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22.07.2026
14:38 Uhr
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BellSofts gehärteter Builder für Paketo Buildpacks baut Container-Images auf einer weitgehend CVE-freien Alpaquita-Basis – ganz ohne Dockerfile.

BellSoft hat einen gehärteten Builder für Paketo Buildpacks vorgelegt. Er soll Entwicklerteams eine weitgehend CVE-freie Basis für Container-Images liefern, ohne dass diese eigene Dockerfiles pflegen müssen. Der Builder richtet sich an Enterprise-Teams, die Sicherheits- und Compliance-Anforderungen erfüllen wollen, ohne den Entwicklungsprozess auszubremsen.
Wie BellSoft in seinem Blog mitteilt, baut der neue Builder vollständig auf BellSoft Hardened Images und damit auf Alpaquita auf, dem hauseigenen schlanken Linux-Betriebssystem, das mit gehärteter Standardkonfiguration kommt. Dazu zählen unter anderem der Non-Root-Betrieb, eine reduzierte Paketbasis und unveränderliche Komponenten. Jede mit dem Builder erzeugte Anwendung erbt laut BellSoft automatisch diese Security- und Compliance-Eigenschaften.
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Mit Paketo Buildpacks, einem Projekt der Cloud Native Computing Foundation (CNCF), lässt sich aus Quellcode automatisiert produktionsfertige OCI-Images erzeugen, ohne dabei ein Dockerfile erstellen zu müssen. Ein Buildpack erkennt Sprache und Abhängigkeiten, kompiliert bei Bedarf und produziert ein minimales, reproduzierbares Image samt Software Bill of Materials (SBOM) in einem Schritt. BellSofts Builder kapselt dabei die Buildpacks, den Build-Stack und den Run-Stack. Beide Stacks ersetzt der Hersteller durch seine Alpaquita-basierten Hardened Images, sodass neue Container automatisch auf dem gehärteten OS laufen.
Vor allem Unternehmen, die eine große Anzahl von Services unterhalten, sollen von reduziertem Wartungsaufwand profitieren. Statt Hunderte individuelle Dockerfiles zu pflegen, greift ein einheitliches Rebuild oder Rebase, sobald die Basis-Images aktualisiert werden.
Der Builder unterstützt Java (Liberica JDK und Liberica JDK Lite), GraalVM Native Image über das Liberica Native Image Kit (Liberica NIK), Python, Go, Node.js und Ruby. Im Blog nennt BellSoft die folgenden konkreten Versionen: Python 3.14, Go 1.26, Node.js 24 sowie Liberica NIK in den Versionen 22 und 23. Für Java stützt sich der Builder auf das für Cloud-Workloads optimierte Liberica JDK Lite und deckt die LTS-Versionen 8, 11, 17 und 25 sowie die jeweils aktuelle JDK-Version ab. Laut Hersteller reduziert Liberica JDK Lite die finale Image-Größe von Java-Containern um mindestens 30 Prozent gegenüber Standard-OpenJDK-Images.
Die Images stehen für die Architekturen x86-64 und ARM64 auf Docker Hub bereit und liegen in zwei Varianten der C-Standardbibliothek vor: musl und glibc. Teams, die bereits den bisherigen BellSoft-Builder nutzen, wechseln laut Hersteller mit einem Rebuild und der Option --pull-policy always automatisch auf den neuen Builder und die aktuellsten Buildpacks. Bei einer Migration von Dockerfiles empfiehlt BellSoft, zunächst mit einem nicht-kritischen Service zu testen.
BellSofts Hardened Images versprechen zum Release-Zeitpunkt niedrige bis keine bekannten CVEs. Der Anbieter bietet darüber hinaus kontinuierliches Patchen, SBOMs, digitale Signaturen und ein SLA-gestütztes Vulnerability-Management. Nach der Offenlegung einer Schwachstelle soll innerhalb von rund 24 Stunden ein gepatchtes Image bereitstehen. Jede veröffentlichte Version wird mit vollständiger SBOM und verifizierbarer Herkunft ausgeliefert, um Audits und regulatorische Anforderungen, etwa durch FedRAMP, DISA STIG, den EU Cyber Resilience Act (CRA) und DORA, zu erleichtern.
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