindestens noch ein bis zwei Stunden andauern. (dpa)

Hessen will Straßenbau beschleunigenWiesbaden. Hessen will den Straßenbau beschleunigen. „Nicht jede Straßenbaumaßnahme braucht das volle Programm eines jahrelangen Verfahrens“, erklärte Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD). „Wo wir vereinfachen können, tun wir es. Wo Schutz und Beteiligung notwendig sind, bleiben sie erhalten“, ergänzte der Vizeregierungschef. Der hessische Landtag in Wiesbaden befasste sich in erster Lesung mit einem entsprechenden Gesetzentwurf. Künftig soll laut Verkehrsministerium ein Planfeststellungsverfahren bei Landesstraßen auf nötige Fälle konzentriert werden. Arbeiten zur Straßenerhaltung, Wiederaufbauten nach Naturkatastrophen oder bestimmte Arbeiten an Brücken könnten womöglich ohne ein vollständiges Planfeststellungsverfahren laufen.Beteiligte Behörden beim Straßenbau sollen ihre Stellungnahmen künftig grundsätzlich binnen eines Monats abgeben. Pläne könnten nach den Angaben digital eingereicht und veröffentlicht werden. Der bisher regelmäßig vorgesehene Erörterungstermin entfällt. Einwendungen und Stellungnahmen muss die Planfeststellungsbehörde weiterhin prüfen.Neu ist dem Ministerium zufolge auch eine mögliche vorläufige Anordnung, um bestimmte Vorbereitungen oder Teilmaßnahmen schon vor dem Planfeststellungsbeschluss zu beginnen. Die Gesetzesnovelle soll überdies die Entlastung von Anwohnern stärken. „Ortsumgehungen im Zuge von Landesstraßen sowie Radwege an Landes- und Kreisstraßen sollen künftig im überragenden öffentlichen Interesse liegen. Ihre Bedeutung kann damit in behördlichen Abwägungen stärker berücksichtigt werden“, erläuterte das Verkehrsministerium. (dpa)

Mit Tempo 80 unterwegs: Polizei stoppt Jungen auf Roller nahe KasselKassel. Auf einer Bundesstraße im Landkreis Kassel hat die Polizei einen 14 Jahre alten E-Scooter Fahrer gestoppt. Der Jugendliche sei am Montagabend mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit - zwischenzeitlich 80 Kilometer die Stunde - unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Aufgrund der technischen Eigenschaften habe der Roller nicht mehr den Voraussetzungen eines regulären Elektrokleinstfahrzeugs entsprochen. Als solche gelten E-Scooter nach Angaben der Polizei nur, wenn ihre Höchstgeschwindigkeit nicht mehr als 20 Kilometer die Stunde beträgt.Da der E-Scooter des Jugendlichen jedoch schneller fahren konnte, hätte er für diesen eine Fahrerlaubnis benötigt. Diese besaß er nicht. Auch befand sich an dem Roller nicht das erforderliche Versicherungskennzeichen, wie die Polizei mitteilte. Gegen den Jugendlichen sei Strafanzeige wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis erhoben worden. Auch der Vater, der Halter des Fahrzeugs, muss sich wegen des Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten. (dpa)