Der Name Katy Perry ist vielen Menschen weltweit ein Begriff: Die 41 Jahre alte US-Sängerin gehört zu den bekanntesten Popstars der vergangenen zwei Jahrzehnte. Nun hat am anderen Ende der Welt allerdings eine Künstlerin mit fast demselben Namen einen jahrelangen Rechtsstreit gegen die deutlich bekanntere Musikerin gewonnen. Wie das höchste Gericht Australiens am Mittwoch in einem Berufungsverfahren entschieden hat, darf eine australische Designerin weiter unter dem Namen „Katie Perry“ Mode verkaufen. Dem Gericht zufolge hatte die US-Sängerin nicht ausreichend nachgewiesen, dass tatsächlich eine Verwechslungsgefahr mit dem kleinen australischen Modelabel bestand. „Wir haben gewonnen!“, schrieb die Designerin auf Instagram. Der Rechtsstreit hatte bereits im Jahr 2008 begonnen. In dem Jahr hatte die US-Sängerin – die mit bürgerlichem Namen ursprünglich Katheryn Elizabeth Hudson hieß – mit „I Kissed a Girl“ ihren ersten Welthit. Es war dasselbe Jahr, in dem die australische Designerin, heute Katie Taylor, eine Marke unter ihrem Geburtsnamen „Katie Perry“ registrierte. Unter ihm verkauft sie seither in Sydney in kleinem Stil ihre selbst entworfene Kleidung. Wie den Bildern auf ihrer Homepage zu entnehmen ist, handelt es sich dabei überwiegend um unaufgeregte und sportlich anmutende Alltagskleidung. Doch als das Management der US-Sängerin davon hörte, schickte es mehrere Unterlassungserklärungen an die Australierin. Es war der Beginn eines langen Streits, in dem die Australierin selbst im Jahr 2019 Klage einreichte, weil sie ihre Marke durch den Verkauf von Fankleidung unter dem Namen Katy Perry verletzt sah. Danach ging es den australischen Medien zufolge vor Gericht hin und her. Während im Jahr 2023 zunächst zugunsten der Australierin entschieden worden war, hatten die Richter das Urteil ein Jahr später wieder umgeworfen. Damals hatten sie sogar die Löschung der Markenrechte der Australierin angeordnet. Die US-Sängerin argumentierte, dass sie schon damals bekannt gewesen sei und der Name der australischen Kleidungsmarke Verwirrung stifte. Das höchste Gericht wies dies nun aber zurück und entschied, dass der Name der US-Sängerin in Australien damals nicht mit Kleidung in Verbindung gebracht wurde.
