Heise 12.05.2026
12:55 Uhr

„Blade Runner“ kehrt zurück: Neues XR-Erlebnis startet 2027


Das Science-Fiction-Universum von „Blade Runner“ wird ab 2027 um ein ortsgebundenes, immersives Erlebnis erweitert.

„Blade Runner“ kehrt zurück: Neues XR-Erlebnis startet 2027

Behaviour Interactive, bekannt für den asynchronen Multiplayer-Horror „Dead by Daylight“, arbeitet zusammen mit PHI Studio an einer immersiven Umsetzung des Sci-Fi-Klassikers „Blade Runner“. Wie die beiden in Montréal ansässigen Unternehmen mitteilten, soll das für kommendes Jahr geplante Projekt eine „multisensorische Installation“ werden, die Besucher direkt in die dystopische Welt der Filmreihe versetzt.

Die Beteiligten umschreiben das Projekt sehr vage. Die Erfahrung soll über klassische Spiele hinausgehen und neue Formen der Unterhaltung erschließen. Konkrete Inhalte oder technische Details bleiben bislang offen. Fest steht bisher nur, dass das Projekt zum Start in mehreren Städten in Nordamerika anlaufen soll. Ob die Erfahrung auch ihren Weg nach Europa findet, ist nicht bekannt.

PHI Studio hat bislang verschiedene XR-Projekte umgesetzt und dürfte im Falle des „Blade-Runner“-Projekts auf einen Mix aus Virtual Reality und Augmented Reality setzen. Zu den bekanntesten Projekten des Studios zählen das auf der VR-Weltraum-Doku „Space Explorers“ basierende „The Infinite“ oder das auf der Venice Immersive 2025 gezeigte Mixed-Reality-Theaterstück „Blur – A Promise of Immortality“. Letzteres soll bald auch nach Deutschland kommen. Auch an der Umsetzung des geplanten VR-Projekts zum Netflix-Hit „Black Mirror“ ist PHI beteiligt.

In den kommenden Monaten wollen die Studios mehr zu den geplanten Inhalten verraten. Die Vorlage bringt jedenfalls genügend Stoff für ein intensives Szenario mit. Fans des „Blade-Runner“-Universums dürfen sich nächstes Jahr noch auf ein weiteres Highlight freuen, wenn die neue Serie „Blade Runner 2099“ auf Amazon Prime startet.

Große Marken werden schon seit Jahren gezielt in ortsbasierte XR-Erlebnisse übertragen. Erst kürzlich kündigte CD Projekt Red gemeinsam mit Zero Latency eine eigene Umsetzung von „Cyberpunk 2077“ für VR-Spielhallen an, bei der sich Besucher frei durch reale Flächen bewegen, während die Umgebung digital dargestellt wird. Sandbox VR bietet ein ähnliches VR-Erlebnis für die Hit-Serie „Stranger Things“ an und Marken wie „Squid Game“, „Rebel Moon“, „Far Cry“ oder „Warhammer 40K“ wurden ebenfalls schon als Location-Based-VR-Erlebnis umgesetzt.

Im Unterschied zu klassischen VR-Spielen finden solche Installationen in speziell ausgestatteten Locations statt. Die Bewegung erfolgt physisch durch große Räume, oft mit drahtlosen VR-Headsets und Tracking-Systemen. Ziel ist weniger ein Spiel im herkömmlichen Sinne als ein gemeinsames Eintauchen in bekannte Welten.

(joe)