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04.09.2026
06:15 Uhr
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VWs Zukunftsplan 2030 + Google-Apps ohne Tippen + OpenAIs neues Modell für AGI + Netflix erhöht Preise + Quantencomputer mit Ionenfallen + Datenschutz-Podcast

VW hat einen „Zukunftsplan 2030“ vorgelegt. Dieser sieht 50 Prozent weniger Modelle und 50.000 weniger Mitarbeiter vor. Durch die Straffung der Modellpalette sollen Produktionskosten gesenkt werden. Die Belegschaftsvertreter unterstützen den Plan. Derweil treibt Google die Integration von KI in alltägliche Aufgaben voran. Gmail, Docs und Notizen lassen sich per natürlicher Sprache steuern, auch auf Deutsch. Ohne Tippen können damit E-Mails durchsucht und neue Dokumente angelegt sowie aufbereitet werden. Ein neues KI-Modell kommt von OpenAI, das GPT-6 Astra vorgestellt hat. Bei der Präsentation fiel das Wort AGI (Allgemeine künstliche Intelligenz), wobei Astra selbst nicht direkt so bezeichnet wird. In den Benchmarks zielt fast alles auf Konkurrent Anthropic – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Der Aufsichtsrat der Volkswagen Group hat am Donnerstag einem „Zukunftsplan 2030“ des Konzernvorstands einstimmig zugestimmt. Da CEO Oliver Blume die Lage des VW-Konzerns als „mehr als kritisch“ bezeichnet, wird die Modellpalette des Konzerns halbiert. Weniger Modelle in weniger Varianten sollen höhere Stückzahlen je Typ und damit niedrigere Kosten bescheren. Von knapp 629.000 Beschäftigten (Stand Ende 2025) werden rund 50.000 gegangen. 2025 sind bereits rund 17.000 Stellen abgebaut worden, im Jahr davor 8.000. Bei VW fallen also doppelt so viele Arbeitsplätze weg wie in den vergangenen beiden Jahren zusammen. Wenig überraschend geht es im Kern um mehr Effizienz. VW soll gegen internationale Konkurrenz, nicht zuletzt aus der Volksrepublik China, bestehen. Deshalb fallen 50.000 Stellen weg: Das ist der Zukunftsplan der Volkswagen Group.
Google baut die Integration von Gemini und künstlicher Intelligenz in den eigenen Workspace-Apps weiter aus. Gmail, Docs und Notizen lassen sich nun per Sprachsteuerung durchsuchen oder zusammenfassen. Nutzer können auf diese Weise erste Entwürfe von Dokumenten anlegen oder Gedankengänge protokollieren, ohne Anweisungen eintippen zu müssen. Dabei kann der KI-Assistent auch Informationen aus anderen Google-Apps wie Gmail oder Drive verwenden, wenn die entsprechenden Berechtigungen erteilt wurden. Das ist zunächst zahlenden Abonnenten der Google-KI vorbehalten, sowohl für Android- als auch iOS-Geräte. Diese Funktionen werden derzeit ausgerollt und dürften dann auch auf Deutsch verfügbar sein: Google ermöglicht KI-gestützte Sprachsteuerung in den eigenen Workspace-Apps.
Eine neue Basis bekommt hingegen die KI von OpenAI, denn die Firma hat in den USA sein neuestes Sprachmodell GPT 6 Astra vorgestellt. Es sei das „weltweit intelligenteste und am besten ausgerichtete Modell“. Bei der Präsentation spricht OpenAI vom Beginn des Zeitalters allgemeiner künstlicher Intelligenz (AGI), wollte Astra selbst auf Nachfrage dann aber doch nicht eindeutig als AGI bezeichnen. Verfügbar ist es vorerst allerdings nur für eine begrenzte Zahl von Organisationen. Erst „in den kommenden Tagen“ soll Astra alle ChatGPT-Nutzer der Tarife Plus, Pro, Business und Enterprise sowie die OpenAI-API erreichen. In Enterprise-Workspaces sei der Zugang zu Beginn standardmäßig deaktiviert und müsse zunächst von Administratoren aktiviert werden: Unter AGI-Raunen stellt OpenAI GPT-6 Astra mit mehr Intelligenz vor.
Für mehr Intelligenz verlangt OpenAI nicht mehr Geld, aber Netflix für sein normales Programm. Der Streaming-Dienst erhöht die Preise in Deutschland erneut. Alle drei Abo-Stufen kosten künftig 2 Euro mehr pro Monat. Das teuerste Premium-Abonnement mit 4K-Auflösung und HDR-Streams kostet damit 22 Euro im Monat. Die Zusatzmitglieder der verschiedenen Tarife werden um jeweils 1 Euro teurer. Prozentual fällt der Aufschlag beim Einstiegsangebot mit Reklame am deutlichsten aus: Das Standard-Abo mit Werbung verteuert sich um 40 Prozent. Beim werbefreien Standard-Abo sind es 14 Prozent, beim Premium-Abo mit 4K-Auflösung und HDR-Streaming noch rund zehn Prozent. Unklar ist, ob und wann die Preise auch für Bestandskunden erhöht werden: Netflix wird in Deutschland schon wieder teurer.
JION – kurz für „Jülich trapped-ION quantum computer“ – ist ein digitaler, gatterbasierter Ionenfallen-Quantencomputer. Er wurde am Donnerstag am Forschungszentrum Jülich offiziell in Betrieb genommen, was laut NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) einen „Meileinstein der Technik“ markiert. Sowohl Wissenschaft als auch Industrie sollen hybride Rechenkraft aus Quantencomputer und klassischen Hochleistungsrechnern des Jülich Supercomputing Centre (JSC) für reale Anwendungen nutzen. Anlässlich der Einweihung wurden gleich neue Quantencomputing-Projekte auf Schiene gelegt. Insgesamt gibt es 60 Millionen Euro, um etwa Quantencomputer-Plattformen so weiterzuentwickeln, dass sie perspektivisch auch industriell eingesetzt werden könnten: Neuer Quantencomputer mit Ionenfallen als „Meilenstein der Technik” in Jülich.
Datenschutz funktioniert nicht nur mit vollgeschriebenem Papier, das in der Schublade verschwindet. Unternehmen müssen festlegen, wer welche Aufgaben übernimmt, wie sie Daten schützen und wie Beschäftigte auf Anfragen oder Datenpannen reagieren. Ein Datenschutz-Management-System bündelt diese Regeln und Abläufe. Es sorgt dafür, dass alle Beteiligten wiederkehrende Aufgaben einheitlich und nachvollziehbar erledigen. Im c’t-Datenschutz-Podcast wird betont, dass fast jedes Unternehmen bereits irgendeine Form von Datenschutzorganisation vorhält. Die entscheidende Frage lautet, ob sie tatsächlich funktioniert. Dabei sollten Unternehmen Datenschutz weder unnötig aufblasen noch vernachlässigen. Wie Unternehmen Datenschutz praxistauglich organisieren, diskutieren wir in der Auslegungssache 167: Datenschutz mit System.
Auch noch wichtig:
(fds)